gusi
Gast
Habe mich nach 5 1/2 Jahren von meinem Freund getrennt. Unsere Beziehung hat einfach keine Perspektive mehr. Es ist alles so kompliziert. Meine Gefühle für ihn sind unverändert, aber ich kann so nicht weiter leben. Ich kann ihm seit einigen Jahren schon nicht mehr vertrauen, weil er mich zu oft angelogen hat. Außerdem hat er mir vor 4 Jahren Geld gestohlen (das Geld habe ich dann zwar zurück bekommen, aber der Schock saß tief). Wir haben es schon mit Paartherapie versucht, haben zigmal miteinander geredet, aber ich habe die Hoffnung verloren, dass er sich ändern kann (er findet, ich sollte ihm nochmal eine Chance geben). Und ich habe die Hoffnung verloren, dass ich ihm jemals wieder vertrauen kann. Eine Zeitlang habe ich geglaubt, ich könnte mit seiner Macke leben, zumal er ansonsten ein echt guter, fürsorglicher, liebevoller, feinfühliger und intelligenter Mensch ist, mit dem ich mich sehr gut verstehe, der immer zu mir hält und der mein Traummann wäre, gäbe es da nicht sein problematisches Verhältnis zur Wahrheit (er lügt aus Konfliktscheuheit, oder weil er sich nicht ausreichend abgrenzen kann, oder weil er Angst hat, dass man einen schlechten Eindruck bekommen könnte ...; wir haben das zigmal durchgekaut; er will keine therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen; seine vorherige Beziehung ist nach 8 1/2 Jahren am gleichen Problem gescheitert). Ich kann mit dieser Macke einfach nicht leben. Die Angst davor, wieder angelogen zu werden (erst vor einigen Tagen ist wieder mal etwas rausgekommen) belastet mich so sehr, dass ich seit einigen Monaten das Gefühl habe, dass ich da raus muss, weil ich sonst noch vor die Hunde gehe. Und jetzt habe ich diesen Schritt gewagt und bin völlig verzweifelt. Es reißt mein Herz in Stücke. Und ich frage mich, ob es wirklich richtig war, ob ich nicht doch einen Weg finden könnte, damit zu leben.
Viele Grüße!
Gusi