AndreasA
Mitglied
- Beiträge:
- 54
- Themen:
- 1
- Danke erhalten:
- 11
- Mitglied seit:
Zitat von Tuvalu123:ch hoffe, dass deine Ex, das für sich mitgenommen hat und sie hat es frühzeitig beendet
Nun... ich denke, das ist genau das, was bei ihr passiert ist. Deckt sich auch 1:1 mit ihrem Verhalten und ihren Worten.
Ob die Hoffnung vergebens war, wissen wir erst, wenn das endgültige "nein" von ihrer Seite aus kommt. Bis dahin ist alles reine Spekulation. Aber genau dieses krankhafte Spekulieren in jedwede Richtung, bzw. diese Spirale, wie es Kölsche Jung richtig bezeichnet, muss ich endlich raus. Es gibt Fakten, mit denen ich mich befassen kann. Alles darüber hinaus kostet nur Energie. Leider ist genau dieses immer wiederkehrende Spekulieren und dieses "Wiederkäuen" der Situationen und des Gesagten wie ein Zwang. Wenn ich versuche, es zu verdrängen/ zu stoppen, drehe ich ähnlich durch, wie wenn ich es doch wieder tue und mich bis zur Besinnungslosigkeit im Kreis drehe.
Das einzige was mich hin und wieder beruhigen kann ist der Fakt, dass ich noch nicht bereit für sie bin. Dass ich selbst noch Zeit brauche. Ich stelle mir vor, sie hätte mir nun geschrieben und nach einem Treffen gefragt. Wenn ich mich in diese Situation versetze, merke ich wie mich das unter Druck setzt. Und dann bin ich immer ein stückweit froh, dass sie sich nicht gemeldet hat und dass ich noch Zeit habe, um meinen Mist auf die Kette zu kriegen.
Ich muss evtl. noch etwas erklären, um meine Verhalten zu erklären: Ich hatte schon einige hässliche Trennungen hinter mich gebracht. Ich habe in der Summe eine Großzahl an Trennungsfehlern begangen. Angefangen von Betteln bis hin zum Stalking. Ich habe bisher 3 Exfreundinnen zurück bekommen weil ich um sie "gekämpft" hatte. Allerdings war nichts davon von langer Dauer. Es hat nur sehr viel Zeit, Energie und jede Menge Geld gekostet... und Würde. Im Endeffekt war es nichts, was mir etwas Positives gebracht hat.
Dieses Mal habe ich nichts von alldem gemacht. Ausgenommen beim Trennungsgespräch. Da war ich anfangs noch gefasst und ruhig... aber als sie es aussprach, Schluss machen zu wollen und in Tränen ausbrach, konnte ich mich auch nicht mehr beherrschen. Zumal ich allgemein in einer prekären Situation war und meine Nerven ohnehin bis zum Zerreißen gespannt waren.
Nun... ich habe geweint, habe versucht, sie umzustimmen... aber habe dann jedoch die Sinnlosigkeit erkannt und ihr gesagt, dass meine Liebe zu ihr nicht echt wäre, wenn ich ihren Wunsch nicht respektiere. Und wenn meine Abwesenheit nötig ist, damit sie wieder klar kommt, dann will ich ihr das auch gewähren. Usw blablabla.
Als wir uns wieder gesehen haben, konnte ich diesen Gefühlsausbruch zum Glück etwas relativieren. Ich sagte sowas wie "ich war in dem Moment einfach völlig überfordert mit allem" was auch der Wahrheit entsprach. Darauf meinte sie nur, dass es ihr da ganz genauso ging und dass wir beide einfach völlig am Ende waren. Würde behaupten, dass ich da mit einem blauen Auge davon gekommen bin. Im Endeffekt haben wir uns beide da nichts geschenkt. Wir waren beide nur am heulen und haben uns ewig umarmt, gedrückt, geküsst... es war keine einseitige Geschichte.
Also habe ich mal abgesehen von kleinen Spritzern eine weitgehend weiße Weste behalten. Ich habe sie nie beschimpft, keine Vorwürfe gemacht und habe sie komplett in Ruhe gelassen. Es gab keinen Streit, keine Aggression und vor allem keine Gewalt.
Natürlich bedeutet sie nicht, dass es nun Erfolg zeigen wird, nur weil ich mal ein völlig anderes Verhalten an den Tag lege als es in der Vergangenheit der Fall war... aber es ist eben nicht hoffnungslos. Einzig dieses krankhafte im Kreis drehen und dieses verbissene Leiden muss aufhören. Jemanden zu lieben und zu vermissen ist das eine... sich selbst zu zerstören das andere...
