Zitat von RyanG: Ich habe ihr gesagt, dass ich in EINEM Forum ein Tagebuch schreibe. Ich erzählte ihr auch von meinem Thread bzgl. der "echten Liebe".
Zitat von RyanG: Ich habe das aber nicht erzählt, damit sie sucht, sondern ich erwähnte es, weil sie so an meiner Liebe zweifelte und da packte ich die Info mit dem Tagebuch aus. Dachte, dass ich ihr damit zeigen könnte, wie meine Gedankengänge waren.
Sowas dachte ich mir und kannst du verstehen, RyanG, dass das auf manche hier manipulativ wirkt?
Denn du hattest nunmal Hintergedanken, und nicht aus reiner Naivität heraus dein Herz auf der Zunge getragen, sondern wolltest mit dieser Mitteilung etwas bei deiner Ex(?) bewirken.
Dahinter steckt das, was ich schon mehrfach hier thematisiert habe: dein Anspruch, mit deiner wahren, echten Liebe ihre (eure) Beziehungsprobleme "heilen" zu können.
Zitat von thegirlnextdoor: Ich sehe keinen weißen Ritter sondern einen verletzen, unsicheren Mann, der unglücklich auf Liebe hoffte und sich mit Peitsche und Zuckerbrot hinhalten ließ
Dachte ich anfangs auch aber schau mal genauer hin, liebe @thegirlnextdoor. Sein Antrieb dranzubleiben ist jedesmal, dass er ihr nur wirklich klar machen muss, wie sehr er sie liebt, und wie anders als andere Männer er ist weil seine Liebe ja echt und rein ist und er nur die besten Absichten sie hat - wenn sie DAS nur endlich erkennen und ihm ganz vertrauen würde, dann wäre doch alles gut zwischen den beiden...
Das ist an vielen Stellen hier deutlich geworden dass dies sein Motor ist und für mich ist das total typisch für den weißen Ritter.
Die sind übrigens meistens unsichere und verletzliche Männer, die unglücklich auf Liebe hoffen, und ihren Selbstwert aus der Vorstellung beziehen, verlässlichere, bessere, treuere usw. Männer für ihre Angebetete sein zu können, als deren bisherige Partner es waren. Nicht umsonst suchen sich diese Ritter ja Frauen aus, die eine Geschichte mit schlimmen, schwierigen Beziehungen hatten (so wie auch diese Frau hier), welche natürlich immer an den schrecklichen Männern lagen, die sie vorher hatten.
Zitat von Doppelherzchen: Es geht dann irgendwann vielleicht auch um Macht, auch wann sich die Beteiligten dessen nicht bewusst sind.
Natürlich! Je emotional instabiler die Protagonisten, je größer die Ängste vor Nähe und/oder Verlust, desto wichtiger ist es ja, die Beziehungsmacht inne zu haben, um die Ängste besser kontrollieren zu können.