Zitat von marc_aureil:Mein Kleiner hat Mama gesagt, dass er mehr bei Papa sein will und 3 Tage später schlief er nicht mehr bei mir....warte jetzt schon wider 2 Wochen, dass er kommt
Ich hab da so einen Verdacht
Habt ihr keine festen Zeiten ausgemacht wann er bei dir ist und wann nicht?
Wenn das in freiwilliger Manier nicht klappt, kannst du versuchen die Erziehungsberatungsstelle oder im 2. Schritt das Jugendamt einzuschalten.
Wenn es dann schlimmer statt besser wird, kannst du die Umgangszeiten vom Familiengericht festlegen lassen, dann hat sie ganz schlechte Karten, sollte sie dem im Wege stehen.
Aber es ist schön zu lesen, dass dieses Verhalten schon diagnostiziert wurde.
In meinem Sorgerechtsverfahren habe ich auch gemerkt, dass die Richterin, die ich hatte, hier nicht einfach die Frau raushängen lies, sondern schon abgewägt hat und nicht alles durchgehen lies und viele Sachen als dummes Geschätz weggewischt hat.
Ich denke diese Verhaltensmuster ziehen langsam nicht mehr. Wir entwickeln uns weiter. Viele Männer sind immer mehr bereit viel für die Kinder zu tun und dringen dabei in alte Frauendomänen ein. Das das zu Konflikten führt ist klar.
Wenn Frauen anfangen in Männerdomänen einzudringen ist es ja ähnlich.
Bestes Beispiel war Montag der Elternabend. Zufällig lagen beide Termine zur gleichen Zeit, wir mussten uns also aufteilen.
Da ich bisher recht wenig von der Schule mitbekam (man muss ihr alles aus der Nase ziehen), habe ich beschlossen mich zum Elternbeirat wählen zu lassen, wenn es sich anbietet.
Gesagt getan, meine Ex kam nach ihrem Elternabend runter zu uns und sah meinen Namen an der Tafel und war stink sauer auf mich. Ob ich zu viel Zeit hätte und warum ich das machen will.....
Ich erklärte ihr dann, dass ich mich mehr in der Schule einbringen will, damit der große nicht so sehr abrutscht und auf diesem Weg finde ich mehr Anschluss. Sie hatte null Verständnis, war sauer und ging.
Ich bin da in ihren Machtbereich eingedrungen. Bisher konnte sie die Lehrer bequatschen wie sie wollte und nun sehen die Lehrer die andere Seite der Medaille und sie bekommt Angst, dass ihre Traumwelt in sich zusammenbricht.
Ich denke man kann diese Parallelen im Berufsleben erkennen. Menschen, die Angst um ihren Job haben, haben Angst vor Konkurrenz. Sie denken, der andere nimmt ihnen was weg und man verliert dann alles. Menschen, die sich sicher fühlen reagieren da anders. Sie zeigen auch neuen Kollegen alles, bauen keine Wissensdomänen auf sondern betreiben eher Wissensmanagement, sind bereit Arbeit auch abzugeben.
Und Frauen, die beruflich aktiv und erfolgreich sind, werden weniger Ängste haben, das Fläschen geben und Windeln wechseln mal abzugeben. Sie sind eben nicht mehr Heimchen am Herd.
Aber was solls. Ich habe am Dienstag mein Ja Wort gegeben. Wir gehen von nun an rechtskräftig (Verzicht auf Rechtsmittel) getrennte Wege. Sie erhält ihre Abfindung und alle Forderungen egal von welcher Seite, egal aus welchem Grund, bekannt wie unbekannt sind abgegolten (Unterhalt, Zugewinn, Hausrat, austehende Miete......).
Steht direkt im Urteil

Ihr Anwalt freut sich wie eine Pusteblume, da er dank Abfindung seinen Lohn einstreichen kann. Einer Hartzerin kann man ja kaum eine Rechnung schreiben. Und bei uns geht es nur noch um die Kids. Sie bekommt ihren Unterhalt und ich regelmäßig meine Jungs.
Ich denke das nimmt viel Druck aus der Sache und macht den Umgang einfacher, weil eben diese anderen Problemfelder und Ängste erledigt sind.
Meiner Meinung nach, sollte der Gesetzgeber ein Gesetzespaket verabschieden, was diese Dinge regelt. Der ganze Unterhalts- und Umgangskram ist ja kein Gesetz sondern ein Urteil des OLG Düsseldorf mit vielen Wenn, Abers und Kann Sachen.
Wenn hier die Gesetze eine klare Sparache sprechen würden, gäbe es weniger Streit, denn der kann nur um die schwammigen Dinge erfolgen.
@Puppenmama5269 du tust mir leid. Aber diese verkrustete Ansicht über die Arbeitsteilung ist leider noch bei vielen Menschen in den Köpfen so drin. Viele Männer fühlen sich vermutlich nicht als Mann, wenn sie Kackwindeln wegwischen müssen.
Und hinterher wundern sie sich, wenn die Kids keine Bindung zu ihnen aufbauen. Ich merke das an meinen Großen. Meine Ex hatte ihre Wochenbettdepression über 6 Monate und ich musste alle Nachtschichten etc. fahren, sie lehnte den komplett ab. Die Hebamme hat da ihr schon geraten sich Hilfe zu suchen, denn sie kann ja nicht monatelang jeden Tag kommen. Diese berühmte Mutter-Kind Bindung hat er daher zu mir aufgebaut und das merkt man sogar nach 9 Jahren noch sehr deutlich. Er respektiert mich mehr und möchte immer bei mir sein. Bei dem Kleinen, da hatte ich zwar auch die Nachtschichten, aber sie keine Depressionen und eine normale Bindung. Der ist gern bei mir aber auch gern bei Mama - wie das auch sein sollte.
Erziehung ist halt das Schwierigste im Leben, was es gibt. Und auch Eltern sind ja Ende auch nur Menschen. Und Schlafentzug ist definitiv eine Foltermethode.