Northface
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die Überschrift klingt reißerisch aber so richtig weiß ich nicht wie ich das Thema benennen soll.
Aktuell bin ich ratlos und weil die Ratschläge aus familiärem oder freundschaftlichem Umfeld doch immer sehr Bias sind suche ich hier neutralen Rat.
Ausgangssituation:
Meine Exfrau und ich leben seit 4 Monaten räumlich getrennt. Wir haben allerdings ein gutes Verhältnis zueinander und können auch (wieder) gut miteinander reden. Unser gemeinsames Ziel und auch unsere gemeinsame Aufgabe ist es, unsere Kinder als Team zu begleiten. Wir haben drei Kinder, die alle noch recht klein sind (2 Jahre, 3 Jahre und 5 Jahre).
Wir teilen uns die Betreuung der älteren Kinder etwa 40/60 auf wobei ich 40 habe und meine Exfrau 60, mit unserem kleinsten ist die Aufteilung aktuell bei ca. 30/70. Sie ist aktuell noch in EZ wollte aber nach dem Kitastart unseres jüngsten Sprösslings wieder in das Berufsleben einsteigen. Das war ganz unabhängig von der Trennung der Plan. Jetzt hat sich für die Kinder natürlich vieles verändert und das ist nicht leicht, da kommen viele Gefühle hoch wie Verlustängste und Trennungsängste, die wir versuchen empathisch und sensibel im Blick zu halten und zu begleiten.
Die beiden älteren machen aktuell einen guten und stabilen Eindruck. Der jüngste Spross tut sich schwer. Vor allem im Bezug auf die Kitaeingewöhnung. Jetzt sind wir in Woche 6 und es wird von Tag zu Tag schlimmer. Angefangen hat das ganze letzte Woche, Montag ging er freudestrahlend in den Kita und seit Dienstag änderte sich die Situation. Mittwoch bis Freitag wurde meine Frau täglich von einer Erzieherin angesprochen und eine Änderung wurde vorgeschlagen. Zuerst, dass man mit der Zeit wieder runter geht - soweit ok, das kam von der Bezugsbetreuerin. Seit Freitag mischt sich eine andere Erzieherin plötzlich ein und meint meine Exfrau könne sich nicht trennen und ab Montag würden wir Mini am Eingang abgeben.
Daraufhin haben wir am Wochenende unsere Köpfe zusammengesteckt und überlegt wie wir vorgehen. Meine Exfrau schlug relativ schnell vor die EZ zu verlängern und er erst mit 3 in den Kiga geht wie die anderen auch. Alternativen wie Tamu o.ä. sind kurzfristig wahrscheinlich nicht zu bekommen. Mich berührt das auch sehr, wenn ich höre wie er offensichtlich leidet, jedoch wollte ich nicht vorschnell die Flinte ins Korn werfen habe ihn letzte Woche aber auch nicht in die Kita gebracht und wusste nicht, wie genau sich das nun äußert.
Wegen der schweren Trennung von meiner Exfrau wollten wir ab diese Woche mir das bringen überlassen. Jetzt habe ich das Kind selbst erlebt in der Situation und bewerte das ganze etwas anders. Meine Exfrau drängt jetzt förmlich darauf ihn rauszunehmen. Quälen will ich ihn auch nicht weil ich sein Urvertrauen nicht weiter erschüttern möchte. Dennoch kommt mir folgendes in den Sinn:
Für sie ergibt sich daraus der charmante Effekt, dass sie weiterhin Trennungsunterhalt bekäme, da sie unseren kleinen dann voll betreut und beruflich nicht wieder einsteigen könnte.
Gleichzeitig sehe ich aber, dass die Eingewöhnung aus meiner Sicht für ein so kleines Kind nicht einfühlsam und sanft verläuft, wie wir uns das vorgestellt haben und wie es auch besprochen wurde. Die Bezugsbetreuerin nimmt ihn morgens nicht in Empfang, ist auch sonst oft anderweitig beschäftigt weil sie noch weitere (noch kleinere Kinder) eingewöhnt. Dann wird ständig etwas geändert und vor allem gibt es eine Veränderung von Freitag auf Montag.
Wie würdet ihr vorgehen? Ich bin gerade nicht in der Lage neutral zu denken.
Danke für eure Hilfe!