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Trennung von Soldat endgültig - wie weiter machen?

mellibelli1995

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ich stecke gerade in einer schwierigen Phase. ich hole mal etwas weiter aus. im Mai letzen Jahres haben wir erfahren das mein Freund in den auslandseinsatz nach Mali muss (er ist bei der bundeswehr). ich hatte die ganze zeit angst das wir das nicht schaffen aber er war sich sicher und hat mir immer wieder mut gemacht. Mitte Oktober ging es dann los. am Anfang war alles in Ordnung. nach knapp 2 Monaten hat er sich plötzlich nicht mehr gemeldet. er hat auf meine Nachrichten nicht reagiert auf whats App seine blauen Haken und zuletzt online ausgemacht. das alles habe ich Weihnachten bemerkt und daraufhin dann ewig viele Nachrichten am Stück geschrieben weil ich so verzweifelt war. daraufhin kam er dann online und hat mir gesagt das alles okay ist. 2 Wochen später kam dann eine Nachricht. es tut ihm leid das er sich solange nicht gemeldet hat er lebt in seiner eigenen Welt fühlt sich dort wohl und hat gemerkt das er lieber alleine sein möchte und somit diese Beziehung nicht mehr will. es hätte nichts mit dem Einsatz zu tun der hätte das nur beschleunigt. es ist auch nichts gegen mich er fand unsere Zeit schön nur hat er gemerkt das er sich alleine wohler fühlt. es würde ihm nicht leicht fallen da er weis wie sehr er mich damit verletzt. nach dieser Nachricht musste er raus und hat jetzt ewig kein Internet. das hat er also extra so gelegt mir das da zu sagen wo ich garkeine Chance habe meine fragen zu stellen.

ich kann das nicht verstehen. wie kann er denn wissen das er sich zuhause auch alleine wohler fühlt?er muss ja wieder in unsere Welt zurück! und was ist dann? wie kann er sich da so sicher sein?

ich bin in ein ziemliches Loch gefallen. ich sehe keinen Sinn mehr in meinem Leben. ich bin zu ihm in seine Wohnung gezogen und auch finanziell von ihm abhängig. jetzt stehe ich alleine da. er meinte bis er in ca einem Monat zurück kommt kann ich in der Wohnung bleiben. danach kann ich übergangsweise zu meinen Geschwistern aber trotzdem habe ich wahnsinnige Angst vor der Zukunft.

ich weiß nicht wie ich alleine leben soll. ich kann nicht alleine sein. die letzten 3 Monate habe ich damit verbracht auf ihn zu warten. jetzt sehe ich keinen Sinn mehr in nichts. ich habe nur für diesen Mann gelebt und er ist jetzt weg. suizidgedanken habe ich auch. möchte es aber eigentlich durchhalten bis er wieder da ist damit ich meine fragen beantwortet bekomme. ich weiß aber nicht ob ich das solange aushalte. ich sehe einfach keinen Grund mehr zu leben. freunde habe ich nicht wirklich. meine Eltern sind tot. meine Geschwister wollen mich auf Dauer auch nicht in unserem Haus haben. ich fühle mich so überflüssig.

08.01.2018 18:04 • #1


Katasmile


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Hi Du, fühl dich mal ganz fest gedrückt und umarmt!
Ganz vielen hier ging es nach der Trennund so schlecht wie dir. Mir hat es damals auch den Boden unter den Füßen weggerissen. Habe mein Leben gefühlt fast bei Null neu gestartet.
Und in der ersten Zeit hatte ich auch oft den Gedanken, dass ich diesen Schmerz nicht mehr ertragen kann und will.
Solche Gedanken haben hier bereits viele geschildert, also du bist damit nicht alleine!

Allerdings kann ich dir eines versichern. Kein Mann ist das wert. Dazu ist das Leben zu schön. Vorallem wird dieser Trennungsschmerz auch wieder vergehen, das kann ich dir versichern. Ich konnte es mir damals auch nicht vorstellen, aber er vergeht. Langsam, aber sicher. Und eine Lösung gibt es immer. Aber du musst dir Hilfe suchen.
Wenn du Jemanden zum Reden brauchst, findest du hier Zuhörer. Kotzt dich aus, wein dich aus.
Auch für alles Andere finden sich Lösungen. Wende dich trotzdem an deine Geschwister, erzähl ihnen wie schlecht es dir geht und dass du Hilfe brauchst. Es gehr doch jetzt erstmal darum, einen Schritt nach dem Anderen zu machen. Fu musst doch nicht jetzt schon darüber nachdenken, ihnen zu Last zu fallen.

Wie wäre es, wenn du mal im Internet nach Frauenberatungsstellen googelst, zB von der Caritas. Da kannst du dich beraten lassen, welche Möglichkeiten es gibt. .

Ich versteh dich, wir verstehen dich. Aber du bist nicht allein. Vertrau uns bitte, dass das Leben wieder schön sein wird. Nur anders.
Du hast nicht nur ihn! Du hast noch Familie und du hast dich selbst.

lg

08.01.2018 18:26 • #2


mellibelli1995


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es ist einfach alles so unverständlich. ich würde so gerne endlich alles mit ihm klären.
es ist nicht nur die Trennung. in meinem Leben ist viel Mist passiert. mein Vater ist gestorben als ich 9 war meine Mama im Sommer 2016. dazwischen würde ich gemobbt wurde deshalb magersüchtig... nach dem Tod meiner Mama war er für mich da. er war mein halt hat mich bei sich aufgenommen. und jetzt fällt dieser halt weg. er war alles wofür ich gelebt habe.

ich möchte einfach kein Leben führen in dem immer solche schlimmen Dinge passieren. ich bin Anfang 20 und musste schon mehr durchmachen als manch 50 jähriger. so macht doch kein Leben Spaß...icj Frage mich womit ich das verdient habe...was ich der Welt getan habe..

08.01.2018 18:32 • #3


Katasmile


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Gar nichts hast du getan. Das Leben ist manchmal ungerecht.
Aver du hast wirklich schon viel durchgemacht. Natürlich klammert man sich da an Andere. Aber es ist wichtig, dass man früher oder später lernt, ohne diese Stütze zu stehen. Du brauchst dazu noch Hilfe. Lass dich bitte beraten. Du hast die Magersucht schon bekämpft, schon viel gemeistert, du bist alsi sehr stark. Mach dir das mal bewusst, was du schon alles ausgehalten hast. Aber bitte lass dich betaten, hol dir Hilfe um noch stärker zu werden. Geschwister, Arzt,...
Ich habe auch ein paar Therapiestunden nach der Trennung gebraucht. Es hat gut getan zu reden.
Du bist nicht allein. Ruf deine Geschwister heute noch an. Hier findest du auch Trost.

08.01.2018 18:39 • x 1 #4


mellibelli1995


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meine Geschwister verstehen mich nicht so richtig. sie sagen ich soll nicht so rumjammern. sie kamen mit den Situationen immer besser klar als ich. ich habe immer nur verdrängt.
ich weiß das ich lernen muss alleine klar zu kommen. aber ich weiß nicht wie. ich traue mir das nicht zu. mein ganzes selbstbewusstesein habe ich aus ihm gezogen. und mit ihm ist das auch gegangen...ich fühle mich sinnlos und überflüssig.
ich kann nicht essen nicht schlafen. das einzige was ich kann ist rauchen...aber das extrem viel...

und ich verstehe ihn einfach nicht. er wollte im April aufhören mit der Bundeswehr wir wollten wegziehen eine Familie gründen etc. und jetzt das! bei seiner Familie meldet er sich auch kaum. soldaten brauchen doch Unterstützung im Einsatz und er kapselt sich so ab...

08.01.2018 18:46 • #5


Katasmile


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Deine Geschwister werden hoffentlich trotzdem für dich da sein in so einer Situation. Und sie haben ja schließlich mit euren Eltern das Gleiche durchgemacht wie du. Aber du musst über deinen Schatten springen und dich bei ihnen melden.

Zu deinem Freund. Das ist auch schwierig zu verstehen. Ich verstehe meinen Ex bis heute auch nur teilweise. Meistens bekommt man auch keine Antworten, weil oft einfach die Gefühle verloren gehen. Das passiert, das kann man nicht erklären. Ich denke, bei solchen Einsätzen/ Berufen wie deinem Freund ist das nocheinmal etwas Anderes. Das sind vielleicht sehr belastende Erfahrungen dort. Das kann Menschen verändern denke ich mir.Dass das Selbstwertgefühl bei einer Trennung weg ist , ist auch normal. Mir ging es genauso.

08.01.2018 19:23 • #6


Gorch_Fock

Gorch_Fock


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Hallo Kata, ja jeder der länger mal bei der BW war kennt diese Belastungen, die für Außenstehende nur schwer verständlich sind. Auf Youtube konnte man sich ja jüngst mal einen Eindruck vom Mali-Einsatz machen (auch was die Versorgung mit W-Lan, Freizeitmöglichkeiten, Einsätze angeht).
Auslandseinsatz ist halt kein Spaß. Weder gibt es dauernd W-Lan (nach der Youtube Serie war es zeitlich beschränkt pro Tag) noch kann man immer "Schreiben" so wie das heute insb. Frauen gerne "erwarten".
Wenn Du dich so abhängig fühlst, musst Du an Dir arbeiten und selbständig werden. Es kann auch nicht sein, dass Du dich jetzt in Abhängigkeit begibst wenn sein Zeitvertrag im April ausläuft. Dann bekommt er noch ein bisschen Berufsförderungsdienst und dann war es das. Aus eigener Erfahrung haben viele junge Soldaten dann eh wieder Probleme sich im Zivilleben zurechtzufinden.

08.01.2018 21:34 • x 1 #7


mellibelli1995


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ich habe mich ja schon bei meinen Geschwistern gemeldet aber wie gesagt sie finden ich jammer. zu viel rum...für die ist die Sache einfach abwarten und mit ihm reden..
aber mir fällt das so unfassbar schwer...ich wohne noch in unserer gemeinsamen Wohnung und alles erinnert an ihn...ich weiß nicht wann er nachhause kommt und vor allem wie. wie ihr sagt das ist eine Belastung da unten. aber genau da fängt es an keinen Sinn für mich zu machen. wie kam man in einer so belastenden Situation sagen man fühlt sich wohl und sich bei niemandem.mehr melden ?

09.01.2018 06:41 • #8


mcteapot


Zitat von mellibelli1995:
ich habe immer nur verdrängt.

Da kannst du ansetzen, warum verdrängst du denn so viel. Du hast doch schon viel geschafft. Magersucht bekämpft!

Selbstmord ist keine Option, darüber soll man nicht nachdenken.

Wenn er einen Auslandeinsatz hat, kann viel passieren, Internet ist dort auch nicht immer selbst verständlich. Wieso bist du abhängig, wo hast du denn gelebt, bevor du zu ihm gezogen bist? da musst du doch auch irgendwo gewohnt haben?
Du wirkst so jung, so verletzlich. Aber ohne Selbstbewusstsein macht man sich immer klein und von Anderen abhängig, bettelt um Aufmerksamkeit, um Liebe und das führt zu unguten Beziehungen, auch zu sich selbst.

Du hast noch ein paar Monate bei ihm in der Wohnung. Somit genug Zeit um auf die Beine zu kommen, sein Leben selbstständig und selbstverantwortlich zu führen.

09.01.2018 06:56 • x 1 #9


mellibelli1995


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ich hab noch einem Monat in der Wohnung.
vorher hab ich in meinem.elternhaus gewöhnt kurz nachdem meine Mama gestorben ist bin ich hier her gezogen...und jetzt wohnen meine Geschwister da eben alleine und wollen ihre Ruhe haben...zwillinge eben da stört sie große Schwester nur...

ich weiß nicht wieso ich immer nur verdrängt hab. aber ich bin jetzt an einem Punkt an dem ich nicht weiter weiß. ich will nicht das alles ständig so weiter geht ich weiß aber auch nicht wie ich es ändern kann.

ich kann das ja alles verstehen mit dem Einsatz und so....aber genau deshalb kann ich das so nicht akzeptieren...weul wer weiß...cielleicht ja doch wenn er nachhause kommt....

09.01.2018 07:07 • #10


mcteapot


wenn er nach Hause kommt, braucht er ne zeit, bis er sich wieder an Normalitäten gewöhnt.
Da kann man evtl, noch mal mit einander reden, aber er wird möglichweise dazu keine Lust haben. Zieh zurück ins Elternhaus. auch du hast ein Recht dort zu wohnen, wenn es deine Geschwister nicht wollen - zulassen müssen sie es, damit du nicht ohne Obdach da stehst. Rede mit Ihnen normal, sag deine Beziehung hat sich nicht so entwickelt, wie du es dir vorgestellt hast. Waren ja nur ein paar Monate.

Akzeptieren, was er für sich entschieden hat, soll man schon können, auch das gehört zu einer Beziehung. Sich für Dinge entscheiden und durchführen. Als Soldat, weil man eine Waffe führt, als Frau, weil man sich im Leben nur auf sich selbst verlassen kann, wenn man nicht in langen Beziehungen ist, und selbst diese sind nicht immer das wahre, sonst wären so viele von uns nicht hier.

Du kannst, du musst, du darfst - aber vor allem Du als Individuum. Du als du selbst, Du als Frau, als Mensch. Du kannst für dich einstehen, für dich kämpfen, für dich trauern, für dich sein

09.01.2018 07:20 • #11


mellibelli1995


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akzeptieren schön und gut aber ein anständiges Gespräch wäre trotzdem.nötig. alleine weil wir auch gemeinsam Einrichtung für sie Wohnung gekauft haben und Haustiere haben etc.
das mit dem an mich denken ist nicht so einfach. ich hasse mich! ich weiß nicht was ich an mir toll finden soll und sehe deshalb auch keinen Grund wieso es sich lohnt sich um mich zu kümmern. ich bin ja sowieso nichts wert.

09.01.2018 07:24 • #12


mcteapot


Zitat von mellibelli1995:
ich hasse mich! ich weiß nicht was ich an mir toll finden soll und sehe deshalb auch keinen Grund wieso es sich lohnt sich um mich zu kümmern. ich bin ja sowieso nichts wert.

Nanana, wenn du dich hasst, wie sollen dich dann andere lieben?
Das Eine hat sehr wohl mit dem anderen zu tun.
Darf ich fragen, wie jung du bist? Warum du dich hasst? Was ist in deinem Leben so schief gelaufen? Warum so wertfrei?

09.01.2018 07:27 • x 1 #13


mellibelli1995


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fast 23.
meine Eltern sind tot nach dem Tod meines Vaters hat meine Mama angefangen zu trinken. es war nicht schön mit einer Alk. Mutter groß zu werden...in der Schule würde ich gemobbt darauf hin kam die Magersucht. alles ist schief gelaufen. mit ihm war ich das erste mal glücklich. das erste mal hatte ich einen Grund zu leben. und dieser Grund ist jetzt weg. ich kann nicht mehr ! ich kann und will kein Leben führen in dem mich niemand braucht. ich könnte einfach verschwinden und niemand würde mich vermissen. vielleicht ein paar Wochen aber dann hätten sie mich auch vergessen.

09.01.2018 07:40 • #14


Ex-Mitglied


Zitat von mellibelli1995:
fast 23.
meine Eltern sind tot nach dem Tod meines Vaters hat meine Mama angefangen zu trinken. es war nicht schön mit einer Alk. Mutter groß zu werden...in der Schule würde ich gemobbt darauf hin kam die Magersucht. alles ist schief gelaufen. mit ihm war ich das erste mal glücklich. das erste mal hatte ich einen Grund zu leben. und dieser Grund ist jetzt weg. ich kann nicht mehr ! ich kann und will kein Leben führen in dem mich niemand braucht. ich könnte einfach verschwinden und niemand würde mich vermissen. vielleicht ein paar Wochen aber dann hätten sie mich auch vergessen.


Ich würde an deiner Stelle eine Therapie machen , klingt ja nach Suizid Gedanken was ungesund sind .

Du solltest lernen auch ohne Partner mit deinem Leben klarzukommen und dich zu lieben , gutes für deinen Körper zu tun .



* Liebe deinen Nächsten , wie dich Selbst * heißt es so schön .

09.01.2018 07:43 • x 1 #15




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