Zitat von GiuliettaV:@leilani1801
Stimme ich Dir zu.
Allerdings werde ich auch bei bestimmten Körpersprache Signalen zumindest wachsamer /hellhörig und beginne aufmerksamer zu beobachten, ebenso wie bei gehäuften Widersprüchlichkeiten.
Ja, bei übertriebener Körpersprache oder auch ganz starrer sehr kontrolliert wirkender Körpersprache und Mimik.
Bei meinem Ex habe ich fast zwei Jahre gebraucht, um mir sicher zu sein. Da ich sehr zum Misstrauen neige, wollte ich mal anders handeln, und nicht bei Lügen sofort die Segel streichen.
Der war wirklich ein Meister darin mich zuzutexten, wenn ich bei bestimmten Aussagen nachfragte. Das hat mich so verwirrt, dass ich aufgegeben und erstmal geglaubt habe. Da wirst ja kirre.
Dann habe ich meine Strategie abgeändert und das Gelaber nach Fakten Schlagworten gescannt, die Kommunikation gerne auf´s schriftliche verlagert, da du dann ja in einer ruhigen Minute, dir das mehrmals durchlesen kannst.
Als er auf einmal einen Singleurlaub machen wollte und mich unter Druck setzte, meine Toleranz thematisierte. merkte ich - hier stimmt was ganz und gar nicht mehr.
Hatte die Vermutung, dass der Urlaub bereits gebucht war, bevor er mir davon erzählte und habe ihn zunächst als Spaß damit konfrontiert. Er hat mir dann von sich aus den Buchungsbeleg am Tablet gezeigt, ist aber nie ganz runtergescrollt. Fand ich verdächtig und meinte dann, scroll doch mal ans Ende. Aufgrund seiner Reaktion merkte ich "Bingo" erwischt.
Am Ende stand nämlich das Buchungsdatum - zwei Wochen bevor er mir davon erzählt hatte!
Er hat dann wutschnaubend die Wohnung verlassen, mit den Worten ich wäre krank und mit mir könne man nicht reden. Er würde sich den ganzen Vorgang aber nochmal anschauen, um mir zu beweisen, dass er die Wahrheit gesagt habe.
Wie so oft waren seiner Ansicht nach, andere Schuld, in dem Fall der Reiseveranstalter, der die Angaben vertauscht hatte.
Einen Tag später kam eine sehr lange Mail. Er habe nochmal alles überprüft. Total wirre Aussagen von wegen es wäre eine Buchung aufgrund einer Angebotsanfrage gewesen.
Kennt man sich ein bisschen in der BWL aus, dann weiß man, dass eine Buchung einem Kaufvertrag entspricht und nicht der Einholung eines Angebots.
Darauf habe ich ihn festgenagelt. Er bemerkte, dass weitere Behauptungen sinnlos waren. Entschuldigte sich und meinte, er hätte es aber nur aus Rücksicht auf mich getan, weil ich zu dem Zeitpunkt als er buchte, mit dem Verlust meines Bruders zu kämpfen hatte.
Da war für mich endgültig der Ofen aus! Er hintergeht mich aus RÜCKSICHT und benutzt für seine fadenscheinige Entschuldigung auch noch den Tod meines Bruders?