Hey Bodu,
Zitat von Bodu: Weißt du, es ist einfach der Gedanke da, ich wollte das ganze ja nicht. Ich bin in irgendetwas hineingeworfen worden, wo ich mich nicht dafür entschieden habe. Es war nicht meine Entscheidung und das tut einfach weh, weil ich da nichts machen kann und ich muss es so hinnehmen.
Das kann ich voll nachvollziehen. Da entscheidet eine Person über mein ganzes Leben und ich kann nicht mitreden. Ich fühlte mich auch passiv und abhängig. Um sich für eine Beziehung zu entscheiden, braucht es das ja von beiden, um sich gegen eine Beziehung zu entscheiden, reicht ein nein.
Mir hat es geholfen, zu sehen, dass es viele Situationen im Leben gibt, die wir nicht beeinflussen können. Jemand kann sterben, der uns nahe steht, Corona kann ausbrechen und das Leben ist nicht wie zuvor, Schimmel im Haus, eine Naturkatastrophe usw...Veränderungen passieren, das Leben ist Wandel und als Mensch haben wir Fähigkeiten, damit umzugehen. Wir können ein neues Leben unter neuen Bedingungen aufbauen und es gestalten.
Theoretisch können wir aus jedem Umbruch gestärkt hervorgehen, so dass wir
im Nachhinein dankbar sind, dass der Umbruch kam. Das spürt man in dem Moment natürlich nicht.
Zitat von Bodu: aber die gemeinsame Familienzeit, die es nicht mehr gibt, schmerzt mich gewaltig.
Als ich den Liebeskummer hatte 2018, war die Traurigkeit um den Typen das kleinere Übel. Schlimmer war, dass ich den Eindruck hatte, mich von meinem Lebenskonzept verabschieden zu müssen. Ich war ja 33 und überall hört man, dass man nur bis 35 Kinder bekommen kann, dann sei es vorbei. Das war also der harte Teil. Sich vom Lebenskonzepz verabschieden zu müssen und ein neues zu entwickeln. Ist mir nicht so gelungen, macht aber nix, denn Mutter bin ich ja dann mit 37 super easy geworden
😅 Wäre ich gern jünger gewesen? Ja. Ist es schlimm? Nein
🤷♀ Ehrlich gesagt, bin ich
dankbar im Nachhinein, dAr. es so ist, wie es ist. Mit dem von damals ist es besser, kein Kind zu haben. Ich konnte so auch eine Zusatzausbildung abschließen, die ich mit Kind nur schwer geschafft hätte.
Was ich sagen möchte: Du hast ein Bild von einer Familie, eines, das dir viel bedeutet. Das darf betrauert werden und die Kunst ist es, ein neues Bild zu erschaffen, mit dem du auch zufrieden bist oder sogar noch glücklicher. Es gibt mittlerweile so viele getrennte Familien, dass du dich da inspirieren lassen kannst, wie Familie eben auch aussehen kann. Hast du Freunde, die das leben? Bau dir einen Kreis auf, die das leben. Eine Freundin von mir hat einen Patchworkstammtisch gegründet, und zu hören, wie es andere machen. Vielleicht hast du da Ideen?
Zitat:Zitat:
Zitat von Bodu: Ich glaube aber, das sind die Unternehmungen die wir gemeinsam gemacht haben. Die kann man nicht so schnell vergessen.
Du sollst sie ja auch nicht vergessen. Dann würdest du ja einen großen Teil deines Lebens vergessen. Wer das tut, ist krank. Alzheimer oder so
😂 Aber betrauern und neue Erinnerungen erschaffen.
Zitat von Bodu: Und da ist es, wie z.B.: Sie hat meinen Sohn jetzt zum 3. mal zu spät in die Schule gebracht, weil sie verschlafen hat.
Okay, wenn man das ohne Wut betrachtet, würde ich eher fragen, ob es ihr gut geht und ob ich unterstützen kann. Eben ohne Vorwurf sondern in echter Sorge um die Mutter meiner Kinder. Möchte nochmal anmerken, dass ihr auch eine andere Umgangsregelung finden könntet. Warst du nochmal bei der Beratung vom Jugendamt? Gehst du weiter hin?
Zitat von Bodu: Ich weiß zur Zeit einfach nicht, wie ich mit ihr kommunizieren soll
Freundlich und zugewandt.
Wichtig ist meiner Meinung nach, dass du dir immer genau überlegst, was du willst, was dein Ziel ist, was du machen möchtest und dann erst in so ein Gespräch gehst. Dabei hilft die Therapie und vor allem die Beratung beim Jugendamt. Und auch meist ein Stift und ein Zettel
😁 Zitat von Bodu: eigentlich habe ich mich immer im Kreis gedreht. Selbstmitleid hoch 3
Sei nicht so gemein zu dir! Das ist ja ein großer Umbruch und traurig zu sein ist normal und wichtig.
Zitat von Bodu: Seit der Trennung sind jetzt 11 Monate vergangen und es muss jetzt irgendwie mal ein Neuanfang her,
Kann ich auch verstehen. Der Neuanfang ist aber meist ein Prozess kein Zeitpunkt. Es sei denn, du möchtest ein paar Rituale ausprobieren wie Briefe verbrennen oder ein Vision Board collagieren oder so.
Zitat von Bodu: Ich habe einfach die Gedanken, was will ich in mein Leben erreichen?
Sehr gut. Dazu lohnt sich ein Vision Board. Was willst du eigentlich? Oder das 6 Minuten Tagebuch oder so.
Kommt auf deinen Typ an.
Zitat von Bodu: Das mit den Übungen, hab ich in letzter Zeit vernachlässigt, weil es mir teilweise besser gegangen ist, aber die letzten 2 Tage bin ich wieder unten
Trauer kommt in Wellen. Das ist normal. Wenn du die Übungen auch machst, wenn es dir gut geht, werden sie zu einem sehr starken und wirksamen Tool. Und zwar immer. Es kommen ja auch andere Veränderungen auf dich zu. Aber ich mach es auch mal besser und mal schlechter.
😅 Zitat von Bodu: Kann man nochmal richtig Glücklich werden?
Davon bin ich überzeugt, aber auch dass es noch etwas dauert.
Zitat von Bodu: Auch fange ich an, mich wieder ans andere Geschlecht heranzuwagen.
🙌 Wuha! Sehr gut. Ich hab damals einen Flirtkurs an der VHS gemacht. War auf jeden Fall witzig und hat geholfen, ins Game einzusteigen
😁 Zitat von Bodu: Dafür 1000 mal DANKE, muss ich auch mal schreiben.
Hast du! Und wirklich ich freu mich,dass ich hilfreich sein konnte
😘