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Jahre später wie gab es für euch einen Neuanfang?

Verflossener


Hallo, gleiches bei mir. Trennung nun genau 12 Monate her. Geschah alles recht plötzlich. Sie hat warm gewechselt und mich zurückgelassen. Blödes Gefühl. Bin nun 25 Jahre, war zuvor fast 6 Jahre mit ihr zusammen. Habe seither jeden Tag an sie denken müssen, leider. Schreckliches Gefühl, wenn man noch in die alte Sie verliebt ist. Obgleich ich weiß, dass ich aufgrund ihres Verhaltens während und nach der Trennung nicht mehr mit ihr zusammen sein möchte. Trotzdem sehne ich mich danach, dass das niemals passiert wäre. Jetzt wieder auf dem Single-Markt zu sein ist schwierig. Frauen in meinem Alter sind entweder schon in festen Beziehungen oder studieren in den Städten. Ich bin im gutbezahlten Job in der Provinz und mache meinen Master berufsbegleitend. Da bleibt nicht mehr viel Zeit. Zudem weiß ich nicht, wo ich hier noch ein nettes Mädchen kennenlernen kann. Der Markt scheint bereits größtenteils abgegrast zu sein. Ich würde niemals moralisch mit mir vereinbaren können, jemand anderen die Freundin auszuspannen, so wie es bei meiner Ex passiert ist. Aber das ganze bringt so viel Leid mit sich, wie bei mir selber erfahren.

14.10.2019 12:31 • x 2 #16


stillsad


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Zitat von Doppelherz:
meinst du durch eine neue Beziehung kannst du ihn vergessen?
Ich könnte niemanden an mich ran lassen, solange ich noch Gefühle für sie habe.
Muss es denn unbedingt ein neuer Partner sein?

Ich wünsche mir irgendwann eine Familie und dazu gehört für mich auch ein Mann. Ich habe Angst, dass von selbst niemals der Punkt kommen wird, dass ich wieder komplett frei bin. Zumindest hat das die letzten 2,5 Jahre nicht funktioniert. Ich fürchte, dass nur ich selbst mich aus meinem Schneckenhaus bewegen kann - deshalb versuche ich mich jetzt dazu zu zwingen. Ich möchte nicht für immer in der Opferrolle festhängen und mein Leben an mir vorbeiziehen lassen. Aber vorstellen kann ich mir einen anderen Mann auch noch nicht. Da geht es mir wie dir mit deiner Ex @doppelherz.

14.10.2019 19:10 • x 1 #17


Eidechse


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Zitat von Glliho:
Jeden einzelnen Tag wache ich hingegen in meinem Alptraum auf und gehe damit schlafen. Und träume oft von ihr und ihm.
Das nennt man wohl Trauma.

Das kenne ich auch....es ist ein Graus, wie das Unbewusste nachts gegen einen selbst arbeitet.

Zitat von Mona05:
Was die aktuellen Umstände angeht, Haus, Kids usw macht mich glücklich, nur meine Beziehung nicht so richtig. Was aber einfach mit dem Ex zusammen hängt und auch ein bisschen an meinem jetzigen Partner. Er ist sehr empathielos.

Kenne ich ähnlich...

@stillsad
Ich weiss nicht, ob es geht oder ob es auch sinnvoll wäre, 'frei' in eine neue Beziehung zu gehen.
Ich für mich würde gerne (ich schaffe es bei weitem leider noch nicht) statt dessen hoch erhobenen Hauptes und mit gestählten Muskeln in eine neue Bezihung gehen können. Nicht frei, sondern mit sichtbaren Narben, die jeder sehen kann, die Ber nicht mehr Leitern....

14.10.2019 19:23 • x 1 #18


stillsad


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Zitat von Eidechse:
Ich für mich würde gerne (ich schaffe es bei weitem leider noch nicht) statt dessen hoch erhobenen Hauptes und mit gestählten Muskeln in eine neue Bezihung gehen können.

Das klingt nach einem tollen Plan, das wünschte ich mir auch. Ach, es ärgert mich so sehr, dass ich gefühlt keinen Schritt weiter bin. Auch ich träume noch jede Nacht von ihm, von den täglichen Kopf-Gesprächen mit ihm mal ganz abgesehen. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, nochmal jemanden zu treffen, den ich so sehr lieben kann. Vom Vertrauen mal ganz abgesehen.

14.10.2019 19:33 • x 1 #19


nikkiiii


Hey Stillsad,

nicht den Kopf hängen. Auch ich litt damals nach meiner großen Liebe (so dachte ich zumindest) geschlagene 3 Jahre. Mal mehr, mal weniger, aber er begleite mich regelmäßig in meinen Gedanken, wodurch ich natürlich hier gelandet bin. Das Ganze ist nun 7 Jahre her und was soll ich sagen, vor 4 Jahren traf ich meinen jetzigen Mann, bin glücklich wie nie zuvor, bin aber auch dankbar, dass alles so gekommen ist.

Hätte ich nicht so lange getrauert, wäre ich vermutlich früher vergeben gewesen und hätte nicht das Puzzleteil gefunden, dass man nich reinpressen muss um passend gemacht zu werden.

Alles wird gut, manchmal dauert es eben länger, das Warten lohnt sich aber!

Ich wünsch dir und allen anderen alles Gute!

14.10.2019 19:35 • x 4 #20


stillsad


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Zitat von nikkiiii:
Hätte ich nicht so lange getrauert, wäre ich vermutlich früher vergeben gewesen und hätte nicht das Puzzleteil gefunden, dass man nich reinpressen muss um passend gemacht zu werden.

Vielen Dank, genau nach solchen Geschichten habe ich gesucht. Das macht Hoffnung! Wie hast du deinen Mann denn dann kennengelernt? Und hattest du in den drei Jahren mit irgendwem anderen was? Oder hast du ihn nach drei Jahren Trauer direkt erkannt? Warst du davor schon vom Ex erlöst, oder verschwanden die Gedanken an ihn erst mit der neuen Beziehung?

14.10.2019 19:43 • #21


Doppelherz


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@ stillsad,

warum siehst du dich in der Opferrolle?
Weißt du für dich warum du ihn nicht loslassen kannst?

15.10.2019 07:33 • x 1 #22


stillsad


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Ich bin mir nicht sicher, warum ich ihn nicht loslassen kann. Zum einen vermute ich, weil er mir der wichtigste Pfeiler in einer für mich sehr schweren Zeit war, in der ich meine Familie verloren habe. Er hat das Drama hautnah mitbekommen und versteht mich so, wie es kein anderer jemals verstehen kann. Vielleicht auch, weil ich glaube, dass es nicht noch mal einen geben wird, der mich liebt. Und dann vermisse ich ihn auch ganz einfach als Menschen.

15.10.2019 10:56 • x 2 #23


Nesmejana

Nesmejana


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Hallo liebe Stillsad. 3 Jahre sind jetzt vergangen, mir geht besser. Mir hat geholfen zu denken, dass man so viele Monate trauern darf, wie viele Jahre man zusammen gelebt hat. Sobald 33 Monaten vorbei waren, habe ich mir gesagt: Es ist genug gewesen. Ich werde ihm nicht mehr lieben und nicht mehr hinterher trauern. Mein Mann hat sich vor 7 Jahren mit dem MLC angesteckt, vor drei Jahren gestorben. Das, was ich jetzt sehe, ist nicht mein Mann". Und seitdem geht mir besser. Ich träume nicht mehr von ihm, ich versuche ihm aus den Gedanken wegzudrücken. Ich bin in der Lage mich neu zu verlieben. Ist das nicht wunderschön?

15.10.2019 11:48 • x 3 #24


Doppelherz


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Stillsad, ich kann dich da gut verstehen.
Meine Ex war auch eine besondere Frau für mich .

Trotzdem müssen wir sie loslassen, in unserem eigenen Tempo.
Umdenken das sie für uns besonders waren, wir aber auf Dauer nicht für sie.

15.10.2019 15:42 • x 4 #25


stillsad


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Aber haltet ihr es dann für richtig, dass ich einfach weiter warte, in der Hoffnung, dass ich mich wieder neu verliebe, irgendwann, wenn es mir besser geht. Oder aber soll ich aktiv versuche, etwas daran zu verändern? Auf Dates gehen, Männer treffen, obwohl ich darauf keine Lust habe, weil mir das Vertraute fehlt? Oder verschwende ich so wertvolle Zeit? Ich wünsche mir wirklich nichts sehnlicher zurück als meinen Ex, immer nich, auch wenn ich rational weiß, dass es für immer vorbei ist.
Über weitere Erfahrungen zu der Problematik würde ich mich freuen, hilft sehr zu wissen, dass ich nicht alleine bin!

15.10.2019 17:40 • #26


Doppelherz


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Das sind Fragen die ich mir auch gestellt habe.
Doch ich für mich weiß, solange ich sie noch im Herzen habe, sie nicht loslasse,bin ich für nichts Neues bereit.

Andere mögen es anders sehn und leben können.

15.10.2019 18:09 • x 2 #27


Glliho


Hallo zusammen,
Ich versuche mich manchmal zu erinnern, was für ein Mensch ich vorher war. Wer war ich denn ohne ihn? Ich bin ja alleine auf die Welt gekommen und werde sicher alleine gehen. ..nicht jetzt im tragischen Sinne.
Und manchmal kommt da eine Vision von dem Menschen der ich eimal wieder gerne sein würde, langsam wieder in mir hoch.
Stark - schön - stolz und mir meines Wertes als Mensch und vor allem als Frau voll und ganz bewusst....und vor allem wieder voller Freude und Neugier auf Liebe und Partnerschaft.
Der Weg da raus ist der Weg da durch....eine Abkürzung ist leider nach meiner Erfahrung nicht möglich. Sogar mein neuer Partner kann nicht die Wunde heilen.
Ich versuche jetzt mit mir geduldig zu sein und mir selbst gebe ich das Recht so lange zu brauchen, wie ich eben brauche.
Man darf nicht zulassen, dass dieses Ereignis einen für den Rest des Lebens definiert.
Der andere ist ja schon in einer ganz anderen Realität und lebt sein Leben.

15.10.2019 21:35 • x 1 #28


stillsad


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Zitat von Glliho:
Der andere ist ja schon in einer ganz anderen Realität und lebt sein Leben.

Das ärgert mich bei der ganzen Sache am meisten.

15.10.2019 23:11 • #29




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