Zitat von Ema:An ihrer allgemeinen Aufrichtigkeit. Treue ist im Grunde nur ein Nebenaspekt der Aufrichtigkeit. Und ob ein Mensch aufrichtig ist, erkennt man an unzähligen Kleinigkeiten im Alltag. Nur wird diese Tendenz zum Gemauschel, das viele Menschen an sich haben, sehr oft weggelächelt, denn "es war ja nebensächlich, es ...
Damit ist fast alles gesagt, meiner Meinung nach!
🎯👍Gemauschel trifft es ziemlich gut. Nix offensichtliches, aber ein Gefühl der Distanz. Als würde er mich irgendwie nur so halb in seinen "Tanzbereich" lassen, emotional aber auch banal alltäglich. Dadurch gab es keinerlei echte Konflikte, alles wurde abgenickt, hingenommen, ertragen und vieles einfach verborgen. Ich kann es gar nicht genau beschreiben. Begriffen habe ich das leider erst als es zu spät war. Ich denke, echte Nähe und Intimität entsteht nur durch Aufrichtigkeit.
Zum Thema: Ich kenne in meiner Familie tatsächlich keinen Betrug. Bin in einer harmonischen Familie aufgewachsen, mit den üblichen Schwierigkeiten und Differenzen. Meine Kindheit war glücklich. Bis heute lief eigentlich das meiste "wie geschmiert".
Aber auch meine Erfahrungen in Beziehungen endeten nicht immer gut. Ich war unglücklich verliebt/abhängig (habe ich an anderer Stelle erzählt), das machte mir zu schaffen. In meiner Ehe wurde ich betrogen, war heftigst enttäuscht und musste mich aus einem Loch ziehen. Dann habe ich mich getrennt und bin mittlerweile geschieden. Aber das ändert trotzdem nichts daran, dass ich mein Leben als "wie geschmiert" betrachte. Das gehört halt auch dazu und ließ mich wachsen. Ich bin glücklich Ich selbst habe nie betrogen und kann mir auch nicht vorstellen es zu tun. Aber einen Eid würde ich darauf nicht schwören. Jeder Mensch hat dunkle Seiten in sich und einen gewissen Punkt, der uns unvorstellbare Dinge tun lässt, wenn er nur ordentlich getriggert wird. Man kann dem aus dem Weg gehen, aber nicht immer trifft man die richtige Entscheidung.
Warum ich betrogen wurde, weiß ich schon. Bei mir war es die falsche Partnerwahl.
Im Endeffekt wusste ich um seine Schwäche. Ich kannte ihn schon länger. Er schwur Stein und Bein darauf, dass ich die Eine bin und er eben bisher nicht die Richtige fand. Er legte sich dafür mehrere Jahre ins Zeug. Irgendwann brach er meinen Widerstand. Ich hoffte und irgendwann machte ich mir keine Gedanken mehr darüber, wie er vorher war. Vertrauen schenkte ich immer. Eine lange Zeit hielt er alles was er versprach (Beziehung hielt knapp zwölf Jahre). Als ich von der Affäre erfuhr, hat mich das zunächst schon schockiert und auf dem falschen Fuß erwischt. Natürlich hätte ich es ihm zu diesem Zeitpunkt nicht zugetraut, nach allem war wir uns gemeinsam aufgebaut hatten. Aber als ich fertig sinniert hatte, war es doch nicht mehr so überraschend (Vergangenheit und siehe oben, Stichwort Aufrichtigkeit und Konfliktscheue). Aber bereut habe ich es trotzdem nicht und verziehen habe ich mir das auch. Es sind auch gute Dinge daraus entstanden. Ich wäre heute nicht die, die ich bin. Und die weltbesten Nachkommen sind nicht zu vergessen
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