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Jemanden verlassen, den man liebt

T
@Sincerite
Und ja, dieses Gefühl von Schuld ist ein Thema. Aber all das, was du schreibst, diese Kompromisse, dieses reisen, wären möglich, wenn er offener wäre. Mir fehlt einfach seine Aufrichtigkeit. Er weigert sich, aus dieser Blase herauszukommen, in der wir perfekt füreinander sind und nur noch etwas mehr Zeit brauchen. Ich weiß nicht, was da mit ihm los ist. Ich habe so eine Sehnsucht, ihn zu verstehen. Aber er lässt nichts raus.

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sonntag_morgen
Zitat von Tina23:
@Sincerite Liebe ist so ein vielschichtiges Wort. Ich glaube, wir drücken beieinander krasse Knöpfe. Mein Ex war schon durchaus loyal, aber er hat immer darunter gelitten, dass wir gerne mal allein bin, beruflich immer wieder weg und das auch noch genieße. Seine (grundlose) Eifersucht war die Hölle für mich. Und ...

Was heisst "innere Offenheit" für dich? Ich kann mir darunter nichts vorstellen? Und wie war es im Bett, bevor deine Bedenken aufkamen? Warst du da offen dafür und konntest dich fallen lassen?

#47


A


Jemanden verlassen, den man liebt

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S
Zitat von Tina23:
Mir fehlt einfach seine Aufrichtigkeit. Er weigert sich, aus dieser Blase herauszukommen, in der wir perfekt füreinander sind und nur noch etwas mehr Zeit brauchen. Ich weiß nicht, was da mit ihm los ist. Ich habe so eine Sehnsucht, ihn zu verstehen. Aber er lässt nichts raus.

Hast du mal mit ihm darüber gesprochen? Vielleicht geht es ja gar nicht um das "nicht passen", sondern darum, dass sich beide mit ihrem Inneren zeigen und damit angenommen werden, ohne Wertung.

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S
Zitat von Tina23:
aber ich fürchte, er hält an mir fest, weil ich mehr an ihn glaube, als er selbst es tut. Und dafür blendet er all das aus, was zwischen uns nicht passt.

Du zweifelst an seiner Liebe zu dir und denkst, er bleibt nur bei dir, weil du an ihn glaubst? wie kommst du darauf? Es wäre gut, auch diese Zweifel auszusprechen. Er tut dir gut, du tust ihm gut. Was ist daran falsch?

#49


T
@sonntag_morgen
Ja, ich konnte mich komplett fallenlassen, momentweise bis zum Ende, aber es wurde immer seltener und oft hatte ich den Eindruck, ich müsse zuerst über meinen Schatten springen.

Und wie soll ich das mit der inneren Offenheit erklären? Alex redet nicht viel über das, was er denkt. Seine ganze Familie ist so. Ich interessiere mich für Menschen und stelle auch gerne Fragen, so habe ich in kürzester Dinge (nichts allzu Persönliches) über seine Eltern und Cousinen erfragt, die für ihn völlig neu, für mich aber selbstverständlich waren. Er fragt nichts. auch mich nicht. Für mich sind Fragen ein Zeichen von Interesse.

Die ersten 1,5 Jahre hatte ich ein riesiges Thema mit seinen Ex-Partnerinnen, zumindest nach einer Weile. Als ich das erste Mal in seine Wohnung kam, war da alles voll mit Souvenirs, einige eindeutig von einer Frau. Zu dem Zeitpunkt störte es mich nicht, irgendwie fand ich es sogar schön, dass er eine alte Liebe nicht einfach entsorgt. Irgendwann fragte ich dann doch mal nach und erfuhr, dass das Andenken von mindestens 4 Verflossenen sind. Auf meine Frage, ob seine letzte Ex, die immerhin mit ihm dort in seiner Wohnung lebte, damit kein Problem hatte, sagte er nur "Doch, war schon ein Thema." Okay, ich hielt mich zurück, merkte, dass er da nicht reden will. Ab und zu fragte ich mal, warum die eine oder andere Beziehung kaputt ging, aber bekam immer nur flüchtige Antworten wie "Gefühle waren weg, ich habe viel gelernt, ich war oft ein Ar.."
Na ja, als ich das erste Mal Schluss machte, sagte ich ihm auch, dass ich sein "Museum" der exen absolut respektlos finde, sowohl mir als auch den Exen gegenüber. Und dass es mich ankotzt, dass er mir einerseits dieses Museum zumutet, aber andererseits nicht darüber redet.innerhalb von 30 min war das Museum geräumt und er erzählte mir, inwiefern er damals ein Ar. war und dass er sich schuldig fühlt und das Museum nie etwas bedeutet hat.
Okay, ich weiß bis heute nichts Näheres außer dass er wirklich ein idiot war. Aber ob und was er daraus gelernt hat? Warum dieses Museum so lange stand? Ich glaube, er weiß es selbst nicht.das nur als Erklärung, wie ZU er ist. Er weiß nicht, warum r jemanden liebt oder nicht mehr liebt, oder er weiß es und redet nicht darüber. Seine Exen sind mir egal, aber genausowenig weiß ich, was er an mir liebt und was nicht, warum er so sehr an uns glaubt, ob er es überhaupt tut oder ob er nur diesmal unbedingt alles richtig machen will, weil er früher so viel verbockt hat. Ich meine, jeder hat seine Geheimnisse, aber ich weiß manchmal nicht, was diesen Mann vor mir eigentlich antreibt. So gar nicht! Und dieses gemeinsame Reeden und Denken ist mir sehr wichtig, ich mache das mit Freunden, Familie, manchmal sogar Kollegen.

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Stella31
Zitat von Tina23:
Ich brauche dafür mehr innere Offenheit. Die fehlt einfach

Ich finde, du verkomplizierst alles sehr.
Für mich hört sich das an sich sehr gut an, von seiner Seite aus.
Er gibt dir Freiheiten, liebt dich, ist großzügig, nicht eifersüchtig, tut Dinge für dich...und du willst immer mehr bzw. er ist dir nicht genug.
Ich kann's irgendwie nicht verstehen,weil du ja sagst, dass du in ihn vernarrt bist.

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S
Zitat von Tina23:
Und was das große X angeht, auch da habe ich mich im letzten Jahr immer mehr verschlossen. Ich brauche dafür mehr innere Offenheit. Die fehlt einfach.

Du scheinst so ein Wirbelwind zu sein. Warum fehlt dir innere Offenheit? Auch die Schuldgefühle?

#52


T
@Sincerite Du glaubst nicht, wie oft ich das angesprochen habe. Und dass ich keine richtigen Antworten will, sondern ihn nur besser verstehen will, ohne Urteil. Er hat öfter gesagt, dass ihm das noch schwerfällt, weil er oft für seine Gedanken verurteilt wurde, aber daran arbeiten will, Nur merke ich nach drei Jahren nichts davon.
Und ob er mich liebt und warum weiß ich nicht. Klar, irgendwas findet er schon an mir, aber das, was ich selbst an mir mag, meinen Mut, meine Abenteuerlust, meine verqueren Gedanken, die sind es sicher nicht Zwinkerndes Gesicht Jaja, ich gefalle ihm optisch, seine Familie und Freunde finden mich cool und er wiederum findet meine Kids cool. Aber das kann ja nicht sein Zwinkerndes Gesicht

Weisste, kürzlich haute er mal etwas Wahres raus. Er sagte: "Ich verstehe, was du in einer Beziehung willst und rein sachlich finde ich es gut und sinnvoll. Aber ICH will das nicht. Ich will es leicht und unkompliziert (was für mich jetzt kein Widerspruch ist, für ihn schon) Gleichzeitig weiß ich, dass ich auf meine Weise noch nie eine Beziehung halten konnte. daher darfst du mir gerne vor den Kopf knallen und mich unter Druck setzten, wenn ich zu oberflächlich bin."

Tja, das ist typisch für ihn. Er will es nicht, aber ich darf mich ruhig durchsetzen und führen. Ich soll also ständig meckern und Druck machen. Nee, das ist nicht meine Art.

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T
@Stella31 Das ist exakt seine Sicht und mir fehlen da die Argumente. da fühle ich mich sofort ... zu kompliziert. Schuldig.

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Stella31
Zitat von Tina23:
Ich meine, jeder hat seine Geheimnisse, aber ich weiß manchmal nicht, was diesen Mann vor mir eigentlich antreibt.

Ja das kann ich nachvollziehen. Leider gibt es sehr viele Menschen, vor allem Männer, die nicht zur Offenheit und Selbstreflexion sozialisiert wurden
Da können hier so einige ihre Geschichten beitragen

#55


T
@Sincerite Ich glaube es ist deswegen, weil ich innerlich immer wieder aussteige und dann wieder versuche, einzusteigen. Das ist genau die Situation. Seit drei Jahren.

#56


sonntag_morgen
Zitat von Tina23:
@sonntag_morgen Ja, ich konnte mich komplett fallenlassen, momentweise bis zum Ende, aber es wurde immer seltener und oft hatte ich den Eindruck, ich müsse zuerst über meinen Schatten springen. Und wie soll ich das mit der inneren Offenheit erklären? Alex redet nicht viel über das, was er denkt. Seine ganze ...

Du schreibst: "Na ja, als ich das erste Mal Schluss machte, sagte ich ihm auch, dass ich sein "Museum" der exen absolut respektlos finde, sowohl mir als auch den Exen gegenüber. Und dass es mich ankotzt, dass er mir einerseits dieses Museum zumutet, aber andererseits nicht darüber redet.innerhalb von 30 min war das Museum geräumt und er erzählte mir, inwiefern er damals ein Ar. war und dass er sich schuldig fühlt und das Museum nie etwas bedeutet hat."

Aber das bedeutet doch, dass er dir zuhört und entsprechend agiert.

Vielleicht ist er tiefere Gespräche nicht gewöhnt, das könnte man aber doch lernen? Gibt ja auch so Spiele mit persönlichen Fragen und so.

#57


Stella31
Zitat von Tina23:
Ich will es leicht und unkompliziert (was für mich jetzt kein Widerspruch ist, für ihn schon)

Das scheint in vielen Köpfen das ultimative Ding zu sein... aber mal ehrlich, wie sollte, besonders in langjährigen Beziehungen alles leicht und unkompliziert sein?
Das geht doch gar nicht!
Außer es wird über keine Probleme geredet, alles runtergedrückt, Harmoniesucht pur...

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T
@sonntag_morgen Oh Mann, ja, er hört zu und setzt Dinge krass um! Das war etwas, das mich immer wieder berührt und erstaunt hat. Da gab es einiges, meist Kleinigkeiten, dennoch. Aber du ahnst nicht, wie oft ich von ihm Höre: "Wenn dich was stört, sag es, dann ändere ich es."
Bin ich jetzt echt so weltfremd, dass ich das nicht will? Ich meine, ja klar, machmal ist das nötig. Aber erstens sagt er mir nie was, das ich ändern soll, fühlt sich also sehr einseitig an, zweitens wünsche ich mir bei manchen Dingen auch Eigenantrieb ....
Und wieder bin ich gerade an dem Punkt, an dem ich mich frage, ob ich etwas gutes sabotiere.

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T
@Stella31 Genau das ist das Problem.
Ich finde es wundervoll, dass er nie beleidigt ist, immer freundlich. Aber wenn es keine andere Version gibt, dann fühlt sich das ... leblos an. Anders kann ich es nicht ausdrücken.

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A


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