Zitat von Alles_auf_0: aber dass es wahrscheinlich normal ist, dass man sich Vorwürfe macht und man sich irgendwie zusammen über diese Phase drüber helfen wird.
Nein!
Es gibt kein "man" und kein "zusammen" mehr, mit Ausnahme der Elternebene.
Das würde ich ihm ganz klar so sagen.
Ich verstehe total, dass Dich Deine Anschuldigungen und die Schuldumkehr total triggern und dass Du da ganz viel richtigstellen möchte. Aber lass Dir gesagt sein: Es bringt nichts!
Ich kenne auch den starken Wunsch, im Nachhinein noch Erklärungen vom Ex zu bekommen, auch, um die Beziehung gefühlt doch noch zu einem halbwegs sauberen Abschluss zu bekommen. Ich habe direkt nach der Trennung ein paar Versuche dahingehend gestartet und möchte Dir ganz dringend raten, das gleich zu lassen. Du wirst ohnehin keine vernünftigen Erklärungen bekommen, weil die alte Beziehung ihn nicht mehr interessiert und weil er keine Lust hat, sich mit seinen Anteilen am Scheitern zu beschäftigen. Stattdessen wirst Du mit irgendwelchem halbherzigen Gelaber abgespeist werden und Dich dann noch schlechter und kleiner fühlen.
Ich würde ihm ganz sachlich und souverän schreiben sagen, dass Du denkst, dass es nicht mehr nötig ist, mit ihm über Dinge, die über das Kind oder Orga/Finanzen hinausgehen, zu kommunizieren. Du kannst ruhig auch noch was von "wäre ineffizient" oder so schreiben, damit ihm klar wird, dass Dir Deine Zeit zu schade ist, um sie mit weiterer Kommunikation mit ihm zu verplempern, und dass Du dafür keine Notwendigkeit und keinen Mehrwert für Dich siehst. Dann alles, was von ihm kommt und nicht die obigen Themen betrifft, konsequent ignorieren.
Ach ja - und ich bin absolut d'accord mit meinen VorschreiberInnen: Er betreibt die übliche Schuldumkehr, stellt Dich als garstig oder gar psychisch gestört dar etc.. Ignorieren bzw. mit einer souveränen Bemerkung ("Sicher besitzt keine/r von uns eine entsprechende diagnostische Expertise ...") kontern.