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Ich schaffe das nicht alleine

Seagull

Seagull


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Zitat von Mamelia:
Ja ich werde eine Therapie machen müssen.

Ich habe Familie, ein paar Freunde, aber kaum jemand, mit dem ich darüber reden kann.

Ja, mach das unbedingt. Kümmere dich bald darum, oft gibt es Wartezeiten.
Je nach dem wo du arbeitest: einige Firmen haben ein Employer Assistant Program. Das ist ein externer Dienstleister, oft zum Beispiel Insite oder B.A.D., der Dir schnell und anonym hilft.
Und rede mit denen, mit denen du reden kannst.
Was auch (kurzzeitig) hilft: Schreiben. Schreib dir alles von der Seele. Kauf dir morgen eine dicke Kladde -die gibt es ja schon für ein paar Euro- und vertrau dich deinem Tagebuch an.

Alles Gute für dich!

13.02.2020 17:45 • x 1 #16


Celinew_e

Celinew_e


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Hallo, hab mir gerade mal dein Thema durchgelesen und erkenne mich wieder, was das mit der Zuneigung und Bestätigung betrifft. Ich bin auch jemand mit geringem Selbstwert, der viel Liebe und Bestätigung brauch, jeden Tag aufs Neue und am besten so viel wie nur geht. Kommt das bei mir nicht an, fange ich an alles anzuzweifeln. Seine Liebe, sein Wille in der Beziehung.. und frage ihn natürlich immer wieder ob alles gut ist, er mich liebt und mich noch will. Das war auch ein Grund weshalb er mich verließ. Es war ihm zu viel Druck. Zu viel Druck mir jeden Tag aufs Neue zeigen zu müssen, was ich ihm bedeute damit ich Ruhe gebe und es kein Gejammer oder Streit gibt. Dazu kommt dass er ein Mensch ist, der sich schwer auf Beziehungen und damit Nähe etc. einlassen kann. Er mauert gerne damit er sich nicht verletzlich macht und kann einfach von sich aus nicht viel geben. Da sind Welten aufeinander geprallt, die eigentlich unmöglich zusammen funktionieren können. Er hat mir liebe gezeigt, hat sich bemüht und auch immer wieder gesagt dass er schon viel mehr tut als er eigentlich kann und jemals getan hat und dass er empfindet dass ich so unglaublich viel brauche und er eben nicht. Mir war es dennoch nie genug, ich hatte davon einfach andere Ansichten und Erwartungen. Ich habe Zukunft gedacht, er nicht. Er ist eher der distanzierte Typ gewesen, viel Freiraum wollte und Zeit für sich. Am Anfang war bei uns auch alles super, jeden Tag gesehen, Freiraum war kein Thema .. es wurde aber dann zum Problem, auch knapp nach einem Jahr. Er fühlte sich eingeengt und unwohl. Er empfand es so, dass ich sein Leben zu meinem machte. Er kam mit allem nicht mehr klar und empfand mich als Last, mir nicht genug zu sein und seine Zeit für sich zu verlieren.. auch mit Uni und Freunde und so Kram der eben auch im Leben ist..
er glaubte nicht mehr an eine Änderung, wollte auch nicht mehr dran arbeiten. Generell war es immer schon schwierig bei uns. Es dauerte sich knapp 5 Monate bis er überhaupt sagte dass er mich liebt und wir fest zusammen sind.. ich war nie 100% glücklich (jedenfalls nicht gegen Ende hin), hab immer gezweifelt und Angst gehabt ihn zu verlieren, ich war mit seiner nie 100% sicher weil wir eben so unterschiedliche Bedürfnisse hatten die teilweise unerfüllt blieben weil der eine mehr brauchte und der andere weniger..
Was ich damit sagen will: du bist nicht allein. Deine Situation ist zwar etwas anders und ich bin auch viel jünger, aber es ist so wichtig sich NIEMALS abhängig zu machen, egal wie. Emotional ist es fast noch schlimmer.
Du brauchst niemanden außer dich selbst um glücklich zu sein, du bist genug und um das beste aus allem zu machen- ein Partner ist da nur eine schöne Ergänzung

Vor 4 Minuten • #17




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