pauline
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ich bin heute auf diese seite gestoßen, nachdem ich seit fast vier wochen mit den nerven am ende bin.... und ich erhoffe mir hier ein paar tröstende worte.
meine große liebe hat mich nach drei jahren beziehung verlassen.
wir sind vor zwei jahren und vier monaten zusammen gezogen, nachdem wir ein dreiviertel jahr zuvor eine beziehung eingegangen waren. wir kennen uns seit über 20 jahren, schon aus der schule und waren mit etwa 18 jahren schonmal kurz zusammen.
ich habe jetzt eine tochter mitgebracht, um die er sich wie ein vater gekümmert hat.
es hat öfter gekriselt, weil er ein ziemlich launischer mensch ist... ich wusste oft nicht, was los ist und weshalb er sich so abweisend verhält und im nächsten moment wieder der allerliebste war.
seine heimlichen sms mit früheren freundinnen habe ich zwar nicht gerne gesehen aber toleriert... öfter hatte ich ihn darauf angesprochen, dass er nichts heimlich tun müsse sondern ganz offen freundschaften, auch mit frauen haben könne. so lange ich davon wisse, würde ich mir auch keine gedanken machen. er hat sich nie daran gehalten und so habe ich immer nur duch spionieren davon erfahren. irgendwann hat es mich nicht mehr gestört, weil ich es für kinderkram hielt. ich unterstelle ihm keine affaire und irgendwann konnte ich selbst damit leben, dass er mir sowas verheimlicht.
es gab viele aufs und abs in den letzten drei jahren, aber er war und ist meine große liebe. mit 33 jahren habe ich nun scheinbar zum ersten mal so richtig liebeskummer. ich bin abgemagert bis auf die knochen, habe vom arzt medikamente gegen depressionen erhalten und kann kaum den tag bewältigen.
wir wohnen immer noch zusammen, in den nächsten tagen werde ich mit meinem kind ausziehen müssen, der umzug ist in vollem gange.
ich habe ihm viele emails geschrieben und immer wieder um eine zweite chance gebeten, aber er sagt er liebe mich nicht mehr und habe keine kraft mehr für die beziehung mit mir und wolle einfach alleine sein, da ich in letzter zeit eine richtig "böse ausstrahlung habe".... bedingt durch stress auf der arbeit, der mir irgendwann über den kopf wuchs, habe ich meinen frust zu hause ausgelassen und nur noch gemeckert.... weil er sich nicht am haushalt beteiligte, obwohl er den ganzen tag zu hause war, etc.ich war unzufrieden, ahe mir über die knosequenzen meines verhaltens aber keine gedanken gemacht....und jetzt tut es mir so leid!
er freut sich darauf, dass er bald wieder alleine in seiner wohnung leben wird.
allerdings hat er mir versprochen, uns an und zu besuchen, bei uns zu essen und manchmal an wochenenden vorbeizukommen, damit ich nicht so alleine bin.
da er sich alleine nicht sonderlich viel leisten kann, lasse ich ihm das wohnzimmer hier, einen teil der küche und noch manch andere kleinigkeit, weil ich fürchte, er ist sonst nicht richtig versorgt....
wir schlafen immer noch in einem bett... und es kam wie es kommen musste, wir haben in der letzten woche zweimal miteinander geschlafen. für ihn scheint es selbstverständlich und es wurde kein weiteres wort darüber verloren. ich dagegen habe mir natürlich wieder hoffnungen gemacht.
ich habe solche angst vor dem alleinsein und vor allem davor, ohne ihn leben zu müssen.
beim gedanken daran, dass er eine andere lieben könnte, dreht sich mir der magen um. und dabei, dass er mich vergessen oder nur schlechte erinnerungen an mich haben könnte.
unsere beziehung war in meinen augen ok, ich habe mich auf ihn eingestellt, bin kompromisse eingegangen, aber ich hatte nie das gefühl, dadurch etwas zu verpassen. er war immer da, wenn ich von der arbeit kam, seine präsenz wird mir fehlen.... wenn ich abends in eine leere wohnung komme.
ich habe kaum die kraft, meiner tochter eine gute mutter zu sein und verstehe nicht, wieso er schlussmacht, wenn er vor zwei monaten noch gesagt hat, dass er mich liebt.
er sagt, man wisse nicht, was die zukunft bringt und vielleicht wird er mich so sehr vermissen, dass er merkt, ohne mich nicht leben zu können, aber er könne nichts versprechen. ich habe angst, dass es nicht so sein wird...
wir haben keinen streit, ich bin nicht wütend auf ihn, wie es in dem hier oft erwähnten buch beschrieben wird (wenn der partner geht) ich bin nur so wahnsinnig traurig, weil ich wirklich daran geglaubt hatte, mit ihm alt zu werden.
er ist der erste mann, der mich halten konnte, an dem ich nicht nach ein paar monaten das interesse verloren habe...
ich muss lernen, zu akzeptieren, dass er mich nicht mehr liebt... aber wie?
ich habe keinen stolz mehr und würde alles dafür geben, wenn er mich nur nicht verlassen würde....ich erniedrige mich, ich habe mich aufgegeben und habe mir schon etliche male gewünscht, einfach nicht mehr aufzuwachen, damit diese qual ein ende hat.
auf meine emails kam bisher nur eine reaktion: auf die erste hat er reagiert, in dem er mir vorwarf, ihm schon lange keine solchen lieben emails mehr geschrieben zu haben. seither nichts mehr. keine antwort.
es tut ihm weh, mich so leiden zu sehen und laut seiner aussage war er schon ein paar mal ganz kurz davor, nachzugeben, aber er wolle es mir nicht antun, nur aus mitleid bei mir zu bleiben. er will eine freundschaft mit mir.... aber ich habe angst, dass mir das nicht ausreicht, weil ich eine familie und eine partnerschaft mit ihm haben möchte.... quäle ich mich weiter, wenn ich ihn immer noch sehe, ihn aber nicht mehr als partner haben kann?
lohnt es, darauf zu warten, dass er seine meinung ändert? ich weiß ich muss ihm zeit geben.... aber wenn ich warte und am ende nichts dabei herauskommt, wird es mir sicher wieder so schlecht gehen wir jetzt... soll ich weiter kämpfen und ihm zeigen, wie sehr ich ihn liebe und wie leid mir alles tut? soll ich ihn in ruhe lassen? ich kann nicht härte und coolness vortäuschen wo keine ist.... ich muss ihm sagen, dass er mir wichtig ist und ich ihn immer noch liebe und mir alles leid tut. er antwortet höchstens noch mit: ich weiß
ich weiß nicht mehr weiter.... geht es mir einen tag nicht so schlecht, ist der nächste wieder ganz besonders schlimm...
ich fürchte mich vor der neuen wohnung und davor, es nicht alleine zu schaffen... ich habe panik obwohl ich vorher fast 6 jahre alleine gelebt habe. alle sehen mich als starke frau, die ich in wirklichkeit aber gar nicht bin. ich bin nur noch ein schwaches etwas ohne hoffnung, dass ich jemals ein ruhiges und sicheres leben führen werde.... so wie ich es jetzt hatte.
danke fürs "zuhören"....
pauline :'(