Heffalump
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Wir Frauen neigen dazu, aus zuhalten, haben gelernt, die rechte Wange auch hinzuhalten, egal was kommt oder auch nicht. Da ist viel frühkindliche Prägung dabei. Oft hab ich das Gefühl, wir tragen mehr Verantwortung als Frau, als Mann je trägt.
Ob wir nun Kinder haben oder nicht, wir gehen unseren Weg und schaffen es trotz aller Widrigkeiten, aus einer Wohnung ein Heim zu schaffen. Diese Harmonie tragen wir auch in eine Beziehung und nehmen hin, das sich so mancher geäußerte Wunsch nie erfüllt, während das Gegenwesen sich wohl verpackt in unsere Liebe, eingehüllt in unser "Geben statt Nehmen" suhlt.
Selbst, wenn Dich ein Ring am Finger ziert, bedeutet dies nicht bis das der Tod uns scheidet. Diesen Irrglauben haben sich hier im Forum schon einige hingegeben, um dann schlagartig wach zu werden.
Du hast deine Entscheidung, zu bleiben, auszuhalten, seinerzeit getroffen, selbst und frei. Damals war es für Dich ganz ok. Auch wenn Du bestimmt oft gehofft hast, er spricht aus, was du erhoffst. Es war deine freie Entscheidung, diese Beziehung weiter zu führen. Und nun haderst Du, mit Dir selbst, weil die besten Jahre verstrichen sind, sich viele deiner Wünsche nicht mehr erfüllen werden.
Verständlich, aber die Zeit zurück drehen, ist nun mal nicht möglich. Dieses "falsche" aus deiner Vergangenheit solltest Du loslassen, Du kannst es nicht mehr ändern und wenn du dich auf den Kopf stellst und mit den Füßen wackelst.
Es mag auch sein, du bist für dich und dein Glück verantwortlich. Dann frage ich, warum du ständig zurück blickst, wo du aktiv nichts mehr ändern kannst. Warum dein Blick sich nicht auf die Gegenwart richtet, nur hier kann man wirken, selbst die Zukunft liegt noch im Nebel.
Warum ist es für Dich so wichtig, deine Entscheidungen, die einst Dir richtig vorkamen, nun auf einen Prüfstand zu stellen und dich zu malträtieren?
Halte inne. Ich lasse Dir einen Satz zum Nachdenken da, ist von Johann Strauss:
Glücklich ist, wer vergisst,
was doch nicht zu ändern ist.