Zitat von Mienchen:Ich fühle mich wie eine Niete, weil. Er sich für mich nicht ändern konnte. Er hat sein typisches Muster benutzt, ist abgehauen wo es ernst wurde und ich hab es nicht geschafft, ihn zum Bleiben zu bringen. Ich fühle mich wie ein Versager.
Er ist keine Niete für mich, weil er mir permanent eingeredet hat, das er anders ist, als alle anderen. Das er toller ist.. Ich hab es geglaubt
Und es bitter bereut
Deine Argumentation verstehe ich überhaupt nicht.
Ich verstehe, denn das geht wohl den meisten Menschen nach einer gescheiterten Beziehung so, dass Du (auch mal) Selbstzweifel hast und Dich fragst, warum Du nicht genügt hast. Das wird auch immer mal wieder aufpoppen.
Aber Du hast Zweifel, weil Du einen Menschen nicht von etwas überzeugen konntest, was er nicht wollte? Das ist absurd. Er wollte / konnte sich nicht 100%ig einlassen. Aber das findet bei ihm statt und nicht bei Dir und es gibt nichts, was Du tun könntest, das etwas daran ändert.
Du hast es mit Druck und ohne Druck versucht. Er kann es nicht.
ER. Würdest Du Dich überzeugen lassen wollen, wenn sich etwas für Dich nicht richtig anfühlt? Würdest Du auf den anderen schauen mit dem Gedanken, er wäre eine Niete, weil er es nicht geschafft hat, Dich zu binden?
Ich bin mir sicher, das würdest Du nicht. Vielleicht hättest Du Mitgefühl, weil er traurig ist, aber Deine Sicht auf seine menschlichen Qualitäten würde sich doch nicht ändern, nur weil Du nicht mit ihm zusammen sein willst.
Mienchen, Du kannst froh sein, dass Du diesen Ängstler nicht Dein ganzes Leben lang begleiten und leiten musst, auch wenn es jetzt traurig ist. Es ist dennoch gut und richtig, dass er geht, wenn er es anders nicht kann. Und das sagt überhaupt nichts über Dich aus. Du bist die Gleiche wie mit ihm. Mag sein, dass Du das wieder entdecken musst im Laufe der Zeit, wenn die Traurigkeit abklingt. Aber Du wirst.
Was ich nicht verstehe: Er ist Deinen Augen keine Niete (gewesen), weil er Dir erzählt hat, wie toll er ist?
Ist er nicht erst recht eine, wenn er es nötig hat zu erzählen, wie anders und toll er ist, statt Dich einfach durch sein Sein zu überzeugen?
Bei mir war es immer so, dass die Männer, die ihre Andersartigkeit gepriesen haben, eher menschliche Versager waren.
Wenn jemand es nötig hat, das zu tun, dann ahne ich doch, dass da einiges im Argen liegt. Wer in sich ruht, hat es nicht nötig, verbale Überzeugungskraft zu leisten.