Zitat von Zylinderella: Immer sollte man den Menschen sehen. Jedoch…
Weißt du das erst nach einer Weile. Vorurteile haben ja auch einen Schutzcharakter.
"Vorurteile" bzw. "Schubladendenken" hat ja seine Berechtigung und hat sogar auch eine wichtige Funktion, denn es hilft ein schneller etwas einzuordnen, nimmt die Komplexität, ohne das wir ständig analysieren und abwägen müssen. Das ist ein Prozess der meistens im Hintergrund abläuft, ohne dass wir es wahrnehmen.
Die kognitive Vereinfachung führt aber dazu, das man in Stereotypen denkt und zu Diskriminierung neigt und man zu grob auf andere Menschen schaut, Chance auch verpasst und man sich selbst unreflektiert gegenüber steht.
Daher ist es aus meiner Sicht unerlässlich, die eigene Muster immer wieder in Frage zustellen, aber auch hier führ kann man sich eigene Muster aneignen.
Beispiel:
Du findest jemand auf Anhieb sympatisch oder unsympatisch...
...obwohl du den Menschen nicht kennst. Oft ist es so, dass sie unbewusst an Menschen erinnern, das kann auch nur das Aussehen sein. Wenn man sich das schon verinnerlicht, dann ist man nicht enttäuscht, wenn die vermeintlich nette Person, doch nicht so nett ist.
Oder wenn man den vermeintlich unsympathischen Typen doch einen
Chance gibt ihn besser kennenzulernen und nicht alles blockt.
Gefühlt sind es diese Widersprüche im Leben, mit den wir täglich konfrontiert werden und man damit ständig lernt damit neu umzugehen - fertig werden wir nie.
Nur der Selbstherrliche arbeit nicht an sich selbst und bleibt emotional stehen.
Zitat von Hagen_Rether: Ich versuche Menschen möglichst vorurteilsfrei zu begegnen.
Man merkt, dass du öfters im Rheinland bist...
🙂.