×

Lieber Forenbesucher,

wer bei uns Unterstützung sucht, soll sie finden, und wer helfen möchte, ist hier herzlich willkommen. Moderatoren und Mentoren begleiten das Forum und achten darauf, dass Beiträge respektvoll bleiben. Sachliche, tröstende, wohlwollende und empathische Beiträge sind ausdrücklich erwünscht, damit sich alle Mitglieder wohl fühlen. Abwertende oder verurteilende Inhalte haben hier keinen Platz.

78

Keine Gefühle mehr, Trennung, Liebeskummer

Usambara
@Peachii
Ich glaube dass Menschen die freiwillig zur BW gehen, Auslandseinsätze und sowas freiwillig machen einfach Menschen sind entweder die keinen Zugang zu ihren Gefühlen haben oder aber diese verdrängen oder unterdrücken.
Wie könnten sie sonst diesen Job machen. Da kann man ja auch schreckliche Dinge tun und erleben. Das lässt einen Ja normalerweise nicht kalt. Aber diese Menschen können/wollen das aus bestimmten Gründen.

Nun ist es evtl nicht so einfach tagsüber die Emotionen auszuknipsen und Abends zu Hause wieder an und morgens dann wieder aus.

Es ist eine starke Diskrepanz und das konnte er wohl nicht in der Intensität. Vielleicht hat er sich wirklich eine Beziehung, Nähe usw gewünscht aber mit der Zeit gemerktdass er das in dieser Intensität nicht kann.

Mit deinen Schwierigkeiten und starken Emotionen konfrontiert zu werden das war auf Dauer evtl zu viel für ihn.

Auf Dauer wäre diese Beziehung für dich sicher auch nicht das Wahre gewesen durch die vielen Trennungen und Belastungen due durch seinen Job kommen. Es fehlte genügend Zeit jeder für sich und gemeinsam um was stabiles aufzubauen.

Es waren für dich einfach zu viele Baustellen in so kurzer Zeit. Kein Wunder dass du nicht mehr kannst
Da braucht man einen starken Partner.

Vielleicht war er gut in konkreten Dingen, Garten, Haushalt so Sachen aber mit den Emotionalen Sachen hätte er eben seine Schwierigkeiten und du brauchst da wohl jemand der dir in diesem Bereich mehr geben kann.

Das hat er ja auch ganz richtig erkannt.

Trotzdem tut die Trennung jetzt sehr weh. Es wird gute und schlechte Tage geben. Sei gut zu dir.

Tu Dinge die dir gut tun, schreibe dir die Dinge von der Seele, wenn dir zum weinen ist dann weine. Das braucht alles Zeit.

Vielleicht kannst du dich jetzt öfter mit deiner Mutter treffen und ihr tut euch beide gut denn die hat ja auch schweres erlebt und kann da evtl emotional besser für dich da sein oder dich zumindest besser verstehen.

Und wenn das auf der Arbeit dir zu doof ist bleib erst mal krank geschrieben bevor du jn die totale Erschöpfung abrutscht.

Ich wünsche dir alles Gute, gute Unterstützung und Menschen die für dich da sein können.

Was auch immer gut tut ist Bewegung an frischer Luft. Wandern etwa oder Rad fahren. Sonne tanken. Das setzt Glückshormone frei und lässt dich besser fühlen.

Zum Abholen deiner Sachen nimm jemand mit. Mach das nicht alleine. Und schieb das nicht zu lange vor dir her.

x 3 #16


Heffalump
Zitat von Peachii:
Jetzt kann ich nicht einmal anfangen abzuschließen, weil meine Sachen noch bei ihm stehen.

Dann hole sie ab
Zitat von Peachii:
dass ich niemals aufhören werde ihn zu lieben...

Pathos
Zitat von Peachii:
Außerdem hätte ich mir gewünscht, dass er was gesagt hätte

Es ist durchaus möglich, dass er das hat, nur man überhört das gern. Besonders wenn man emotional so viel leisten muss, wie du es musstest.

Wenn er klar sagt, das er nicht mehr will, und du vorher schon zu Dramaturgie neigst, sagt er erst was, wenn Schicht im Schacht.

Tut mir leid, das es dir nicht gut geht, aber er war nicht lange genug dein Partner, um deine Seele aufzufangen. Das schaffen, teils ja nicht mal langjährige Partner

x 1 #17


A


Keine Gefühle mehr, Trennung, Liebeskummer

x 3


P
@Liv225 Dankeschön.

Es war auch einfach zu viel auf einmal.

Ab nächster Woche hätten wir gemeinsam Urlaub gehabt. Hoffentlich meldet er sich dann. Sonst muss ich nochmal hinterher. Aber das raubt so Kraft... Ich werde ihm sonst auch ein Ultimatum stellen. Ich hole das sonst auch alleine ab. Er wollte das ja für mich erledigen, da er ja den Anhänger hat, etc. Ich habe ja auch noch den Haustürschlüssel... Den braucht er ja auch wieder.

Das ist extrem übergriffig. Ich habe dies auch dem Betriebsrat mitgeteilt und auch, dass ich nicht mehr mit ihr zusammenarbeiten möchte. Ich sitze mit ihr in einem Büro und teile mir die Arbeit mit ihr. Ich habe mich nun nach den Prüfungen beworben und warte auf Rückmeldungen. Leider wurde mir die Weiterbildung von dem Betrieb bezahlt. Ich habe aber nichts schriftlich. Nun warte ich ab, ob ich rechtlich überhaupt so kündigen kann.

x 2 #18


S
@Peachii
Beziehung, Beruf und Eltern, das ist schon schwer. Ich finde aber, dass du das bisher gut gemacht hast.

x 1 #19


P
@HeavyDreamy Es fiel ihm immer schwer starke Emotionen zu zeigen. Auch in der Öffentlichkeit. Das hat er aber direkt deutlich gemacht. Auch seine letzte Beziehung hat er in seiner Familie nicht öffentlich gemacht. Er meinte auch immer, dass er sich eher darüber aufgeregt hat, dass sie den Kühlschrank leergeräumt hat, als dass sie einfach weg war. Das hat er richtig stolz erzählt.

Wenn wir zusammen waren, dann war es immer schön. Dass er dieses Emotionale nicht vor anderen zeigen wollte, fand ich nicht schlimm. Es wirkte auch fast so, als hätte er diese Geste an Silvester nie in seinem Leben gemacht.

Zum Schreiben hat er immer gesagt, dass er nicht so der Schreiberling ist. Er spricht lieber persönlich, als ständig am Handy zu hängen. Wenn wir zusammen waren, habe ich seine Liebe auch gespürt. Sein Necken, seine Nähe, die er gesucht hat und alles. Ich vermisse wirklich die Zeit, wo wir einfach nur zusammen waren und schöne Sachen gemacht haben.

Aber klar war er nicht viel zu Hause und das war nicht immer leicht.

#20


S
Zitat von Peachii:
Ich vermisse wirklich die Zeit, wo wir einfach nur zusammen waren und schöne Sachen gemacht haben.

Eine gute Beziehung muss auch schwere Zeiten schaffen. Nur gute Zeiten gibt es im Leben nicht.

#21


alleswirdbesser
@Peachii das tut mir sehr leid was du in letzter Zeit alles durchmachen musstest. Da ist der Liebeskummer natürlich jetzt noch schwerer zu ertragen zusätzlich zu dem Verlust deines Vaters.

Dein Expartner war zu schwach, um in den schweren Zeiten weiter für dich da zu sein und hat die Flucht ergriffen. Da kannst du nichts dagegen tun.

Ich lasse dir eine Umarmung da, passe gut auf dich auf, behandle dich liebevoll, weine, trauere, aber bleib stark, so gut es geht.

x 2 #22


P
Zitat von Heike1307:
Feigheit.

Wie meinst du das?

#23


P
@Sincerite Ja, ich weiß, dass ich ihn nicht halten kann und das möchte ich auch nicht. Ich hatte mich so gut bei ihm Gefühl, dass ich sogar das Gefühl hatte, dass wir bald zusammenziehen. Wir hatten da sogar kurz drüber gesprochen.

Ja, sobald er Urlaub hat, werde ich das machen. Ansonsten ist er immer erst um 18 Uhr oder später zu Hause, wenn er Dienst hat. Da ist es blöd noch Sachen abzuholen. Ich würde dann auch nicht alleine hinfahren. Ich brauche ja noch jemanden beim tragen.
Ich finde es auch nicht nett von ihm mich so lange zappeln zu lassen. Schließlich brauche ich den Abschluss. Aber selbst da bin ich ihm wohl nicht "wichtig" genug, dass man mir diesen Abschluss schnell ermöglicht...

x 1 #24


Heffalump
Zitat von Peachii:
Aber selbst da bin ich ihm wohl nicht "wichtig" genug,

Was erwartest du?

Und warum hast du so viele Zeug bei ihm?

Beantwortest du auch Fragen?

#25


P
@Heffalump Woher die Verlustangst kommt? Aus meiner Vergangenheit. Die Beziehung zu meinem Vater, Mobbing in der Schule und Ausbildung und dass mich egal wer immer nur verlassen haben. Das Gefühl nie gut genug zu sein. Durch den Tod meines Vaters hat sich die Verlustangst verstärkt, weil ich meine Sicherheit und Stabilität meiner Bezugsperson verloren habe. Ich wurde mit der Endlichkeit des Lebens konfrontiert und dass es jeder Zeit vorbei sein kann. Dadurch habe ich Angst bekommen auch meinen Partner zu verlieren, was mein Klammern verstärkt hat. Ich habe mich reflektiert und versucht zu verstehen, warum ich so ein ängstlicher Bindungstyp bin.

Er hat sich nicht um mich gesorgt. Er hat Schluss gemacht und ich hatte ihn am Nachmittag noch gefragt, ob er sich trennen möchte, weil er so distanziert war. Da sagte er "Nein" und am Abend ist alles vorbei. Ich fühlte mich total hilflos und alles brach zusammen. Zudem war ich emotional noch immer total erschöpft, von allem anderen. Da ist so eine Botschaft noch belastender. Klingt von dir so, als hätte ich meine Panikattacke unterdrücken sollen. Das geht aber nicht einfach so.

x 1 #26


P
@Heffalump Ich habe dir doch gerade geantwortet...

Ich erwarte nichts. Wir haben uns super gut verstanden. Ich habe nur nicht gedacht, dass man so schnell so kalt behandelt werden kann...

Weil ich schon halb bei ihm gewohnt habe und seine Wohnung fast leer war. Darum habe ich so viele Sachen bei ihm.

x 1 #27


P
@Sincerite Ich habe auch erst gedacht, dass er vielleicht dieses abflachen der Verliebtheitsphase mit dem Verlust der Gefühle verwechselt. Dann sind ja diese Schmetterlinge im Bauch einfach nicht mehr so stark. Ich hatte das Gefühl, dass es für ihn zu verbindlich wurde und er sich darum zurückgezogen hat. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass er Angst hatte verletzt zu werden. Als hätte er mich manchmal auch mit seinen Exfreundinnen verglichen. Teilweise wirkte es so, als hätte er sie auch auf mit projiziert.

Vielleicht fehlte ihm auch einfach die Empathie. Es sagte ja selber, dass er wenig davon besitzt. Allen gegenüber. Selbst seine Familie war ihm nie besonders wichtig. Er meinte auch, dass er sie nicht viel sehen muss, weil er sie auch nicht vermisst.

Ich glaube einfach, dass die Umstände alles "zerstört" haben und das tut weh. Es ist so schwer sich nicht selbst einzureden, dass man Schuld an der Trennung hat.

x 1 #28


P
@Heffalump
"Es ist durchaus möglich, dass er das hat, nur man überhört das gern. Besonders wenn man emotional so viel leisten muss, wie du es musstest."
Rückblickend ist es mir nicht aufgefallen. Wir haben eine richtig schöne Zeit miteinander gehabt. Sonst war auch alles nicht auffällig. Erst kurz vor dem Knall... Da habe ich die Distanz gespürt. Vorher hat er noch alles wie immer gemacht. Hat Nähe gesucht, normal mit mir Kontakt gehalten, hat mir Geschenke gemacht, haben zusammen Pläne gemacht und uns einfach gedanklich echt gut verbunden. Wir waren ein top Team und konnten alles zusammen machen, worauf wir Lust hatten.

"Wenn er klar sagt, das er nicht mehr will, und du vorher schon zu Dramaturgie neigst, sagt er erst was, wenn Schicht im Schacht."
Ich neige eher wenig zur Dramatik. Ich habe auch immer offen mit ihm kommuniziert, wenn mich was beschäftigt hat. Klar, das war weniger die letzten Monate, weil bei mir die Luft raus war. Aber ansonsten habe ich immer ruhig und sachlich mit ihm gesprochen. Ihm fiel es nur nicht leicht seine Gefühle auszudrücken. Aber da kann ich ja nichts dran ändern...

"Tut mir leid, das es dir nicht gut geht, aber er war nicht lange genug dein Partner, um deine Seele aufzufangen. Das schaffen, teils ja nicht mal langjährige Partner."
Danke und ja, da hast du Recht.

#29


P
Zitat von Sincerite:
Eine gute Beziehung muss auch schwere Zeiten schaffen. Nur gute Zeiten gibt es im Leben nicht.

Ja, aber vielleicht nicht gleich zu Beginn einer Beziehung... Das hätte echt nicht sein müssen... Trauriges Gesicht

x 1 #30


A


x 4