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Zurück nach Affäre zum Ehemann/Ehefrau

Gast2018

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Hallo,

hatte 1 1/2 Jahre eine Affäre. Waren dann 7 Monate zusammen. Haben uns beide aus den Ehen gelöst. Gab in den 7 Monaten viele Probleme, weil er sich von den Kindern nicht lösen konnte. War jeden Tag bei der Familie. Meine Ehe war harmonisch, nicht viel Streit, körperlicher Kontakt fehlte und die Liebe ging auch. Ich hatte meinen Partner nur lieb. Seine Ehe war geprägt von Streit, beide nur genervt voneinander. Seit der Trennung kein Streit mehr, er hat das Gefühl er hat sie lieb, liebt aber mich. Nun ist er zurück. Er sagt, es hätte sich beruhigt dort und wegen der Kinder reicht wohl das Liebhaben zwischen Ehefrau und Ehemann. Er meint, wenn ich zurückginge wäre das anders, da ich keine Kinder habe und dann wäre das zu wenig. Das große Gefühle zurückkommen, glaubt er nicht. Ich zweifle ständig, warum bei ihm die Ehe funktionieren soll und bei mir nicht. Ich denke, wo einmal der Wurm drin ist, ist er drin. Durch seine Rückkehr hat er mich aber verwirrt. Seine Kinder sind 6 und 9 Jahre alt.

Macht eine Ehe ohne Liebe nur mit liebhaben Sinn? Können alte Streitigkeiten einfach so vergessen werden nach 7 Monaten?

Zurückbekommen werde ich ihn wohl nie, selbst wenn die Ehe nicht funktioniert, wird er wohl voll und ganz für die Kinder leben. Er liebt mich wohl, aber es reicht halt nicht. Trotz Rückkehr ist heute noch etwas zwischen uns gelaufen.

31.07.2014 18:55 • #1


jango


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ob eine ehe ohne liebe nur mit liebhaben sinn macht? du siehst doch, bei deinem freund durchaus.
liebe reicht in der tat nicht immer, weil manchmal die ängste und eigene gefangenschaft diese liebe nicht entfalten lässt. der eine sucht nach dem schlüßel, der andere lässt es lieber. je nach sensibilität und gewisser gefühlsintelligenz.
er wird jetzt ganz für die kinder leben? bist du dir da so sicher? wo es doch trotz rückkehr heute noch etwas zwischen euch gelaufen ist?

31.07.2014 21:40 • #2



Zurück nach Affäre zum Ehemann/Ehefrau

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Hildegard


75874
Er wird jetzt gabz für die Kinder leben?
Da muss ich Jango mit seinem Kommentar recht geben.
Ihr habt jetzt zwar Schluß, da er zurück in seine Ehe ist, jedoch will er wohl auf gewisse Annehmlichkeiten, die das Zusammensein mit Dir ihm geboten wurden, nicht verzichten.
Wie gemein: Du hast mit Deinem Partner Schluß gemacht und kein doppeltes Spiel gespielt, sein Weggang war hngegen nur temporär.
Ich frage mich, was wohl passieren würde, wenn Du ihm eröffnetest, Du würdest ebenfalls zu Deinem Partner zurückgehen?
Könnte er damit umgehen oder würde er versuchen, Dich wieder loszueisen?
Aber was sollte er als Argument vorbringen, um Dich davon zu überzeugen?
Ich bleibe bei meiner Frau, aber Du sollst mal schön frei verfügbar für mich bleiben?
Wenn Du jetzt nicht widerstehst und ihm keinen Korb gibst, läufst Du Gefahr, an ihm als Geliebte hängen zu bleiben.
Tu Dir das nicht an, auch wenn die erste Einsamkeit und Trauer kaum auszuhalten sind.
Das ist ein ganz und gar unfaires Spiel, welches er mit Dir treibt und Deine Hoffnungen, er würde doch wieder zu Dir kommen, würden eingesetzt, um Dich zur gefügigen Geliebten aufzubauen, die ihn durch ihre Anwesenheit schön zuhause durchhalten lässt.

01.08.2014 06:04 • x 7 #3


MyPrivateIdaho


75874
Hallo Gast2018,
Hildegard bringt es auf den Punkt, so weit hatte ich noch gar nicht gedacht: der will dich zur Schattenfrau aufbauen!
Und was Hildegard über Gefügigmachen schreibt, kann ich mich nur anschliessen, der versucht dir jetzt Brotkrumen hinzuschmeissen und wenn du die dankbar annimmst, hast du den Salat... eine Nummer, aus der nur schwer wieder herauszukommen ist... manche schaffen`s nie...

01.08.2014 19:36 • x 3 #4


Gast2018


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Hallo, ich habe ihn auch gefragt, was wäre, wenn ich zurückginge. Er hat sich total aufgeregt und meinte, meine Ehe wäre kaputt, bei ihm sähe das wegen der Kinder anders aus. Seine Frau und er würden nicht mehr streiten (haben ich und mein Mann seltenst getan) und manchmal wäre es auch lustig. Er ist gerade mal seit Sonntag zurück. Er sagt, er liebt mich und es würde ihm ein lebenlang einen Stich versetzen, nicht zu wissen, wie es mit uns weitergegangen wäre. Er würde mich immer lieben. Ich habe ihm gesagt, dass ich das kaum glauben kann, da er ja nun mit seiner Frau all das machen würde, was wir gemacht haben. Er verneinte und sagte, er würde ja nur da wohnen. Ich konterte mit vorerst irgendwann würde ja mehr laufen. Nunja, als ich ihn darauf ansprach, d. ich ja evtl. auch mal einen neuen Partner haben würde und er sich nicht aufregen dürfe, sagte er, er könne das nicht versprechen, er liebe mich ja. Heute ist wieder etwas zwischen uns gelaufen, ich sagte, es wäre das letzte Mal. Ich will mich dafür nicht hergeben und auch seine Frau tut mir leid. Er ist total ruhig und schüchtern. Ich verstehe nicht, warum er das tut. Es ist gar nicht seine Art.

01.08.2014 20:05 • #5


Hildegard


75874
Ohje, Gast2018,
Du tust mir leid, er hat es also geschafft, Dich ins Bett zu bekommen...
Das ist für Dich der ganz, ganz falsche Weg, denn dies macht Dich auf Dauer kaputt.
Und auch wenn Du ihm sagtest, es sei das letzte Mal gewesen, wird er dies nicht glauben, denn jetzt fängt es an, daß er Dich nicht mehr ernst nimmt.
Pass bloss auf Dich auf und versuche um Deiner selbst willen, aus dieser Misere herauszukommen.
Und ich wiederhole mich an dieser Stelle: durch Deine Bereitwilligkeit hält der es im trauten Heim wesentlich leichter aus.

01.08.2014 20:52 • x 2 #6


Gast2018


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@Hildegard: Ich glaube schon, d. er Gefühle für mich hat. Sonst hätte er sich niemals sieben Monate lang getrennt. Er hat sich das mit den Kindern nur einfacher vorgestellt. Als es anfing wehzutun, ist er dann wohl ohne Rücksicht auf meine Gefühle, zurück. Läuft ja dort nun auch alles ruhig. Wir hatten die Probleme, weil er halt jeden Tag dort war. Es ist nicht so, dass er zu mir kommt sondern ich blöderweise zu ihm, weil ich ständig alles ausdiskutiere und dann legt er es halt drauf an, d. zwischen uns etwas passiert. Er sagt, er kann mir nicht wiederstehen, aber mit uns könnte das nie etwas werden, wegen den Kindern, weil er halt der Ganztagspapa sein will. Mich verwundert auch, d. die Ehefrau den Betrug von 1 1/2 Jahren einfach wegsteckt und sogar weiß, dass wir jetzt noch miteinander reden. Wir arbeiten zusammen. Ich könnte das nicht.

01.08.2014 20:56 • #7


gast234


75874
wie kommst du auf die idee, dass die ehefrau den betrug so einfach wegsteckt?
dass sie noch da ist, könnte doch auch heißen, dass sie ihm verzeiht. und dass er zu ihr ganz anders ist als das was er dir erzählt!
könnte auch heißen, dass sie aus denselben gründen noch da ist. kinder und familie zu erhalten. das ist heutzutage ein nicht seltenes phänomen. obwohl man denken könnte, dass wir eine ganz andere generation sind. nur haben anscheinend viele noch das von mutti+vater übernommen und leben lieber in guten und schlechten zeiten bis der tod sie scheidet. auch wenn die liebe schon lägst andere wege gesucht hat.
dir bringen all diese überlegungen gar nichts. du musst schauen, dass du auch nach 10 jahren immernoch NICHT dasselbe schreibst, nämlich : Heute ist wieder etwas zwischen uns gelaufen, ich sagte, es wäre das letzte Mal.

02.08.2014 06:17 • x 4 #8


Hildegard


75874
Uih, das, was Gast234 schreibt, klingt äusserst plausibel.
Und die Warnung wegen der Mutmassung, wie es in 10 Jahren aussieht, ist leider auch nicht von der Hand zu weisen.
Ich fürchte dahingehend ähnlich, also hast Du jetzt nur die Wahl zwischen schmerzhaftem Kontaktabbruch, was in meinen Augen die Schmerzen wert ist, da diese einmal vergehen werden oder aber Du entscheidest Dich, so weiter zu machen, wobei ich Dir allerdings garantiere, daß diese Schmerzen dann chronisch werden...
Ein Entkommen daraus ist überwiegend aussichtslos, lies Dir die Geschichten der zahlreichen Geliebten in diesem Forum durch, überall das ähnliche traurige Spiel: Stückchen für Stückchen ihres Selbswertes beraubt, leben sie nur für die kurzen Momente, wenn der Verheiratete sich mal freimachen kann, das wirkliche Leben bleibt dabei auf der Strecke.
Und die Chance, jemand Freien kennenzulernen, haben sie nicht mehr, letztendlich haben sie sich selbst dieser Chance beraubt, denn ein freier Mensch, der in ihr Leben tritt, kann dem Vergleich mit diesem Wunschkandidaten ja gar nicht standhalten, weil der ja in einem rosaroten Licht erscheint und welchem Charaktereigenschaften angedichtet werden, die er in Wahrheit gar nicht hat.
Man kennt ihn ja gar nichgt im realen, täglichen Leben, denn der Alltag kann nie einkehren, somit bleibt er eine schöne Illusion.

02.08.2014 09:16 • x 2 #9


jango


75874
meine damen, ich werfe mal eine andere frage in den raum
wegen des wegsteckens!
was ist denn nun schwerer wegzustecken, betrug oder eine liebe?

gast2018, wenn er dich so liebt wie er erzählt, so haben die beiden gleichstellung im wegstecken.
er muss die liebe wegstecken, sie den betrug
und beide machen weiter wie gehabt. da ist dein toller freund kein bißchen besser als die ehefrau, falls das mit dem wegstecken ein unverständnis oder sogar vorwurf an die ehefrau deinerseits war.

02.08.2014 10:09 • x 1 #10


Gast2018


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Es sollte absolut kein Vorwurf an die Ehefrau sein. Ich versuche nur, zu verstehen. Ich könnte einen Betrug nicht verzeihen. Hätte meinen Mann vielleicht auch zurückgenommen, würde aber wohl daran zu grundegehen, hätte er mich betrogen. Das er mich liebt, glaube ich schon. Mein Mann ist mal zu ihm und seiner Frau gefahren, kurz nach Offenlegung der Affäre und er hat ihr damals -auch schon vor Besuch meines Mannes- alles gesagt. Er sagte ihr im Beisein meines Mannes auch, er würde mich lieben und gäbe es die Kinder nicht, wäre er weg. Drei Monate später ist er dann auch zu mir gezogen für zwei Wochen. Das sollte keine Dauerlösung sein und er zog in eine eigene Wohnung. Naja, nach sieben Monaten dann ja zurück zu ihr. Ich versuche nur zu verstehen, ob eine Ehe, die jahrelang von Streit geprägt war und dann noch einen Betrug zu verkraften hat, nur nach siebenmonatiger Trennung auf Dauer wirklich harmonischer laufen kann. Ich denke, man fällt immer in die alten Verhaltensmuster. Außerdem stellt sich mir natürlich die Frage, ob ich meine eigene Ehe wegwerfe, meine Liebe zu dem Neuen irgendwann vergessen könnte und in der alten Ehe glücklich. Im Prinzip mach mein Neuer d. ja genauso. Ich denke nicht, d. ich wieder zu seiner Geliebten werde. Er kommt ja schließlich nicht zu mir an, sondern ich zu ihm und das werde ich -trotz allen Schmerzes- nicht mehr tun. Er sagt, er lässt mich in Ruhe, weil er mich liebt, trotzdem zurück ist und mir nicht wehtun möchte. Ich könnte aber immer zu ihm kommen, wenn ich wolle und er würde mir immer helfen bei allen alltäglichen Dingen (Auto zur Werkstatt bringen u.ä). Das möchte ich natürlich nicht.

02.08.2014 12:59 • #11


gast234


75874
worum geht es dir dann, wenn du sagst: Ich könnte einen Betrug nicht verzeihen. Hätte meinen Mann vielleicht auch zurückgenommen, würde aber wohl daran zu grundegehen, hätte er mich betrogen.
mit der einstellung kannst du ihn auch nicht mehr zurücknehmen, er hat dich schließlich im stich gelassen und betrügt dich jetzt mit seiner frau.
im übrigen so allgemein zu verstehen, was da wird und was nicht, ist reine zeitverschwendung. und mit anderen männer/frauen zu vergleichen eine noch größere. jede ehe ist anders, jeder mensch ein individum.
und selbst wenn die beiden nach einem jahr wieder katz/hund verhältnis haben, so ist das ihre entscheidung oder nichtentscheidung!
mach dich nicht fertig mit all diesen überlegungen. trauere eine weile ohne wertung. irgendwas ist zu ende, was dir lieb und teuer war. eine kurze liaison, die keine zukunft hatte. du dagegen, du hast eine!

02.08.2014 13:17 • x 1 #12


Nun is aber gut


75874
Wenn ein mann (oder eine frau) einem anderen das herz öffnet und damit wehrlos macht, diesem danach einen platz zuweist, der dauerhaft schmerzhaft ist und damit ein glückliches leben verhindert, dann handelt er sündhaft.

Ob das gezielt oder unbeabsichtigt passiert ist zweitrangig.

Mit liebe kann ich so ein verhalten nicht in verbindung bringen.
Eher ist es das gegenteil.

Der, der das mit sich machen lässt (oder meint es mit sich machen lassen zu müssen) hindert den anderen aber auch nicht am aufladen von schuld, was er bei echter, grosser liebe aber tun sollte.
Und er verhindert sein eigenes glück und eine gesunde entwicklung.
Auch nicht grad ein zeichen für gesunde eigenliebe.

02.08.2014 14:41 • x 1 #13


Nun is aber gut


75874
Wir müssen wohl wieder lernen schmerzen zu ertragen, wenn es nach reichlicher Überlegung zum eigenen wohl und dem wohl anderer nötig ist.

02.08.2014 14:52 • x 1 #14


Gast2018


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Ihr habt ja alle Recht. Wahrscheinlich versuche ich zu verstehen, was ich eigentlich längst verstanden habe, aber nicht wahrhaben will. Hm...ich glaube, ich würde ihn zurücknehmen nach Trennung von der Frau, könnte aber mit der Enttäuschung, die er mir angetan hat, eher nicht leben, denke ich. Wahrscheinlich macht das alles wirklich keinen Sinn, darüber nachzudenken, noch weniger. Er wird eh bleiben. Allein das sollte es sein, was für mich zählt.

02.08.2014 16:16 • #15



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