Ema
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Zitat von MissLilly:Mal angenommen ICH hätte mit seiner Gewichtszunahme ein Problem. Würde das dann bedeuten, dass ich ihn nicht mehr lieben und so akzeptieren würde, wie er ist?
Klar!
Finde ich auch legitim 😄😅
Nehmen wir mal an, ich lerne jemanden kennen: Sportlich, durchtrainiert, gepflegt. Darüberhinaus legt er Wert auf Bildung, tiefergehende Gespräche, abwechslungsreiche Freizeitgestaltung.
Nehmen wir an, dieser Mensch häng nach zehn Jahren Beziehung nur noch im fleckigen Feinrippunterhemd auf dem Sofa, säuft den ganzen Tag B.ie.r, schaut nur noch Trash-TV und hat 40 Kilo zugenommen.
Dann kann es gut sein, dass ich ihn nicht mehr "lieben und akzeptieren" würde, so wie er ist. Weil ich ihn eventuell völlig anders kennengelernt habe.
Ist jetzt natürlich total überspitzt dargestellt.
Meistens ist es nicht so plakativ, wie oben dargestellt. Meistens ist es so, dass zwei Menschen sich im Laufe der Zeit einfach völlig auseinanderentwickeln (können, nicht müssen).
Dann passen sie einfach nicht mehr zusammen.
Viele unglückliche langjährige Beziehungen lassen sich darauf zurückführen, dass eine solche Auseinanderentwicklung stattgefunden hat, ohne dass die beiden sich das eingestehen wollen.
Oder man bleibt zusammen wegen Haus, Hof, Kindern und Hund (oder Hamster).
Dann müsste man eigentlich Prioritäten setzen: Ist mir eine glückliche Partnerschaft wichtiger? Oder sind es Haus, Hof, Hamster und die Gewohnheit?
Wer nicht in der Lage ist, solche Prioritäten ehrlich zu setzen und eben eine Kröte zu schlucken, die sich aus einer Entscheidung ergibt, fängt dann halt irgendwann an, sich unsaubere Schlupflöcher zu suchen, wie zum Beispiel eine heimliche Affäre.
Meiner Meinung nach ist es tatsächlich im Grunde ziemlich simpel.