Zitat von Sari17:Gumo,
Ich hätte gerne ein starres Umgangsmodell, sprich von Freitags-Sonntags.
Das erscheint mir Geregelter für den kleinen.
Nein bei uns ist nichts gerichtlich festgelegt. Wir befinden uns noch in der Findungsphase, wie das zukünftig von statten gehen soll. Daher möchte ich da nicht zuviel ausprobieren, sondern wirklich es geordnet haben. Dieses wischi waschi, freitags ist er müde und daher Abholung samstags geht mir auf den keks, zumal ich weiß, weswegen er so argumentiert. Aber beweisen kann ich das nicht, denn aus seinem Mund ist das ja nur zum Wohle des Kindes
Ein starres Umgangsmodell ist halt starr - auch für dich! Lass du mal einen job finden, wo du deutlich mehr verdienst aber Samstags arbeiten musst...Starr ist Starr - Job adé.
Ich würde es gemeinsam klären. Wie läuft denn eure Scheidung in anderen Fragen? Also Unterhalt, Hausrat, Zugewinn? Gerade Unterhalt und Zugewinn können Existenzängste auslösen, da in D eben nicht wirklich realistisch vorgegangen wird und man viel zu sehr betrügen kann.
Vielleicht kannst du mit der Verlockung einer Scheidungsfolgevereinbarung deine Wünsche mit einfließen lassen?
Letztendlich wollt ihr beide wissen wie es weitergeht und Gefühle lassen sich schlecht kontrollieren.
Und jeder nutzt die Möglichkeiten, die ihm bleiben.
Ich persönlich finde es sch.... wenn Kinder als taktisches Waffensystem eingesetzt werden - und zwar von beiden Fraktionen!
Aber sie werden es. Und manchmal spielt einen die Fantasie auch einen Streich.
Meine Ex ist total sauer auf mich, weil ich mich in den Schulsprecherrat gewählt lassen habe. Jetzt habe ich direkten Zugang zu Schule und Lehrer. Warum macht sie das sauer?
Vielleicht weil sie dort viel Mist über mich erzählt hat, der nun auffliegt? Eventuell...
Vielleicht denkt sie, ich will ihr eins auswischen? Kann sein das sie das denkt.
Sie wollte gern, dass ich mich schulisch mehr einbringe bei den Kids. Das war im Trennungsjahr sehr schwer, weil eben die materiellen Dinge in Teilen auch Vorrang hatten.
Wie soll man seinen Kindern in der Schule helfen, wenn man nicht weiß ob man in ein paar Wochen noch ein Wohnung hat?
Jetzt wo alles geklärt ist, die Gefahren abgewendet wurden und der Regelbetrieb einsetzt, ändert sich eben auch die Priorität.
Das wird bei euch auch so werden. Eine Scheidungsfolgevereinbarung kann helfen, dass dieser Zustand früher eintritt, weil beide Seiten einen Vertrag abschließen, der alles regelt - auch den Umgang. Alle haben einen Stand und können sich daran orientieren.
Bei meiner Ex und mir wurde die Vereinbarung erst 1 Woche vor der Scheidung getroffen und dann mündlich in die Scheidung eingebracht.
Du glaubst nicht wie befreiend das jetzt ist...ich weiß, dass sie nie weider fordern kann. Wird sie krank? Mir egal (in finanzieller Hinsicht). Wenn sie sich von ihrem Partner trennt und wieder in ALGII rutscht...mir egal - das Jobcenter kann mich mal - Urteil ist rechtskräftig. Keine Nachberechnung, keine Fiktiven Ansprüche - einfach alles sauber geregelt.
Ich würde denken - dein Ex hat Angst.
Und weiter würde ich mir überlegen ob Druck nicht Gegendruck erzeugt und Brücken nicht eventuell besser sind als Mauern.
Hast du es schonmal mit der Wahrheit probiert? Einfach mal ganz direkt sagen, dass du Freitags gern Sport machen würdest und es von ihm lieb währe wenn er das Kind schon Freitags nimmt? Ganz ohne Vorhaltungen oder mit Kindeswohl zu kommen?
Meine Ex ist immer wieder erstaunt, wie einfach ihr Leben sein kann, wenn sie bei der Wahrheit bleibt.
Sie kam jetzt an ob ich außerhalb der regulären Zeit die Kinder über Halloween nehme, damit sie reinfeiern kann. ich sagte ihr meine Arbeitszeiten und das ich mir die Abende für die Kinder frei halte. Und sie soll mir am 30.10. sagen wann ihre Party beginnt, dass ich zusehen kann pünktlich Feierabend zu machen (1,5h Pendelzeit). Ich werde sicher nie alle Wünsche erfüllen können aber definitiv nicht aus Rache (obwohl sie es verdient hätte).
Ich nehme die Kids gern, kann gut verstehen, dass sie mal Feiern gehen will (konnte ich auch in der Ehe).
Allerdings würde ich es ablehnen die Hortkosten zu tragen. Die Nachmittagsbetreuung ist laut OLG Düsseldorf dazu da, damit Mama arbeiten gehen kann. Diese Kosten sind im Nachehelichen Unterhalt zu berücksichtigen. Diesen hat sie als Abfindung bekommen (Abfindung > Summe der Unterhaltszahlungen über die 3-4 Jahre). Wenn sie merkt, dass der hohe Einmalbetrag eben nicht nur Spielgeld ist und sie glaubt, sie kann über Umwege, den Unterhalt zusätzlich reinbringen - bekommt sie die rote Karte!
Auch wenn sie die Kinder dann aus dem Hort nimmt - dann ist das so. Aber ich habe auch noch ein Leben und der Kindesunterhalt ist hoch genug.
Probier es mal ihn ehrlich und direkt anzusprechen. Mal sehen welche Türen sich da öffnen. Eine ehrliche Bitte kann ein Killerargument sein - wer kann da schon nein sagen?
Manchmal ist eben einfach nur die Formulierung.
LG