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Ich spüre beim Sex nichts - keine vorhandene Libido?

Korval
Zitat von Merle456:
Beide Männer waren auch sehr zärtlich und zurückhaltend im Bett. Ich war es dementsprechend auch. Eigentlich stehe ich auf härteren Sex.


Zitat von Merle456:
Aber bei beiden Exen hatte ich das Gefühl, es würde nicht gut ankommen, wenn ich mit ihnen darüber rede.


Zu einer guten Partnerschaft gehört Kommunikation. Viele sagen dabei natürlich was sie nicht wollen und das fällt manchen schon schwer genug, aber zu sagen was man wirklich will ist wohl noch schwerer wenn ich mir das so angucke... Wenn einer der beiden "der Richtige" gewesen wäre, dann wäre er darauf eingegangen und deine Sorgen wärne unbegründet gewesen. Hier hast du dir quasi selbst ein Bein gestellt und das solltest du beim nächsten nicht machen. Es gibt viele Männer die auf härteren Bettsport stehen und diesen sicher auch mit dir ausleben.

Zitat von Merle456:
Dazu muss ich noch hinzufügen, dass ich seit 2021 ein AD zum schlafen nehme.


Zitat von Merle456:
Ich frage mich jetzt woran es liegt, dass ich rein gar nichts beim Sex empfinde und was mit mir nicht stimmt.


Dazu müsste man wissen welches das gewesen ist. Aber hier könnte tatsächlich ein Zusammenhang bestehen. Käm halt drauf an wie lang du das schon nimmst.

Zitat von Merle456:
Wie ist möglich es, dass ich jemanden liebe und Verlangen nach dieser Person habe, aber beim Sex nichts, rein gar nichts spüre?


Weil Anziehung und Spaß im Bett nicht immer miteinander einhergehen müssen. Wenn er dir nicht gibt was du willst und brauchst kommst du halt nicht... Aber man kann tatsächlich zusammen ergründen was gefällt, das kann sehr viel Spaß machen und durchaus auch neue Möglichkeiten eröffnen.

x 1 #16


J
Fühlst du auch nichts/weniger, wenn du dich selber befriedigst? Dann liegt es klar am AD.

x 1 #17


A


Ich spüre beim Sex nichts - keine vorhandene Libido?

x 3


Merle456
Zitat von Inexplicitus:
Es gibt Menschen, die durch eine andere Form von Sex stimuliert werden, und auch Orgasmen haben / können. Dazu brauchen die Menschen keine rein sexuell physische Form, es kommen andere "Berührungen" und Aktionen zum tragen.
Ich habe einen viel heftigeren Orga. der gefühlt ewig anhält, als der rein physische, wenn ich mit einem Partner andere Formen der Sexualität auslebe.

Dabei handelt es sich um ein Machtgefälle, wobei der körperlich sexuelle Anteil eine weit geringere Rolle spielt, und zum "Spiel" dazugehören kann, oder auch nicht. Ich möchte das jetzt nicht weiter im Detail erklären, aber ich würde Dir raten, anhand der beiden Zitate, andere Formen von Sex zu ergründen.


Ja, dabei hat es sich tatsächlich um Machtgefälle gehandelt. Und wahrscheinlich war es das, was mir den Kick gegeben hat.

Ich habe mich auch nicht einmal von ihm benutzt gefühlt... vielleicht auch weil er im Bett sehr dominant war, aber außerhalb sehr fürsorglich.

x 1 #18


Merle456
Zitat von justawoman:
Fühlst du auch nichts/weniger, wenn du dich selber befriedigst? Dann liegt es klar am AD.

Wenn ich mich selbst befriedige (was sehr selten vorkommt), dann dauert es Ewigkeiten, bis ich komme.

x 2 #19


J
@Merle456 Ich nehme auch ein AD und bei mir ist es ähnlich. Ich fühle nicht viel. Leider eine der häufigsten Nebenwirkungen 😔 .

x 1 #20


J
@Merle456 Wenn du auf das Medikament nicht verzichten kannst, könnten "drug holidays" helfen. Also mal 2 Tage weglassen, das macht sich psychisch oft noch nicht bemerkbar. Wenn du es zum Schlafen brauchst, ist das aber vermutlich schwierig, es einfach mal wegzulassen.

#21


Merle456
Zitat von justawoman:
@Merle456 Wenn du auf das Medikament nicht verzichten kannst, könnten "drug holidays" helfen. Also mal 2 Tage weglassen, das macht sich ...

Ich versuche seit 3 Wochen das Medikament wegzulassen. Es dauert halt immer Ewigkeiten bis ich einschlafe. Und ich komme noch nicht mal auf 7 Stunden Schlaf.

x 1 #22


Merle456
Zitat von Korval:
Weil Anziehung und Spaß im Bett nicht immer miteinander einhergehen müssen. Wenn er dir nicht gibt was du willst und brauchst kommst du halt nicht... Aber man kann tatsächlich zusammen ergründen was gefällt, das kann sehr viel Spaß machen und durchaus auch neue Möglichkeiten eröffnen.

Vielleicht war es im Nachinein ein Fehler nicht mit ihm darüber geredet zu haben.

Ist halt auch nicht immer einfach über diese Themen zu reden.

x 2 #23


J
@Merle456 Auch das kenne ich leider. Sprich doch mal mit deinem Arzt, vielleicht gibt es eine Alternative

#24


Waris07
@Merle456

Vorweg - Ich habe jetzt nur den Eingangspost gelesen und würde kurz und direkt reinhüpfen....

Man kann das was dich beschäftigt gut in drei Bereiche aufteilen, die in der Sexualtherapie oft eine zentrale Rolle spielen und die du dir vielleicht mal für dich anschauen könntest.

1. Das Ob (Lust und Erregbarkeit allgemein)
Nach deiner Schilderung würde ich eher zu Ja tendieren. Du beschreibst mehrere Situationen, in denen du sehr wohl Erregung und Orgasmen erlebt hast. Deshalb klingt es für mich nicht so, als würdest du grundsätzlich nichts empfinden können. Das Antidepressivum könnte zwar Einfluss haben, erklärt aber nicht ohne Weiteres, warum es mal klappt und mal gar nicht.

2. Das Wer (mit wem)
Nicht jede sexuelle Dynamik passt mit jedem Menschen gleich gut. Du beschreibst Männer, bei denen du viel gespürt hast, und andere, bei denen praktisch nichts passiert ist. Deshalb würde ich diesen Faktor nicht unterschätzen und hier vielleicht nochmal genauer hinschauen. Das könnte ein wichtiger Ansatzpunkt bei deiner Partnerwahl sein.

3. Das Wie (Art des Sexes)
Du schreibst selbst, dass du eher auf härteren, direkterem Sex stehst, die letzten beiden Partner aber eher zärtlich und zurückhaltend waren. Da stellt sich schon die Frage, ob der Sex, den ihr hattet, wirklich der Sex war, der dich erregt.

Hinzu kommt die Kommunikation. Du hattest offenbar das Gefühl, deine Wünsche nicht wirklich ansprechen zu können. Wenn ein Partner nicht weiß, was dich erregt, kann er darauf auch schwer eingehen.
Und da bin ich wieder bei meinem Lieblingssatz, der es kurz und knackig auf den Punkt bringt:
" Sex ist die Fortsetzung eines guten Gesprächs - nur mit anderen Mitteln.“ 😉

Deshalb würde ich aus deinem Beitrag nicht herauslesen, dass mit dir etwas nicht stimmt.
Für mich wirken eher die Faktoren Wer, Wie und die Kommunikation auffällig - weniger das grundsätzliche Ob.

x 3 #25


Worrior
Gibts denn von diesen Vergnügungspharmazeutika nichts was Frauen Bock zum dingens macht?
Ich meine wenn das Zeugs doch eh schon eingeworfen wird ........

#26


Inexplicitus
Zitat von Merle456:
Ja, dabei hat es sich tatsächlich um Machtgefälle gehandelt. Und wahrscheinlich war es das, was mir den Kick gegeben hat. Ich habe mich auch nicht einmal von ihm benutzt gefühlt... vielleicht auch weil er im Bett sehr dominant war, aber außerhalb sehr fürsorglich.

Es gibt in solchen Gebilden einen sehr tiefen Bindungsanteil, manche betiteln es als Demisexualität, eine Form des Vertrauens das um ein vielfaches weiter geht, als es normaler Weise der Fall ist. Das Machtgefälle ist ein Zusammenspiel aus Dominanz und Submission, Herrschen und beherrscht werden, die nahezu unendliche Formen annehmen kann, und erst bedingt durch die Voraussetzungen und Bindungen, entsteht das Loslassen und die Entfaltung der Libidio. Für manche ist diese Form der Sexualität nur im Bereich des Schlafzimmers möglich, andere leben es auch ausserhalb, sogar in der Öffentlichkeit aus, und keiner bemerkt es, ausser denen, die damit geboren wurden. Ich kann Dich sehr genau verstehen, wenn Du da gewisse Vorbehalte hast, es anderen zu vermitteln.

Ich ermutige Dich das genauer zu erkunden, einmal mit Deinen Erfahrungen in Beziehungen abzugleichen. Es kann für Dich die Auswahl Deiner Partner entscheidend beeinflussen, und Dein Sexualleben ebenfalls verbessern, denn für das Machtgefälle kommt lange nicht jeder Mensch in Frage. Manche fühlen es in sich, trauen sich aber nicht es offen anzusprechen, was auch nicht unerwartet kommt, sind es doch Phantsasien die nicht alltäglich sind. Manche benötigen Schlüsselerlebnisse dafür. In Deinem Falle dürfte es die Beziehung zu dem dominanten Partner gewesen sein.

Bei mir verhält es sich so, das ich erst durch die Intelligenz und Vertrauenswürdigkeit meines Ggü. sexuelles Interesse entwickle. Es ist ein Mix aus Demi- und Sapiosexualität, die bei mir besonders ausgeprägt ist. Mich lassen äussere Reize eher kalt, oder wecken Desinteresse. Manche könnte man mir *beep* auf den Bauch binden, und bei mir würde sich nichts rühren. Sind beide Anforderungen erfüllt, nehmen optische Reize, wie Augen, Haar etc. eine verstärkende Rolle ein, machen die Bindung viel intensiver und lassen tiefe Emotionen frei werden.

Ich geb Dir mal ein ganz extremes Beispiel: Würde sich eine Frau mit weit gespreizten Beinen mir präsentieren, dann würde ich mit den Augen rollen, mich umdrehen und einfach gehen. Es ist ein sehr ernsthaftes Thema für diese Menschen, macht man sich lustig darüber, verliert man jeglichen Zugang zu ihnen.

x 1 #27


Inexplicitus
Zitat von Merle456:
Vielleicht war es im Nachinein ein Fehler nicht mit ihm darüber geredet zu haben.

Ist halt auch nicht immer einfach über diese Themen zu reden.

Ich glaube nicht das er der richtige Mensch für Dich ist, das würdest Du spüren...oder zu spüren bekommen.

#28


Plague
Zitat von Merle456:
Ich versuche seit 3 Wochen das Medikament wegzulassen. Es dauert halt immer Ewigkeiten bis ich einschlafe. Und ich komme noch nicht mal auf 7 Stunden Schlaf

Könntest du uns freundlicherweise mal verraten, was du nimmst?
Die Frage hast du nicht beantwortet. Aber genau diese Antwort wäre für den Kern der Frage nicht uninteressant.

Ansonsten stelle ich mal ein paar Hypothesen in den Raum:
Mirtazapin?
Opipramol bzw. Insidon?
Trimipramin?

#29


Plague
Zitat von Merle456:
Du glaubst also es lag daran, dass es keine Erwartungsängste meinerseits gab?
Dass ich im Kopf sozusagen frei war und deswegen gekommen bin?

Halte ich für relativ wahrscheinlich.
Das fängt schon damit an, dass es immer noch beim Sex diese starke Performance- und Orgasmusorientierung gibt. Führt mittlerweile dazu, dass z.B. immer mehr junge Männer ohne medizinische Indikation PDE-5-Hemmer nehmen, um besser zu "performen". Auch bei Asexualität gibt es die Hypothese, dass das eben die extremste Form der Vermeidung dieser Erwartungsängste sein könnte.

x 2 #30


A


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