Zitat:ZitatTanie:
@Opal das soll jetzt nicht übeheblich rüberkommen, aber eigentlich kannst du einem echt leid tun. Im Prinzip bist du in einer relativ ausweglosen Situation und dein Mann auch.
Ich würde an deiner Stelle nicht nur den gemeinsamen Beratungstermin (so hatte ich es verstanden) in Anspruch nehmen, sondern auch noch mal einen allein für dich. Ich denke, du brauchst Hilfe, zumal du jetzt auch für mich das erste Mal echt verzweifelt rüberkommst. Denn Angst, auch wenn ich dich da total verstehen kann, ist kein guter Berater.
Zwischen den Zeilen lesend war die Angst von @Opel erkennbar. Und ja, sie und ihr Mann sind in einer relativ
ausweglosen Situation. Bestehen nicht mehr genügend Gefühle für ihn als ihren Mann (Gefühlsebene), lassen
sich die - sofern keine medizinischen Gründe vorliegen - meist nach einer längeren Zeit nicht wieder herstellen.
Die TE schreibt, sie liebt ihren Mann. Das trifft allerdings nicht (mehr) auf der Paarebene zu, sondern eher ein
Gefühl für einen liebgewordenen Menschen auf Bruderebene. Das möchte die TE erhalten, hat aber Angst auch
das zu verlieren.
Bei mir ist der Eindruck entstanden, dass bei @Opal nicht alleine die Gefühlsebene, sondern auch die
Willensebene eine Rolle gespielt hat. Nun ist sie, auch weil sie selbst wohl kaum etwas für die Paarebene
gemacht hat, langsam aber sich in diese Lage geraten.
Ich schätze, dass @Opal mit sehenden Augen über einen langen Zeitraum, unfähig wegen zu geringer Gefühle und/oder nicht willens war (Willensebene) das rechtzeitig zu stoppen. Ich denke, Sie weiß es geht nun um den Erhalt ihrer Ehe und das sie sich nicht mehr sicher sein kann, dass ihr Mann diesen für ihn auch belastenden
und ziemlich hoffungslosem Zustand nicht über kurz oder lang beendet und die Familie auseinander gerissen
wird.
Zumindest jetzt hat sie die richtigen Weichen gestellt. Ich kann nur hoffen, dass durch die prof. Hilfe, incl.
der medizinischen Abklärung und möglichst mit Unterstützung von Ihrem Mann, der Knoten gelöst werden
kann. Es steht eine Familie mit 3 Kindern auf dem Spiel. Sie hat sich, wie ihr Mann, für die Ehe, Familie und
Kinder willentlich entschieden. Das bedeutet Verantwortung nicht nur für sie selbst, sondern ebenso für die
Kinder und für ihre Familie.