Hallo Gusi, tja wie geht es mir? Gute Frage, insgesamt recht gut, ich lese gerade ein sehr interessantes Buch mit dem Titel: Liebst Du mich, lieb ich Dich nicht! - Es geht hier um Über- u. Unterlegene in den Beziehungen, was gefühlsmässig dabei in einem vorgeht, was da eigentlich passiert, wohin es führt. Es hat mir dahingehend doch bei einigen Dingen Klarheit verschafft, zumindest kann ich heute vieles im nachhinein verstehen, ich hoffe ich habe richtig verstanden was da so alles vor sich gegangen ist. Ich lege momentan einen Großteil meiner Kraft in die berühmte Chance, ich will verstehen, dazulernen, erkennen u. bewußt werden. Ich möchte all die Dinge die in der Vergangenheit schief gelaufen sind zukünftig anderst angehen. Es hat mir zumindest soweit schon geholfen, mich aus der buhlenden Unterlegenenposition wieder hochzubringen, ich bin deutlich souveränder geworden, auch dahingehend distanzierter, daß ich Sie einfach nicht mehr mit meiner Art erdrücke. Es ändert zwar an der Grundsituation nichts, jedoch wurde sehr schnell eine Veränderung des Kräfteverhältnisses zwischen uns deutlich. Je mehr Stärke ich zeigte, desto mehr kam Sie jetzt in Zugzwang. Im Moment interessiert es mich nicht einmal, ob dies über kurz od. lang wieder zu etwas neuem führt oder nicht, sondern ich will einzig u. allein spüren, daß ich wieder ein ebenbürtiger Partner sein kann, für welche zukünftige Partnerin auch immer. Das wichtigste dabei war für mich meine Ängste u. Zweifel abzulegen, wie ich eben zwischenzeitlich lesen konnte, ist dies absolut normal u. ein ganz einfacher Bestandteil der Krise. Ja ich weiß es liest sich so einfach u. recht "gscheit", vor allen Dingen wenn man diese Phase überwinden konnte, doch wie es schon so viele, auch anfangs zu mir sagten, man schafft es. Auch die Zeit ist ein wichtiger Punkt, die muß man einfach auch absitzen, da hilft halt alles nichts. Genauso weiß ich, daß es mich irgendwann wieder ganz böse zurückwirft u. ich nicht mehr weiterwissen werde, doch ich versuche jede Minute bis dahin zu nutzen u. weiterzukommen.
Ich hoffe auch für Dich Gusi, daß Du mit Dir selber weiterkommst. Du wirst sehen, irgendwann wird der Moment kommen, da wirst Du dich trotz des Schmerzes befreit fühlen. Ob Dein Parnter uneinsichtig in seinen Dingen war, oder eben auch meine Frau nicht mehr fähig ist, mich zu lieben, von mir etwas anzunehmen, bei beiden muß schon auch die eigene Einsicht kommen u. der Wunsch nach Änderung um etwas zu bewegen. Es gehören immer zwei dazu, der eine zwar mehr u. der andere weniger, daran arbeiten müssen wenn dann immer beide. Verweigert sich ein Partnerteil hierzu, ist ein Weiterkommen unmöglich, daß muß man einfach irgendwann aktzeptieren u. auch die Konsequenzen daraus ziehen. Du bist nun diesen Schritt gegangen u. Du weißt intuitiv das Du richtig gehandelt hast. Richtig erkennen wirst Du es dann können, wenn Dir wieder das Glück einer Beziehung zuteil wird, in der Du tiefes gegenseitiges Vertrauen erleben darfst.
So, daß war wohl mal wieder mein berühmtes Wort zum Sonntag, damit würde ich vorschlagen, starten wir jetzt voller Elan in die neue Woche. Halte mich auf dem laufenden wie´s Dir so ergeht.
LG schluri
