Zitat von Meerlöwin: Die Motivation, in den Affärenthreads zu lesen und zu schreiben, ist da doch nicht, der TE helfen zu wollen. Sondern dass man selbst mit dem Thema nicht durch ist ganz tief drinnen. Oder?
Ich sehe das ehrlich gesagt etwas differenzierter.
Natürlich gibt es user, die agieren, wie du das beschreibst. Leider.
Aber es gibt eben auch sehr viele, die zwar selbst so etwas bereits erlebt haben (egal auf welcher Seite), die aber trotzdem sehr objektiv schreiben.
Da geht es dann eher darum, der TE einen anderen Blickwinkel vorzuschlagen.
Und ich glaube das Problem ist dann eher auf der Seite der TEs in solchen Affärenthreads.
Wenn man z.B. wie hier der TE versucht nahe zu bringen, wie ar...ig sich ihr AM eigentlich objektiv verhält, dann kommt das bei den TEs oftmals als Angriff an. Als Angriff auf die geliebte und hoch auf einem Podest stehende Person.
Und dann muss man wahrscheinlich erstmal innerlich in eine Art Verteidigungsposition gehen. Weil der "Absturz" von himmelhochjauchzend zu der Erkenntnis, was man da eigentlich seit Jahren (objektiv) tut und mitgemacht hat, und wie erfolglos das Ganze wohl tatsächlich ist, dann irgendwie zu groß ist.
Und wenn dann noch Scham dazu kommt, weil man selbst da auch Dinge getan hat, die alles andere als lobenswert sind (Beispiele hier: im Ehebett; die Gespräche mit den Kindern mithören; die Abwertung der EF, etc.), dann kann das, jedenfalls stelle ich mir das so vor, das eigene Leben plötzlich ziemlich durcheinanderbringen.
Und dann steht man nach Eröffnung von solch einem Thread, von dem man sich Zuspruch erhofft hat, aber knallharte Wahrheiten bekommen hat, wohl ziemlich hilflos da, und beteiligt sich dann eben nicht mehr am eigenen Thread.
Das Ganze ist mMn nach so ein Zwiespalt zwischen der hormongeschwängerten Affärenblase und der Realitäts-Erkenntnis, die ja trotzdem bei einem ankommt.
Da bricht Vieles auseinander.
Und das muss man erst mal alles verarbeiten.