Zitat von Drops07: Zitat von Kawasaki-Z1000:
Ich weis schon was ich will, ich möchte mit diesem Mann einfach nur glücklich sein, ich möchte das er glücklich ist und ich möchte uns nicht aufgeben. Aber du hast recht, natürlich bin ich im Moment sehr zerrissen.
Ich empfinde Deine Wünsche zwar als schön jedoch etwas zu flach, Glücklich sein möchte jeder, das ist quasi schon ein Grundbedürniss. Meine Frage zielte mehr, was ich wirklich wollt und zwar in der Tiefe, nicht nur an der Oberfläche.
Was auch immer, es beginnt bei dir. Was du willst. Du solltest glücklich sein wollen. Und nein, es ist nicht richtig zu sagen, dass er glücklich ist! Es kann sein, dass er glücklich ist und du dabei unglücklich. Da hat @Drops07 recht, es ist zu flach. Aber zu flach, weil du dich dabei vergisst. ER kann auch nur glücklich sein, wenn du glücklich bist. Wenn du für dich dein Leben verstehst, wird es dich verändern. Und das bringt wieder andere Reaktionen bei ihm. Anfangen musst du nicht bei seinem Glück, sondern bei deinem Glück, Leben wie DU es verstehst.
Zitat von Drops07: Zitat von Kawasaki-Z1000:
Um es besser zu verstehen gebe ich Dir mal ein Beispiel: Er fragte mich zB. was ich mir wünsche. Ich sagte Ihm darauf, das ich mir wünsche, dass ER glücklich ist. Und nur weil ich nicht gesagt hab, dass WIR glücklich sind hat er wahnsinnige Angst bekommen. Ich habe diese Angst regelrecht gespürt, habe versucht ihn zu beruhigen, das ich mich damit einschließe, doch seine Angst war so groß und ich konnte Ihn einfach nicht mehr beruhigen.
Ich wünsche mir so sehr ich könnte ihn in diesen Momenten beruhigen, doch er wird dann sehr aufgeregt, was sich wiederum auf mich überträgt. Und das Drama nimmt seinen Lauf.
Das Drama nahm schon weit früher seinen Lauf, sicher erkennst Du diesen Zeitpunkt jetzt noch gar nicht, wo genau dieses Drama begonnen hat. Betrachtet man nur diese Situation, bekommt man den Eindruck die sind beide Irre, könnte man sich das Gesamt Bild betrachten, würde man evtl. erkennen, wo der Schuh drückt.
Man kann ewig darüber nachdenken was war. Doch man will doch garnicht zurück zu dem was war. Man sollte es loslassen können. Sozusagen einen Hacken machen, als "das war". Wichtiger ist doch, wo solle es hingehen.
Daszu gibt es eine schöne kleine Geschichte.
Zwei Mönche waren auf dem Weg zu einem Kloster und sahen am Fluss eine Frau in einem wunderschönen Kleid, die über den Fluss wollte. Der alte Mönch nahm die Frau auf die Schultern und trug sie herrüber. Der junge Mönch war verärgert. Das spürte der alte Mönch und fragte, was den jungen Mönch so bedrückt. Das sagte der junge Mönch: "Du weißt, dass wir uns nicht mit Frauen unterhalten dürfen und du weißt, dass wir keine Frauen berühren dürfen. Ich verstehe deine Handlung nicht!" Da antwortete der alte Mönch: "Weißt du, ich trug die Frau über den Fluss, weil sie meiner Hilfe bedurfte. Du aber trägst sie immer noch auf deinen Schultern!"
Zitat von Drops07: Zitat von Kawasaki-Z1000:
Ja das Problem ist wir sind beide sehr impulsive und puschen uns dann gegenseitig hoch
An der Stelle muss einer von beiden die Notbremse ziehen, besser beide ziehen diese. Ihr müsstet übereinkommen, solche Konflikte nicht eskalieren zu lassen. Es hört sich etwas merkwürdig vielleicht an, aber ich habe damals mit einer Partnerin vereinbart, das wir einmal pro Woche essen gehen, immer gleiches Restaurant, gleiche Zeit, gleicher Tisch....jeder hat seine Bedürfnisse, seine Sorgen, seine Wünsche erzählt, der andere durfte keines falls diese kommentieren, diskutieren oder sonstiges, auch nicht im Nachhinein zu Hause. Selbst wenn Anfang noch Vorwurfsarien stattfanden, durch diese Art diese nicht zu bewerten, nicht zu kommentieren, wurde dies sehr schnell weniger und dadruch das man erneut über dieses Thema eine Woche später im Restaurant gesprochen hat, konnte das sacken, man konnte denken, man konnte verstehen. Wäre evtl. mal ne Idee...
Kurz gesagt, ihr müsst eure Streikultur verändern. Zumindest einer muss es in eine andere Richtung bringen können. Wenn man es (noch) nicht kann, lernen die Situation zu verlassen. Die Notbremse wäre dann, zu gehen, in einen anderen Raum, oder die Wohnung, das Haus, bis sich die Gemüter beruhigt haben.
Das ist kein Weglaufen. Es ist, dem Gespräch und der Art und Weise, eine neue Kultur zu geben.
Zitat von Drops07: Zitat von Kawasaki-Z1000:
dann kann ich da mit Ruhe auch nicht mehr gegen halten
Doch kannst Du, raus aus der Situation....er beruhigt sich von ganz alleine und da haben wir wieder Deinen Anteil, es ist nicht Deine Aufgabe den anderen zu beruhigen, es ist nur Deine Aufgabe Dich ruhig zu halten und wenn dies nicht möglich ist, Situation beenden und verlassen, vertragen auf später. Du kannst es ihm nicht abnehmen, sich selber zu beruhigen. Diesen Schritt muss er ganz alleine lernen!
erläuterte ich oben ganz kurz
Zitat von Drops07: Zitat von Kawasaki-Z1000:
Ja klärende Gespräche, wünsche ich mir so sehr. Doch habe ich oft das Gefühl, das meine Wahrnehmung total verdreht wird und wenn ich ihm das sage
Ganz einfache Kiste, ihr seht beide Eure eigenen Verletzungen, Eure nicht erfüllten Wünsche, Eure eigene Trauer...somit schreit ihr quasi Euer innerstes völlig unkontrolliert raus, der andere betrachtet nun wiederum seine eigenen Verletzungen welche nicht Konform mit der anderen Seite gehen, einer spricht Chinesich der andere Russisch...so kannst Dir das vorstellen. Damit könnt ihr Euch nicht verstehen, selbst wenn ihr es wolltet. Ihr müsst jeweils erst Eure eigenen Wunden heilen, jeder selber zu sich finden um dann wieder offen zu sein, für die Worte des anderen. Nur durch eine gemeinsame Sprache werdet ihr Euch verstehen und dies ist derzeit einfach nicht zu leisten, weder von Dir, noch von ihm. Ihr müsst runterfahren....beide!
@Drops07 hat hier vollkomen Recht. Es muss zumindest erst einmal einer verstehen, was er/sie unter "Leben" versteht. Wie sind deine Vorstellungen. Wie würdest Du leben difinieren, wenn er nicht wäre. Wie würdest du handeln ohne ihn.
Der Hintergrund ist, du kannst nicht etwas vermitteln oder leben, wenn du es für Dich selbst nicht verstanden hast, was du willst. Wie du es für dich selbst verstehst, dich nicht selbst verstehst. Erst wenn du es schaffst in dir zu ruhen, wirst du Veränderungen erreichen. Denn dann nimmst du vieles auch anders an, hast ein anderes Verständnis, eine andere Weitsicht.
und dabei kommt dann das raus, wenn du nicht einmal dich selbst verstehst
Zitat von Drops07: Zitat von Kawasaki-Z1000:
Ja klärende Gespräche, wünsche ich mir so sehr. Doch habe ich oft das Gefühl, das meine Wahrnehmung total verdreht wird und wenn ich ihm das sage
Ganz einfache Kiste, ihr seht beide Eure eigenen Verletzungen, Eure nicht erfüllten Wünsche, Eure eigene Trauer...somit schreit ihr quasi Euer innerstes völlig unkontrolliert raus, der andere betrachtet nun wiederum seine eigenen Verletzungen welche nicht Konform mit der anderen Seite gehen, einer spricht Chinesich der andere Russisch...so kannst Dir das vorstellen. Damit könnt ihr Euch nicht verstehen, selbst wenn ihr es wolltet. Ihr müsst jeweils erst Eure eigenen Wunden heilen, jeder selber zu sich finden um dann wieder offen zu sein, für die Worte des anderen. Nur durch eine gemeinsame Sprache werdet ihr Euch verstehen und dies ist derzeit einfach nicht zu leisten, weder von Dir, noch von ihm. Ihr müsst runterfahren....beide!
Zitat von Drops07: Zitat von Kawasaki-Z1000:
Ja ich möchte mir das gern geben, denn ich weis er ist es wert und ich liebe ihn wahrhaftig
Vertrauen kannst Du ihm nicht in diesem Sinne bereit stellen, zumindest nicht auf seiner Seite. Du kannst es ihm vorleben, erlangen muss er dies ganz alleine, und er muss bereit sein, an dieser Schwäche seinerseits zu arbeiten, sich damit zu befassen und auseinander zu setzen. Vorher wirst Du keine Chance haben, das Du in dieser Richtung etwas bewegen kannst.
Wenn du erst einmal dir vertrauen kannst, weißt, was du willst, was du leben möchtest und es schaffst in dir umzusetzen, wirst du das erlangen, was du dir von andern wünschst. Erst wenn du dich selbst zufrieden stellen kannst, aufhörst dich selbst zu belügen, in dem du deine Wünsche "er soll glücklich sein!" schaffst zu sagen: "ich will glücklich sein!" und erst wenn du in dir deine Difinition für Glück gefunden hast, kann es möglich sein, dass es folgendes wird: "Wir wollen glücklich sein" denn dann ist die innere Zerrissenheit, deine innere Zerrissenheit, Vergangenheit.
Über das was @Drops07 und ich hier reden, ist nicht mit einfachen abtun oder umsetzen getan. Es ist eine Art Selbsterfahrung. Sie kann man nicht transportieren, man es muss es mit sich selbst ausmachen. Wir sind eigendlich ganz nah bei dir, verstehen dich wohl besser, als du dich gerade selbst.
Nun stelle dir die Frage noch mal neu! Was willst du? Wie verstehst du Glück für Dich! Wie willst du leben? Wie willst du streiten?
Und merkst du, es geht hier nicht um ihn. Es geht erst einmal um Dich! Nur wenn du dich auf die Reihe bekommst, kannst du den Rest schaffen. Du hast ein Ziel und nun suche den Weg. Der Weg beginnt aber bei Dir und nicht bei Ihm!