Zitat von Femira: Nämlich den Verlust der traditionellen Familienform. Ihre Traurigkeit ist da auch deine Traurigkeit.
Ich glaube auch, da hadert sie gewaltig, wenn sie mir bei mir ist. Mein Sohn ist der gleiche. Er hat ja innerhalb der Beziehung immer zu meinen Eltern, die nebenan wohnen, gehen können.
Jetzt natürlich nicht mehr so oft, weil er sie nicht mehr so oft sieht. Da hat er jetzt schon öfter gesagt, er vermisst sie so sehr.
Das sind leider so starke innerliche Schmerzen für mich und meine EX lebt ihr neues Leben einfach weiter. Das ist auch ein Teil, wo ich mir denke, über solche Sachen hat sie überhaupt nicht nachgedacht und da hat sie, meiner Meinung, auch bei den Kindern viel angerichtet. Ich glaube aber, die sieht sie oder spürt sie nicht, da die Kinder dort es ihr nicht sagen und wenn ich das anspreche, es einfach unterm Tisch gekehrt wird.
Ich schaue das es bei mir passt.
Zitat von Femira: Kennst du das Bilderbuch Ein Ort für meine Traurigkeit? Ich liebe es sehr. Vielleicht gefällt es dir auch und du magst es deiner Tochter vorlesen?
Das liest sich nach einer guten Idee und hab es bestellt. Werde ich ausprobieren.
Zitat von Femira: Alle haben nie nach den Tieren gefragt. Vielleicht ist es zu schmerzhaft? Vielleicht wollen sie mich nicht stressen? Vielleicht denkt man zu selten daran, wenn man nicht getriggert wird?
Es ist irgendwie, die Tatsache, das sie gesagt hat, die Hunde bleiben sowieso bei mir. Sie kann sie nicht mitnehmen, da dort keine Hunde erlaubt sind.
Meine EX weiß, das ich die Tiere nicht hergeben kann. Sind mir auch stark ans Herz gewachsen. Es geht einfach ums Prinzip. Da hat sie die Verantwortung einfach wieder mir übertragen und überhaut nicht nachgedacht.
Du weißt das Tiere viel Arbeit bedeuten und wenn ich da meine Eltern nicht hätte, wie sollte ich zwei Hunde mit einem Vollzeitjob und Nebenjob betreuen?
Zitat von Femira: Ich bin ziemlich fest davon überzeugt, dass wir uns immer trennen, wenn ein gewisses Maß an Verletzungen angefallen ist. Das lässt sich dann schwer wieder gut machen.
Das stimmt schon, denn wenn man keine Verletzung hat, wird man sich auch nicht trennen. Aber man hätte es kommunizieren können. Ich bleib dabei, habe viel nachgedacht und bin immer noch nicht schlauer geworden, wo ich sie so schwer verletzt habe, das man zu mindestens noch zu einen Paartherapeuten gehen hätte können und diese Hilfe dabei beansprucht. Dabei meine ich nicht das man die Beziehung hätte retten können, aber vielleicht die Beweggründe erarbeiten können.
Ich habe ihr damals vor dem Altar ein versprechen gegeben "in guten und in schlechten Zeiten". Meiner Meinung nach ist sie vor dem Versprechen davongerannt und geht jetzt ihren leichteren Weg. Für mich ist er nicht so leicht.
Zitat von Femira: Was hilft dir, nicht zu Bagatellisieren? Was kannst du machen, was brauchst du in unserem Gespräch von mir?
Ich glaube zu seiner Meinung stehen und nicht jedem alles Recht machen wollen. Ja, da muss ich noch viel an mir arbeiten.
Weißt du, ich bagatellisiere unsere Elternebene deswegen, weil ich glaube wenn man an ein paar Schrauben dreht, sie doch nicht so schlecht läuft. Wie ich in diesem Forum über andere "Fälle" gelesen habe, da möchte ich nicht hinkommen und meine EX sicher auch nicht, denn die Kinder sind uns das wichtigste im Leben.
Wir haben jetzt auch unseren Jahresplan, wegen der Kids, gemacht und haben dabei gut kommuniziert. Auf Augenhöhe!
Es hat sich da schon ein bisschen was geändert.
Leider ertappe ich mich in letzter Zeit öfters, das ich Menschen, außer Freunde, meide. Ich mache zur Zeit viel alleine, wünsche mir aber im inneren ich hätte Gesellschaft. Beim Einkaufen, fühl ich mich voll unwohl und lasse das Geschäft schnell hinter mir.
Zuhause dann, wenn die Kinder nicht da sind, wieder alles ruhig und eine innere leere. Ist irgendwie ein Teufelskreis.