Zitat von Grace_99:Die Rentenpunkte kommen von der Rentenkasse für die Mutterjahre, was auch völlig okay ist; Erziehung ist auch ein Job!
Ja und ich rede vom Versorgungsausgleich nach der Scheidung.
Zitat von Grace_99:Mag sein das sich "einige" auf den 1. Arbeitstag wieder gefreut haben - so what? Heißt das im Umkehrschluss, jede Mutter (oder Vater), die sich entschließen zuhause zu bleiben sind Schmarotzer? Sicher nicht;
Nein natürlich sind sie keine Schmarotzer, wenn sie sich das leisten können.
Bitte betrachte mal, auch wegen Schwarz und Weiß, nicht nur Mama und Papa sondern die 42 Mio anderen Steuerzahler.
Mama sagt, ich bleibe zu Hause - ich nehme mir das Recht heraus, meine Kinder selbst zu erziehen.
Damit erwartest du, von dem gesamten Volk der Arbeiterschaft in D, deine Wünsche zu finanzieren! Das ist der Blickwinkel auf den ich ein Licht werfen will. Man gibt Geld aus, was Andere erarbeitet haben.
Der Sozialstaat soll die sozial Schwachen und NICHT Leistungsfähigen vor Armut schützen. Er schützt aber in Teilen "leider" auch die, die sich aus freien Stücken dazu entschieden haben.
Wie gesagt, soll jeder zu Hause bleiben, aber hinterher nicht nach Sozialgeld schreien oder über die Altersarmut jammern. Dann das Kind in die Grippe geben und arbeiten gehen.
In anderen Ländern gibt es sowas auch nicht und ich rede nicht vom Iran oder Nordkorea. Ich denke man sollte die Fremdbetreung Steuerfinanziert machen, von der 8. Woche bis zum 12. LJ, so dass jeder die Chance hat beruflich weiterzukommen trotz Kind.
Ich finde es ziemlich vermessen, allein ohne jegliches Verantwortungsgefühl, Geld zu beanspruchen (es steht mir ja zu), was einem nicht gehört, um seine persönliche Vorstellung von Familienleben zu erfüllen.
Zitat von Grace_99:Erziehung ist das A und O, der Grundstein für das weitere Leben, ein Job, der in einer Ehe bitte auch als solcher gesehen wird und nicht im nachhinein rummosern.
Ich bin Ex Ossi (sehe mich schon lange nicht mehr als solcher) aber als Kind war es eine Selbstverständlichkeit, dass beide Elternteile ihre jeweilige 40h Woche hatten. Meine Schwester und ich gingen in den Kindergarten und in den Hort. Nach der Schule gab es ein Zettel an der Pin Wand mit den Hausarbeiten, die wir als Kinder erledigen sollten - denn Hausarbeit wurde unter allen Familienmitgliedern aufgeteilt.
Das Konzept meiner Eltern kann nicht so falsch gewesen sein. Ich selbst war mit 18 fertig mit Abi, ging zum Bund, habe die 4 Monate dazwischen gearbeitet und nach dem Bund nahtlos eine Ausbildung begonnen und durchgezogen, ohne Unterhalt von Eltern einzufordern. Seit dem verdiene ich nahtlos meinen Lebensunterhalt und habe ein super Verhältnis zu meinen Eltern. Meine Schwester hat nach Abi ihr Studium begonnen und durchgezogen, nebenbei gejobbt, keinen Unterhalt eingefordert, ist nun vollverbeamtete Lehrerin in Bayern und hat auch ein super Verhältnis zu meinen Eltern und mir.
Also niemand kann mir erzählen, dass Eltern, die sich trotz Kinder für Arbeit entscheiden, schlechte Eltern sind, auch hat es uns an nichts gemangelt. Wir sind gut erzogen, höflich, ehrlich, fleißig und mitfühlend.
Wenn Mama oder Papa entscheiden zu Hause bleiben, dann ist das deren persönlicher Wunsch und man kann im Nachhinein nicht den Ex Partner (es sei denn es gab andere Absprachen) oder den Sozialstaat an die Karre nehmen.
Zitat von Grace_99:And by the way:
Unterhalt plus Kindergeld = Anteilig Wohnung (Miete), anteilig Strom / Wasser / Heizung, Lebensmittel / Kleidung / Schulsachen / Vereine , Nachhilfe, Zahnspangen usw. - da buttert jeder dazu, der die Kinder bei sich leben hat; da reicht Unterhalt plus Kindergeld nicht.
Das Thema mit den Zahnspangen hatten wir schon, selbst schuld wer keine Versicherung hat. Die KV zahlt 80 % wenn es medizinisch notwendig ist, also bei richtigen Fehlstellungen, sonst nicht. Eine priv. Versicherung gibt es für 10 Euro im Monat und übernimmt ca. 90-95 % auch wenn es nur wegen der Optik ist.
Auch der Abschluss einer Versicherung ist eine persönliche Entscheidung, dessen Folgen man persönlich zu tragen hat.
Im KFZ Bereich ist die Versicherung glücklicherweise Pflicht.
Und ich habe meine Kids 8 bzw. 5 Jahre als Alleinverdiener groß gezogen und habe niemals so viel Geld im Monat für die Kinder ausgeben müssen. Und sie hatten trotzdem Jahreskarten für den Hansapark, waren im Sportverein, Kindergarten etc. pp.
Die Schulsachen meines Sohnes kosten pro Jahr 70 Euro. Ok wird später etwas mehr. Spare ich auch nur 10 Euro im Monat sind das schon 120 Euro im Jahr, dafür bekomme ich schon viele Schulbücher.
Im Unterhalt sind ca. 180 Euro für Miete und Heizung vorgesehen.
Wohnen:
Bei 9 Euro der m² (Hamburg) und 10 m² Kinderzimmerfläche, sind das 90 Euro im Monat.
Nebenkosten
Heizung + Wasser + Hausmeister + Müll etc zahle ich ca. 220 Euro im Monat auf 94 m² also 2,34 Euro pro m² oder 23,4 Euro pro Kinderzimmer. Macht ca. 50 Euro für beide Kinderzimmer.
Gesamtsumme bei 2 Kindern also 230 Euro fürs wohnen in Hamburg!
Lebensmittel
Ich gebe für mich allein ca. 200 Euro im Monat für Essen aus und liege damit sehr hoch. Meine Kollegin als Single kauft für 50 Euro ein.
Als 4 köpfige Familie hatten wir mit Rumpsteak, einen Jura Kaffeeautomaten, der bitte nur Makenbohnen bekommen sollte ca. 600 Euro im Monat ausgegeben (inkl. Waschmittel etc.).
Also ziehen wir meine 200 Euro ab und die meiner Ex, verbleiben ca. 200 Euro für die Kids.
Sind also 430 Euro der 1.000 Euro und Wohnen + Essen ist bezahlt. Legen wir mal 100 Euro zurück für Klassenfahrten, Schulsachen oder so (1.200 Euro im Jahr) verbleiben noch immer 470 Euro. Ok Zahnzusatzversicherung, dann sind wir bei 450 Euro. Sportverein vielleicht 50 Euro im Monat damit verbleiben runde 400 Euro. Wie oft kauft man Klamotten? Sagen wir 100 Euro im Monat für beide dann hast du immernoch 300 Euro übrig.
Deine Rechnung geht nicht auf.
Wie gesagt ich rede nicht von Theorie. Ich rede davon, dass ich in einer der teuersten Ecken Deutschlands wohne und trotzdem locker zurecht kommen würde, wenn ich den Unterhalt erhalten würde.
Zitat von Grace_99:Und auch wenn ich ins Klo gegriffen habe wegen Ex / kein Kontakt / kein Unterhalt - es sind nicht alle so und das ist auch gut so. Ich mag keine Männer, die sich verhalten wie der Ex, ich mag aber auch keine Menschen, die nur verbittert sind und nicht über den Tellerrand hinaus schauen, nur weil sie selbst 1 x ins Klo gegriffen haben.
Richtig, ich bin auch nicht verbittert über meine Ex. Sie ist wie sie ist und so lange sie mich in Ruhe lässt habe ich kein Stress mit ihr. Sie kann offen und ehrlich zu mir kommen, wenn sie was will, wir können darüber sprechen und wir machen es möglich.
Ich rede hier rein über das Jammern wegen Geld. Ich könnte auch jammern. Mein Gehalt geht für Unterhalt drauf, der Selbstbehalt ist eigentlich zu niedrig angesetzt....was mache ich?
Oh ich arbeite etwas mehr und frage nach einer Lohnerhöhung.
Und alle 4 Jahre wähle ich die Partei, die meiner Ansicht nach bessere Politik verspricht. Mehr kann ich nicht tun.
Und ansonsten weiß ich, dass es viele Frauen gibt, die anders sind. Genau für die versuche ich meine eigenen Defizite zu erkennen und abzustellen. Und da ich regelmäßig meinen Unterhalt leiste und für die zwerge da bin - sehe ich an dieser Stelle auch keine Defizite.
Ich habe genug Fehler, weiß in großen Teilen woher sie kommen und arbeite daran.
Meine Ex hat keine Schuld daran, dass meine letzten Ehejahre so bescheiden waren. Ich habe Schuld daran nicht den Mut gehabt zu haben es zu beenden.
Ich muss lernen auch aus diesem Teil meines Lebens meine Weisheiten zu ziehen und eben mich z.B. auf keine Hartzerin mehr einlassen bzw. dann mehr zu schauen ob es gewollt oder unverschuldet ist und vor einer Ehe schauen ob da Aussicht auf Besserung besteht, wo ich unterstützen kann etc.
Aber ich habe für mich beschlossen keine Verantwortung mehr für einen erwachsenen Menschen zu übernehmen, der für sich selbst sorgen kann. Das ist meine persönliche Einstellung und keine Verbitterung.
Genauso bekommen die Bettler von mir auch kein Geld. Wenn sie Geld wollen, sollen sie einen ALGII Antrag stellen, das habe ich schon bezahlt. Doppelt bezahle ich nicht.
Meine Erwartungshaltung was das Arbeiten angeht ist da vermutlich auch eher an den Bundestag gerichtet, weniger an meine Ex persönlich.
Ich bin eigentlich ziemlich Links eingestellt, gerade was den Zuzug von Ausländern angeht, aber bei ALG2 sehe ich aber die von Westerwelle genannte römische Dekadenz, für das er viel Prügel bezogen hat.
Sorry, ich habe einfach zu viele ALG2 Empfänger kennengelernt und muss eingestehen, bei meiner Ex war ich einfach betriebsblind um das rechtzeitig zu beenden.
Vermutlich habe ich die 18 Monate Hölle auch verdient für meine Feigheit.
Daher freue ich mich auf mein neues Leben, auf das es besser wird wie das alte. Was ich tun kann, tue ich.
Und meine Ex? Die soll mir nur nicht im Wege rumstehen, ihre ALG2 Anträge schreiben - denn meine politischen Wünsche sind eh egal und mir keinen vorjammern.