Ginko30
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Ich wende mich an euch, da ich es nach einem halben Jahr immer noch nicht schaffe, loszulassen.
Ich habe mich Anfang des Jahres nach 10 Jahren Beziehung getrennt, weil ich meiner Meinung nach keine Gefühle mehr hatte. Auch hatte ich keine Lust mehr auf ihn und fühlte mich nicht mehr zu ihm hingezogen.
Es fühlte sich eher wie eine gute Freundschaft an als eine Beziehung.
Wir hatten alles, tolles Haus, tolle Familien, Haustiere, tolle Urlaube, nur das mit dem Kinderkriegen habe ich immer hinausgezögert.
Die ersten Wochen nach meiner Trennung waren okay und ich war im Reinen mit meiner Entscheidung.
Dann urplötzlich wurde mir allerdings der Boden unter den Füßen weggerissen, als ich sah, dass er mit einer anderen Frau schreibt. In diesem Moment haben wir noch zusammen im Haus gewohnt und auch ich habe mit anderen Männern geschrieben.
Irgendwie ging es von da an nur noch bergab. Ich hab 10 Kilo abgenommen, konnte nichts mehr essen, nicht mehr schlafen, weinte jeden Tag und kam überhaupt nicht mehr klar.
Ich habe wohl aus Verzweiflung und aus Angst vor dem Alleinsein mehrere Versuche gestartet, ihn zurückzugewinnen, doch er wollte sich Zeit lassen, da er sich nicht mehr sicher war.
Während meiner psychisch schlechten Phase hat er mir so einiges an den Kopf geworfen, zB dass er jetzt weiß, dass er interessant für andere Frauen ist, dass ich erstmal einen Neuen finden muss, der mit mir klar kommt und dass ich keinen Besseren finden werde als ihn.
So ging das eine ganze Zeit lang, bis meine Familie mich aus dieser Situation herausholen musste, weil ich einfach nicht mehr konnte.
Nun sitze ich hier, es gibt Phasen, wo es mir gut geht, allerdings auch solche, wo ich mich schrecklich fühle, weine und mich nur selbst bemitleide.
Antidepressiva nehme ich seit zwei Monaten.
Ich möchte einfach von ihm loskommen und nach vorne schauen können.
Seit 3 Monaten halte ich auch komplette Kontaktsperre, hab alle Fotos und Erinnernungen gelöscht, trotzdem wird es nur ganz langsam und phasenweise besser.
- emotionale Heilungen geschehen nicht über Nacht. Und man muss sich von lieb gewordenen Gewohnheiten, wie nicht allein zu sein, usw., erst entwöhnen.
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