Zitat von thegirlnextdoor: Hast du Kinder? Oder Scheidungskinder ?
Es tut mir leid, aber das ist einfach falsch.
Mal allgemein: das Problem muss theoretisch bei gar keinem liegen.
Ja und ja. Hatten uns auch schon per PN darüber ausgetauscht

Und ja, es stimmt. Theoretisch muss es an keinem liegen, aber...
Zitat von thegirlnextdoor: Ich war Scheidungskind seit dem 5. Lebensjahr und ich habe meinen Vater abgöttisch geliebt - und meine Eltern konnten auch noch miteinander reden.
Dennoch wollte ich mit 10 Jahren am Wochenende ab und an nicht hin, weil ich andere Pläne hatte und mir das Hin und Her zuviel war.
Auch ich habe damals aus Überforderung manchmal geweint.
Du beschreibst das sehr schön und ich war eventuell zu wenig differenziert oder detailliert. Als 10-Jähriges Kind, das dieses System schon 5 Jahre gelebt hat, ist das natürlich auch eine andere Hausnummer. Es gibt aber Gründe, weshalb (zumindest in der Schweiz ist es so) Kinder ab 12 Jahren ein Mitspracherecht eingeräumt wird. Ich bin absolut pro dem Kind zuhören, vor allem in einem Alter (wie Du beschreibst 10 Jahre alt), in dem es sich auch ausdrücken kann. Nur, was machst Du mit einem 4 Jährigen, der das eben noch nicht kann? Willst Du dem zu verstehen geben, es ist ok, wenn er nicht zu Mama/Papa kommt? Für mich also klar eine Frage des Alters und auch der Kommunikation der Eltern.
Und wenn ich diesen einen Fall von Cabonga lese, wo ich meine in einem anderen Thread war das Kind erst 7 Jahre, und die Tatsache, wie er hier auftritt. Dann, ja, bleibe ich bei meiner These, dass sich der TE besser selbst hinterfragen sollte, statt den Fehler bei der Mutter zu suchen. Denn seine Haltung gegenüber der Kindesmutter, das spürt der Kleine. Und wenn er sich so verhält und diese Feindseligkeit lebt, dann sind diese Probleme eben nicht verwunderlich. Statt gebetsmühlenartig Thread zu eröffnen mit den Inhalten "er will nicht, er will nicht, er will nicht" gäbe es auch die Möglichkeit den Wechsel schmackhaft zu machen. Aus psychologischer Sicht würde es sich anbieten den Jungen nicht hin und her zu bringen, sondern ihn jeweils abzuholen. Das vermittelt ein Gefühl von "gewolltsein" (hey mami holt mich ab, weil sie mit mir sein will)... und und und, da gäbe es viele Möglichkeiten, aber vom TE lese ich nur Selbstbeweihräucherung, wie sehr sein Sohn nur bei ihm sein will... Ich find's schlimm, sorry...
Zitat von thegirlnextdoor: Meine Eltern akzeptierten das damals aber - und dann, wenn ich Lust hatte, ging ich sehr gerne hin und genoss die Zeit mit meinem Vater sehr!
Natürlich hatte mein Vater aber, wenn ich am Wochenende mal nicht mit wollte, noch anderweitig Gelegenheit, Zeit mit mir zu verbringen - denn meinen Eltern ging es um mich, und nicht um ihr Ego und kleinliche Regelungen.
Genau so soll es sein und das ehrt deine Eltern, die das offenbar fantastisch gemacht haben.
Zitat von thegirlnextdoor: Das Jugendamt per se unterstützt das übrigens, wie ich von einer geschiedenen Freundin mit Kids weiß - sie empfehlen immer, dass der Elternteil, der ausgezogen ist mehr Umgang mit den Kindern hat/haben sollte als das gesetzliche Minimum.
Finde ich auch klasse
Zitat von thegirlnextdoor: Warum wird hier keiner Beratungsstelle oder ein Kindertherapeut hinzugezogen, um zu ermitteln wie es in dem Kind wirklich aussieht?
Das wäre wirklich spannend und ich würde mein Hinterteil verwetten, dass ich mit meiner These nicht weit weg bin. Zur Erinnerung, lies die anderen Fäden des TE (der plötzlich zur Frau wurde) und dann denke ich, wirst Du mir beipflichten.