Vielen Dank Alena, daß hat mir jetzt grad iwie die Hoffnung wieder gegeben.
Im hier und jetzt Probleme lösen kann ich mir eher vorstellen, als an den Ursprung zu gelangen.
Grad nochmal über die Selbstsabotage nachgedacht. Ich bin bisher tatsächlich in allen Entspannungstechniken gescheitert.
Ist mir noch gar nicht so bewusst geworden. Autogen. Training, Feldenkrais, Jakobsen alles gescheitert. Ich dachte immer das liegt daran,
daß ich mich nicht genug anstrenge bzw. das eigentlich total langweilig fand. Früher dachte ich natürlich noch ich bin halt wie ich bin.
Kann ich nix dran machen, sind die Gene. Aber glücklicherweise ist man ja lernfähig. Ich glaub an dem Thema grübel ich jetzt die nächten Wochen rum.
Ich mag unkontrollierte Wut ja so gar nicht, daher geb ich mir wahrscheinlich auch nicht die Erlaubnis. Wieder die Angst...das ich das dann nicht im Griff habe.
Ja frühkindlich, den Zustand so mit 3 hätte ich nochmal gern für ein paar Stunden. Damals war noch alles spannend und neu und vom Elend der Welt hatte man keine Ahnung.
Und Angst war auch nicht wirklich spürbar, erst beim 2. Mal

Ich hab in der Erinnerung eine schöne Kindheit.
Ich durfte viel entdecken und ausprobieren. Meine Eltern haben mich immer unterstützt.
Aber durch die Stimmungsschwankungen meiner Mutter habe ich wohl schon früh angefangen sehr ausgeglichen zu sein. Zwanghaft. Immer Rücksicht genommen.
Mein Helfersyndrom ist nicht zu verachten und meine Fähigkeit Nein zu sagen ist praktisch nicht vorhanden. Aber meine Therapeutin ist wirklich toll...ich habe
zumindest schonmal gelernt, wie es sich anfühlt wenn Kopf, Bauch und Gefühl sich einig sind wenn ich Nein sage. Kein schlechtes Gewissen. Dann bin ich rückfällig
geworden und siehe da, hat sich angefühlt als hätte ich mich selbst verraten. Und eine für mich ebenso wichtige Erkenntnis. Das gute Gefühl beim Nein sagen war...
hmm...weiß grad nicht wie ich es ausdrücken soll. Kurzlebig, weil es richtig war und damit abgehakt. Vielleicht trifft das so ein bischen. An dem Verratgefühl knabber
ich nach 6 Wochen immernoch ziemlich stark. Es scheint als hätten negative Gefühle länger die Macht mich zu beeinflussen. Versteht man das?
Nackenverspannungen, da sagst Du was Alena. Ich kann inzwischen einen Ratgeber schreiben...."Alles was bei Nackenverspannungen nicht hilft" der hat bestimmt schon einiges an Seiten.
Ich habe durch mein Rheuma bedingt lange gedacht ich müsste meinen Körper heilen, in den letzten Monaten habe ich mich mehr als einmal gefragt,
ob ich nicht eher meine Seele heilen muss, damit ich überhaupt eine Chance habe, daß es meinem Körper besser geht.
Und mein Rheuma...tja, wo ich auf keine Langzeittherapie angeschlagen habe...gott, ich mag gar nicht drüber nachdenken.
Seit ich mehr auf meinen Bauch höre, kommen mir immer wieder komische Gedanken in den Kopf geschossen.
Über die habe ich in meinem Leben bestimmt mal nachgedacht, aber mein Bauch erzählt das alles so eindringlich.
Da wirds dann iwie zur Gewissheit und lässt sich nicht mehr verdrängen.
So ich geh jetzt mal googlen...Theta - Zustand in Minuten für Dummies. Hab grad das Gefühl ich bin sowas von unwissend und ich dachte immer ich habe Ahnung vom
Leben. Wiso hat mich blos keiner mit 20 so fies verlassen....aber besser spät als nie. Komisch, sag ich in letzter Zeit ständig.
Ach ja, dieses Jahr glaub ich nicht das ich die Ruhe zum Kurs habe. Ich hab die nächsten 3 Monate echt viel im Job zutun, daß ist sicher. Ich bin aber grad unschlüssig,
ob ich nicht grad deshalb doch früher anfangen soll. Ich dachte ich übe bis Feb. erstmal für mich und mach dann in Ruhe einen Kurs. Aber das dauert ja eh länger...ich
bin grad gar nicht so sicher, ob das nicht wieder ne blöde Ausrede meines mich selbst sabotierenden Egos ist. Ist das sinnvoll in einer massiv stressigen Zeit anzufangen?
So ich werd dann mal jetzt mit meinem CD Meditationslehrer die Treppe runtergehen und zack ab ins Land der Träume. Zumindest das ist in meinem Leben derzeit
sicher. Ok gleich noch einen Plan machen, morgen kauf ich Entspannungsmusik ohne geplapper.
Nochmal DANKE und jetzt auch gute Nacht.
Sanny