Hola15
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Zitat von unbel-Leberwurst:Wie erklärst Du Dir denn vor all diesem Hintergrund den Hass der Kinder? Seine Vaterrolle hat er ja offenbar nicht wirklich vorbildlich übernommen. ...
Lustig dass du frägst.
Als ich die letzten Tage so über den Threat sinnierte und reflektierte ob mich hier etwas triggert könnte (Ergebnis: denke nicht), obwohl ich nichts davon am eigenen Leib erfahren habe - meine Eltern trennten sich nicht während meiner Kindheit, sie leben beide noch und Suizid bekam ich nur im Umfeld mit, ist mir eingefallen, dass ich - Stichwort Loyalität- tatsächlich als Kind die Überlegung hatte zu wem meiner Eltern ich ziehen würde bei Trennung.
Mein Vater war ein Choleriker mit etwas tyrannischen Zügen und ich hatte und habe bis heute keine „Beziehung“ zu ihm. Er konnte mit mir als weiblicher Person auch nicht viel anfangen weil er ein Problem mit Frauen hat.
Die Ehe meiner Eltern war ganz offensichtlich schon immer gescheitert, die Rollen ganz klar: Täter und Opfer. Stundenlange Schimpftriaden meines Vaters ggü. meiner Mutter. Nichts was man vermissen könnte wenn der Vater nicht mehr im Haus wäre.
Meinen Vater spreche ich höchstens zum Geburtstag kurz, wenn überhaupt. Ich vergesse meist, dass er überhaupt noch lebt. Meine Gefühle ihm gegenüber sind absolut neutral. Ich wünsch ihm nix Böses aber er ist einfach kein Bestandteil meines Lebens.
Warum zum Teufel überlegte ich damals zu wem ich gehen würde? Gehe ich tiefer in die Erinnerung ist es Mitleid und Loyalität. Ich kann ihn doch nicht alleine lassen. WTF?!
Aber sogar bei so einer Konstellation kann Loyalität wirksam sein.
Hier ist der Vater weg und kann nicht mal mehr für sich selbst sprechen. Wäre es verwunderlich wenn die Tochter seine … weiß nicht wie ausdrücken… „Interessen vertritt“?
