Ein spannendes Update:Vor längerer Zeit war eine Frau an mir interessiert, die ich auch toll fand, aber natürlich stehen lassen musste. Gestern haben wir uns wieder geschrieben und sie würde am Wochenende gerne mit mir ins Kino und etwas essen gehen. Vorab: Ich werde sie nicht in den S****ß mit reinziehen! Deshalb werde ich ihr zu Beginn die Situation erklären, in der ich mich befinde. Wenn ihr das zu blöd ist dann mit mir, dann ist das halt so. Ich will schauen, was passiert (auch gefühlsmäßig bei mir), dabei aber mit offenen Karten spielen.
Jedenfalls habe ich meiner Frau nun mitgeteilt, dass wir in einer Kleinstadt wohnen und sie oder wer anders uns dann sehen würde, sie soll es lieber von mir erfahren. Sie wurde daraufhin wütend, hat mir gesagt, dass sie mich dann nicht mehr sehen kann/will, weil sie das nicht aushalten wird, es verletzt sie und dann hat sie sogar geweint, gleichzeitig aber auch zugestimmt, dass sie mir das nicht verbieten kann, weil sie das ja selbst so macht... Es war ein bunter Mix aus Gefühlen.
Vor dem Schlafengehen haben wir uns bis spät in die Nacht über unsere Beziehung unterhalten. Wir kamen beide zu dem Schluss, dass diese etwas so besonderes ist, dass die Liebe zu jemand anderem nie wieder so stark werden kann, wie sie es bei uns war und dass wir für neue Partner auch nicht mehr bereit wären, so viel in Kauf zu nehmen (Fernbeziehungen usw.). Wir beide wünschen uns, dass wir uns eines Tages wieder neu begegnen. Sie sagte mir sogar, dass ich für sie der wundervollste Mensch (Zitat) bin und egal was passiert, immer ihre wichtigste Liebe in ihrem Leben sein werde. Wir haben uns mehrmals weinend in den Arm genommen und haben dann im Bett wieder nebeneinander gelegen (dass wir uns berühren, wollte sie nicht).
Heute morgen machte sie aber nochmal klar, dass sie Abstand braucht (jetzt sagte sie Abstand und nicht mehr Trennung, ich behielt diese Feststellung lieber für mich), wenn das wieder mit uns werden soll. Sie sei mit allem überfordert und habe auch nicht so viel Zeit für ihren neuen Typen. Sie brauche den Abstand, um für sich zu sein. Sie hat große Angst davor, dass wenn wir jetzt wieder zusammen kommen, wir wieder in die kühlere Gewohnheit verfallen. Ich sagte, dass das nicht mehr passieren wird, dass es ja seit der "Trennung" noch nicht passiert sei und das ich fühle, dass wir daraus gelernt haben. Sie entgegnete dem aber, dass es dazu mehr Zeit brauche, ihr Gefühl ein anderes sei. Vielleicht hat sie recht, was den Abstand betrifft, ich weiß nicht...
Was das verändert hat: Es geht nicht mehr um "
wir sind getrennt und kommen vielleicht eines Tages wieder zusammen, wenn wir uns in dieselbe Richtung entwickeln, aber da sollen wir keine Hoffnung drauflegen", sondern um "
wir brauchen eine Weile Abstand voneinander und kommen hoffentlich in nicht allzu ferner Zukunft wieder zusammen, dazu müssen wir an uns arbeiten".
Wie würdet ihr das interpretieren? Und die Frage, auf die ich im Moment keine Antwort finde, ist: Sie will doch den Abstand, sie will, dass wir uns nicht begegnen. Aber dann ist es doch an ihr, zu gehen, in ihrer Rückzugswohnung zu bleiben, oder? Klar, es gibt noch unseren Hund, den sie sehen will, aber den kann sie ja auch besuchen, wenn ich nicht da bin (ich bin oft außer Haus). Sollte ich mehr Bereitschaft haben, bei Freunden zu schlafen, öfters weg zu sein? Ist es wirklich besser, wenn ich ihr damit entgegen komme?
