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ich weiß nicht so recht wie ich beginnen soll. Ich fühle mich noch gänzlich gelähmt und weiß momentan weder vor, noch zurück.
Ich bin, oder ich war, in einer Beziehung, die mich im Grunde zutiefst erfüllt hat. Nie zuvor habe ich solche Gefühle für einen anderen Menschen empfunden. Gleichzeitig hat das meine Verlustangst immens befeuert. Kurz: da gibt es einige Themen, denen ich mich widmen sollte, das ist sehr deutlich geworden.
Mein (Ex-) Partner konnte dem Ganzen wenig abgewinnen, hatte für viele Reaktionen kein Verständnis und hat sich in Streitsituationen eher distanziert oder wurde wütend.
In harmonischen Zeiten hätte ich mir keine schönere Beziehung vorstellen können. In harmonischen Zeiten habe ich mich gesehen und geliebt gefühlt; sehr sogar.
Doch immer wieder kam es zu Missverständnissen, welcher Form auch immer. Häufig lag es an Fehlinterpretationen meinerseits und meiner emotionalen Reaktion darauf. Oft fühlte ich mich unverstanden. Mittlerweile habe ich den Eindruck, dass mir gänzlich die Verantwortung unserer Streits übertragen wird, mir negative Gedanken unterstellt werden und ich mich permanent zu verteidigen habe, was aber nicht zielführend ist. Alle paar Tage kam es zum Streit.
Ich dachte, bis zu dieser Beziehung, ich sei in der Lage mich gut selbst zu reflektieren. Durchaus ist mir in den letzten Jahren bewusst geworden, dass es Themen gibt, die es zu bearbeiten gilt, um Verhaltensweisen abzulegen, die mich nicht weiterbringen und die ich an mir nicht schön finde; die mich unglücklich machen. Trotzdem zweifle ich gerade immens an mir. Fühle mich unverstanden und abgelehnt. Und diese Gefühle sind völlig konträr zu denen, die ich habe bzw. hatte, wenn wir nicht gestritten haben.
Ich frage mich, wo der Punkt erreicht ist, an dem es einfach keinen Sinn mehr macht. Wann man gehen sollte, bevor man zerbricht? Und wie eine Beziehung zwei solche extremen Seiten haben kann? Ich würde mir so sehr wünschen, für diese Streitereien eine Lösung zu finden, aber ich bin nur noch ratlos und unendlich traurig darüber, weil ich mir so sicher war "meinen einen Menschen" gefunden zu haben.