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Komplette Lebenskrise Tausend Baustellen auf einmal

Tin_

Tin_


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Zitat von Blacksilver87:
Was meinst du mit dem Imperativ?

Du machst dir selbst sehr starken Druck und hast eine hohe Anspruchshaltung an dich. Woher kommt das? Du bist anderen Menschen sehr viel nachsichtiger als dir selbst gegenüber.
Hast du das mal in deiner Therapie angesprochen?

07.12.2020 01:15 • #31


Lebensfreude

Lebensfreude


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ich habe es auch schon einige Male erlebt, dass enge Freundschaften plötzlich oder schleichend aufhörten.
Das hat weh getan.
Aber Lebenswege gehen auseinander. Nicht jede/r entwickelt sich in die Richtung, die man selber eingeschlagen hat.
Prioritäten ändern sich.
Es gibt aber auch Freundinnen, die treffe oder höre ich monatelang nicht, und dann ist es so, als wäre keine Zeit vergangen. Man ist wieder ganz nah und vertraut.

Gerade in Krisenzeiten habe ich erfahren, wer hilfreich zur Seite stehen kann und wer nicht.
Zu wissen, dass ich einige Menschen auch nachts um 2:00 Ur anrufen KÖNNTE, ist ein schönes Gefühl.

Und die Freundschaften, die viele Krisen überstanden haben, sind ein Geschenk. Ich bin dankbar dafür.

07.12.2020 01:17 • x 1 #32



Komplette Lebenskrise Tausend Baustellen auf einmal

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Blacksilver87

Blacksilver87


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Zitat von Lebensfreude:
ich habe es auch schon einige Male erlebt, dass enge Freundschaften plötzlich oder schleichend aufhörten.
Das hat weh getan.
Aber Lebenswege gehen auseinander. Nicht jede/r entwickelt sich in die Richtung, die man selber eingeschlagen hat.
Prioritäten ändern sich.
Es gibt aber auch Freundinnen, die treffe oder höre ich monatelang nicht, und dann ist es so, als wäre keine Zeit vergangen. Man ist wieder ganz nah und vertraut.

Gerade in Krisenzeiten habe ich erfahren, wer hilfreich zur Seite stehen kann und wer nicht.
Zu wissen, dass ich einige Menschen auch nachts um 2:00 Ur anrufen KÖNNTE, ist ein schönes Gefühl.

Und die Freundschaften, die viele Krisen überstanden haben, sind ein Geschenk. Ich bin dankbar dafür.


Danke dir. Ja das stimmt. Meine ewig langen Freundschaften hatten auch schon diverse Krisen. Und wir kommen immer wieder daraus. Habe glaube ich Angst manche Leute zu verlieren. Sonst wäre ich vielleicht lockerer und würde sagen, ach das kommt schon wieder ins reine...

07.12.2020 01:21 • x 1 #33


Tin_

Tin_


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Und warum redest du nicht mit diesen Menschen über deine Befürchtungen?

07.12.2020 01:30 • x 1 #34


Blacksilver87

Blacksilver87


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Zitat von Tin_:
Und warum redest du nicht mit diesen Menschen über deine Befürchtungen?


Also du meinst, dass ich sage, dass ich Angst habe ? Glaube will nicht stressig sein oder klammern wirken. Habe es ja schon mal angesprochen. Aber du meinst dass ich Angst habe ?

Und vielleicht mal sage, was ich brauche ? Für ne gute Freundschaft? Und mich da öffnen ?

07.12.2020 01:38 • #35


n-ever

n-ever


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Liebe Blacksilver,

Abwertende Sticheleien von Freunden ergeben für mich keinen Sinn - das sind dann doch keine Freunde.
Ehrliche Kritik - gerne!
Aber Abwertung? Damit sie sich nicht unterlegen fühlen => Kontakt reduzieren/aussortieren

Ich habe mal gelernt, dass man Menschen mit Charakterfehlern keinen Gefallen tut, wenn man ihnen das ewig nachsieht. Denn dann bleiben sie so.

Also wenn du selbst eine Freundin sein willst und Sie dir wichtig ist, dann sag deutlich wenn du inakzeptables Verhalten bemerkst.
Gerne in "Giraffensprache".

Hauptsache, du nimmst dir die Gedanken nicht länger mit "nach innen" und zermarterst dir den Kopf, wo die Person die es ändern könnte gar nichts davon erfährt.

Davon abgesehen; in Pandemie-Zeiten mit einem Baby zu tun zu haben (also ohne die benötigte soziale Unterstützung auskommen zu müssen) ist wahrscheinlich auch eine Krise, bei der man kein Ohr für die Sorgen der Menschen hat, von denen man sich selbst Hilfe erhofft.

Cov-19 trifft irgendwie Jeden und Alle auf unterschiedlichste Weise. Vielleicht brauchen wir etwas mehr Verständnis und Nachsicht miteinander. Diese Zeit ist für die meisten nicht einfach, aber wird auch irgendwann vorbei gehen. Und hinterher weiß man, auf wen man zählen kann ; )

07.12.2020 02:09 • x 1 #36


Tin_

Tin_


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Zitat von Blacksilver87:

Also du meinst, dass ich sage, dass ich Angst habe ? Glaube will nicht stressig sein oder klammern wirken. Habe es ja schon mal angesprochen. Aber du meinst dass ich Angst habe ?

Und vielleicht mal sage, was ich brauche ? Für ne gute Freundschaft? Und mich da öffnen ?


Genau das. Offenbare dich ihnen doch. Sag, dass du diese Beziehung sehr schätzt und sie wertvoll für dich ist. Das hat nichts mit Klammern zu tun, sondern mit kommunizieren deiner Bedürfnisse. Auch ist es doch hierbei wichtig, WIE du das tust. Sinnig ist es nicht, dass du kauernd auf Knien um Anerkennung bettelst. Kopf hoch, Brust raus, Bauch rein und sagen: Hey, du bist mir wichtig und es fehlt mir, dass wir nicht mehr diesen Kontakt haben, wie ich ihn mir wünschen würde. DAS ist Wertschätzung.

Weisst du, ich hatte vorhin eine Video-Meeting (Abteilungsrunde) mit Menschen, die so ziemlich alles in der Abteilung "doof" finden und sich vor allem über fehlende Wertschätzung von oben beklagen. Ich gehöre auch dazu (mit ein Punkt, weswegen ich gekündigt habe). Nun wurde mal eine tolle Sache von der Abteilungsleitung angeboten und auch umgesetzt... was passiert? Kein Feedback der Abteilung. NICHTS. Was lernt die Leitung daraus, wenn sie denn mal etwas tolles auf den Weg bringt: Das es egal ist, was man macht....
Was hab ich getan? Im privaten Chat mit der Abteilung im Hintergrund ein Lob für diese tolle Sache ausgesprochen und mich bedankt.

Warum?
Feedback, Wertschätzung und Respekt sind wechselseitig funktionierende, zwischenmenschliche Dinge. Sie passieren nicht einfach. Jeder redet davon und oft wird es eher egozentrisch als Einbahnstraße gesehen.
Wieso erzähle ich dir das? Hast du deinen Freunden, die nun weniger Zeit haben, gesagt: Du bist mir wichtig/Ich mag dich und verbringe gerne Zeit mit dir/....?
Wie ich schon erwähnte; Menschen ziehen aus sowas ihre Energie und auch den Sinn in etwas zu investieren - in der jetzigen Zeit ist das noch wichtiger als sonst (Energiehaushalt, den ich erwähnte).

Das ist übrigens dasselbe Thema, weswegen Partnerschaften scheitern . nicht kommunizierte Erwartungen und Bedürfnisse, aber auch Wertschätzung und Respekt nicht nur einfordern, sondern selbst schenken.
Öffnen bei den "richtigen Menschen" ist immer eine gute Idee. Wichtig hierbei ist zu erkennen, wer ein "richtiger Mensch" ist.

Und ja! Kommuniziere deine Bedürfnisse! So kannst du mir dem Botschaftsempfänger abgleichen, ob eure wechselseitige Erwartungshaltung passt oder ob es wirklich nicht weiter geht. Du schaust dir einen Mann doch auch genauer an, ob du eine Partnerschaft mit ihm eingehen möchtest, wenn du so halbwegs weisst, was er braucht und möchte/wie er sich seine Zukunft vorstellt und ob das gemeinsam passen kann. Warum nicht bei Freunden?

07.12.2020 11:44 • #37


Derek868


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Ich habe sehr interessiert dieses Thema gelesen und finde, dass Du Blacksilver78 eine sehr spannende und sehr in Dich selbst geordnete Person bist.

Während ich dieses Thema las, kam in mir aber immer wieder der Gedanke auf: Was sollen Dir die Freunde eigentlich geben? Warum stehen die Freunde so sehr im Mittelpunkt? Jede Bindung zu einem Freund scheint von Dir bis aufs detaillierteste analysiert zu werden und überall einen tiefen Sinn in der freundschaftlichen Beziehung gesucht zu werden.
In den Zeilen nehme ich wahr, dass Du teilweise enorm hohe Ansprüche an die Freundschaften stellst und gleichzeitig von sehr vielen Freunden sprichst. Sie melden sich nicht, sie sind nicht interessiert usw. - ich lese viele Vorwürfe an die Freunde.

Freunde gibt es in meiner Wahrnehmung in zwei Kategorien - die echten Freunde, die einen ein Leben lang begleiten und dann gibt es die Freunde, die lebensabschnittsweise die gleichen Interessen teilen. Mit letzteren driften irgendwann aber naturgemäß die Interessen auseinander und dann trennen sich die Wege. Dies ist der natürliche Lauf der Dinge und weder für deine Seite, noch für die andere zu werten. Die Mehrzahl der Freundschaften bewegt sich in dieser zweiten Kategorie. Die aller wenigsten befinden sich in ersterer. Ich nehme aber wahr, dass du auch an die Menschen der zweiten Kategorie diese Ansprüche stellst.

Weißt Du, ich glaube, dass sich die Menschen über ihre Freundschaften der zweiten Kategorie in der Regel wenig Gedanken machen. Und ich halte das für grundsätzlich gesund. Denn, wir können nicht jede unserer sozialen Bindungen bis ins Detail analysieren. Manche Dinge muss man nehmen wie sie sind und kommen und für sich daraus das beste mitnehmen. Es sind Menschen, die ihr Leben leben und ggf. ihren Fokus im Leben ganz woanders haben und dadurch spielst Du eine untergeordnete Rolle. Diese Freunde haben in der Regel gar nicht die Zeit sich mit der Freundschaft zu Dir auseinander zu setzen.

Ich würde mich daher fragen, warum du diesen hohen Anspruch an so viele Freundschaften stellst? Was sollen sie dir geben, was du dir nicht selbst geben kannst?

01.05.2021 12:25 • #38


Karili


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Ich finde das Thema auch sehr interessant. Beim Lesen kam mir - dke sonst gar nicht biblisch ist - die Geschichte Jakobs aus Genesis 32 23- 33 in Erinnerung. Es ist eine Geschicht über das Wachsen und Entwachsen aus einer Gemeinschaft.

Jakob geht mit seiner grossen Familie einen Fluss entlang und wird plötzlich von einem Mann/ Schatten, je nach Übersetzung, überfallen und kämpft bis zum Morgengrauen um sein Leben. Am Morgen steigt er entkräftet und verwundet am anderen Ufer aus dem Fluss und geht ohne seine Familie weiter.

Es gibt dazu eine Reihe von Interpretationen wer der Angreifer war. Eine der wichtigsten ist, dass Jakob mit sich selbst kämpfen muss, um die nächste Phase in seinem Leben neu und frei beginnen zu können.

Mir scheint das hiet zu den kleinmachenden und sich nicht kümmernden Freunden gut zu passen. Diese Menschen haben erkannt, dass deine Schuhe größer geworden sind als ihre eigenen. Was sie sehen und bereits akzeotieren, scheinst du noch nicht wahrhaben zu können. Die Scwierigkeiten, die du gerade durchläufst werden zu dir selbst führen. Wenn der Prozess zuende ist, dann gehst du weiter und wirst deine neuen Menschen treffen. Nimm den Prozess ann und trauere ruhig um das Ende der Frundschaften. Du wirst sie nach und nach selbst loslassen

Vor 42 Minuten • #39



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