Thegirlnextdoor
Gast
Zitat von KuddeI7591:"Ein bisschen Stabilisierung"... wie viel ist "ein bisschen"? Was ist, wenn das "bisschen" in der Tat (viel) zu wenig ist? Helfen zu wollen, heißt auch, ein stückweit Verantwortung zu haben/zu übernehmen - auch in der Selbsteinschätzung eigener Fähigkeiten, Hilfe zu leisten.
Dir ist aber schon bewusst, dass das selbst Therapeuten so pauschal nicht gelingt..?
Es gibt erfolgreiche Therapien - und es gibt genügend Therapieversuche, die scheitern. Liegt auch nicht immer am Patienten. Therapeuten sind auch keine Zaubermeister und nicht allwissend.
Gemäß deiner Logik bräuchte keiner versuchen, überhaupt einem anderen zu helfen... da wir alle keine professionellen Therapeuten sind und es nicht gut genug einschätzen können.
Wenn jeder so denken würde, wäre die Welt aber ein noch traurigerer Ort als sie es ohnehin schon ist.
Dieses Thema mal außen vor: ich schrieb ja oben genau das auch, dass nicht jeder in jeder Situation jede Hilfe annehmen kann - selbst wenn er ursprünglich darum gebeten hat!
Wenn Dinania hier nicht machen kann, was alle ihr raten, ist das so - und es ist ihre Sache!
Wer sich daran "aufgearbeitet" hat und sich davon belastet und erschöpft fühlt, hat in meinen Augen ganz andere Probleme, die er selbst für sich näher in Augenschein nehmen sollte.
Sollte man deswegen pauschal nicht mehr versuchen, zu "helfen"..?
Ich meine, nein.
Ich selbst habe schon zu viel wertvolles Feedback von Menschen bekommen, die für das bisschen Zuspruch und Hilfestellung dankbar waren.
Das ist für mich tausendmal relevanter als das Geunke, das manche aus einer Laune heraus veranstalten.