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Heiraten ist ja für mich kein Thema mehr, da mache ich mir auch keine Gedanken darüber. Ist in meinen Augen dann sinnvoll, wenn man Kinder haben möchte und ein Rollenmodell unumgänglich ist. Ich würde Teufel tun, dann auch noch einen Ehevertrag zu unterschreiben. Wenn ich die Elternzeit nehme und danach nur noch in Teilzeit arbeite, dann muss ja irgendwie eine faire Absicherung herkommen. Vor allem, wenn der Mann nicht vorhat beruflich zu pausieren und wegen der Schichtarbeit die Kinder niemals vollumfänglich betreuen würde. Da kaum jemand das durch tatsächliche Zahlungen ausgleicht, eine Familie mit einem Einkommen zu versorgen ist schon Herausforderung genug, sichert wenigstens die Ehe die gerechte Verteilung im Falle einer Trennung. Ich habe zwar nichts davon beansprucht, weder Unterhalt an mich, noch die Rentenpunkte, aber es gibt Fälle, wo die Frauen darauf angewiesen sind. Ich war halt schon davor ein gebranntes Kind und private Altersvorsorge war das A und O plus permanente Berufstätigkeit trotz Elternzeit. Und als er weg war, fing ich mehr zu arbeiten an und wollte kein Geld von ihm haben. Die Betreuung der Kinder war dadurch nicht einfacher, aber ich hatte nun mal auch meinen Stolz.
Auch heute gibt es genügend Männer, die zwar Kinder haben wollen, beruflich jedoch nicht zurück treten für die ersten Jahre. Sie überlassen es zu gerne der Frau und wundern sich dann im Trennungsfall welche finanziellen Folgen es für sie hat. Mein Ex hat glaube ich gar nicht mal realisiert, dass es ihm ganz anders ergehen könnte, wenn ich damals alle Register gezogen hätte, anstatt ihn zu „schonen“. Ein Mann ist erstmal froh, dass Frau alles übernimmt, er wie gewohnt weiter arbeitet, wenn nicht noch mehr als sonst, um weniger zu Hause übernehmen zu müssen, und stolz darauf sein kann, ein Alleinverdiener zu sein. Was das irgendwann bedeuten könnte, ist erstmal tomorrow problem.
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x 1#46
ElGatoRojo Mitglied
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Zitat von Markus1977:
Aber Sie hat so viel Mist gebaut, dafür gab es dann keine Grundlage für Gerechtigkeit
Man gut, dass es für manche Sachen gesetzliche Regelungen gibt, die solche Rachegelüste begrenzen
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x 3#47
A
Kosten einer Scheidung
x 3
Balu85 Mitglied
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@alleswirdbesser Ich denke man kann es nicht nur auf Familie/Kinderwunsch usw. münzen. Manche heiraten ja noch viel später, wenn die Kinder raus sind. Andere wollen evtl. gar keine Kinder usw. Es gibt eben in jede erdenkliche Richtung Möglichkeiten die jemand dann hinterher zu seinem Vorteil nutzen könnte. Ebenso könnte es ein Paar sein mit etwa gleichen Einkommen. Eine Partei packt einen Teil seines Gehalts in eine priv. Altersversorge, der andere verpulvert es. Im Rahmen der Scheidung juckt es niemanden warum einer priv. vorgesorgt hat, der andere aber nicht. Auch hier kann ein Ehevertrag helfen.
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#48
Markus1977 Mitglied
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Zitat von ElGatoRojo:
Man gut, dass es für manche Sachen gesetzliche Regelungen gibt, die solche Rachegelüste begrenzen
Das hat doch nichts mit Rachegelüsten zu tun. Sie hatte einen Anwalt, ich nicht. Sie hat in der Ehe nichts finanziell beigetragen, im Gegenteil. Ich habe zum ersten Mal für mich eingestanden.
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#49
ElGatoRojo Mitglied
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Zitat von Markus1977:
Außerdem hatte ich ihre neue Verliebtheit schnell dazu genutzt , mit ihr die finanzielle Regelung beim Verkauf des Hauses zu meinem Vorteil zu Regeln.
Findest du, dass dies ein moralisch sauberes Verhalten ist?
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x 2#50
Balu85 Mitglied
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Zitat von ElGatoRojo:
Findest du, dass dies ein moralisch sauberes Verhalten ist?
Ich habe jetzt keine Kenntnis über die Geschichte von @Markus1977, du? Moral bleibt nicht selten auf der Strecke bei einer Trennung. Und ob eine Reaktion angemessen ist oder nicht auch aus moralischer Sicht wird man nur schwer beurteilen können ohne die Hintergründe zu kennen. Wenn man damit rechnet das die andere Partei mit harten Bandagen kämpft um evtl. möglichst viel für sich herauszuholen, warum sollte man dann vorher schon nachgeben? Wenn die andere Partei nicht an "Win/Win" interessiert ist, dann bietet man es doch nicht immer wieder an?
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x 1#51
Markus1977 Mitglied
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Zitat von ElGatoRojo:
Findest du, dass dies ein moralisch sauberes Verhalten ist?
Nö, genauso wenig jemanden zu betrügen oder ? Dann hatten wir wohl beide keine Moral
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x 1#52
Markus1977 Mitglied
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Achso zum Thema Gesetz und Gerechtigkeit kann ich nur sagen, das dies ein Widerspruch in sich ist
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#53
Violettsloth Mitglied
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1700 Euro ist wohl der vorläufige Verwahrenswert. Bei uns ist der bei knapp 800 Euro. Der berechnet sich am Anfang aus Annahmen, der tatsächliche wird am Ende höher liegen. Der Verwahrenswert wurde von der Anwältin meines Mannes geschätzt, weil sie nicht weiß, was ich tatsächlich verdiene und welche Anwartschaften bestehen. Der Versorgungsausgleich wurde mit nur 1000 Euro berechnet, weil sie einfach keine Angaben hat. Kommt sicher noch was dazu. Dann die Anwälte. Meiner kostet schon ne gute Summe. Also billig ist eine Scheidung nicht 😨
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#54
Markus1977 Mitglied
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Zitat von Violettsloth:
1700 Euro ist wohl der vorläufige Verwahrenswert. Bei uns ist der bei knapp 800 Euro. Der berechnet sich am Anfang aus Annahmen, der tatsächliche ...
Wenn alle Beteiligten sich einig sind und nicht auf den Schwachsinn der Anwälte eingehen kann sowas sicherlich günstiger ablaufen. Niemanden werden Arme und Beine amputiert, man kann also endlich wieder auf eigenen Beinen stehen
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#55
Violettsloth Mitglied
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Zitat von Markus1977:
Wenn alle Beteiligten sich einig sind und nicht auf den Schwachsinn der Anwälte eingehen kann sowas sicherlich günstiger ablaufen.
Ja sicher. Könnte. Ich würde aber mal vermuten, dass die wenigsten Scheidungen so ablaufen.
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#56
alleswirdbesser Mentorin
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Zitat von Markus1977:
Das hat doch nichts mit Rachegelüsten zu tun. Sie hatte einen Anwalt, ich nicht. Sie hat in der Ehe nichts finanziell beigetragen, im Gegenteil. Ich ...
Hätte sie keinen Anwalt genommen, hättest Du es tun müssen. Ich kenne das so, dass man bei einem Anwalt auch diese Kosten 50/50 teilt.
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x 1#57
M
maenneken Mitglied
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Man kann teilen. Da aber der Anwalt nur im Interesse des Mandatsgeber handelt ist das oft nicht so
Am besten Scheidungsfolgenvereinbarung vom Notar, nur einen (!) Anwalt (die Gegensrite darf nur zustimmen, ist ja alles geregelt). Und es geht recht günstig aus.
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x 5#59
Atomicblue Mitglied
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Zitat von alleswirdbesser:
Das meine ich nicht, ich meine 1. die Abhängigkeit, kaum mitspracherecht - garantierter Auszug bei Trennung. 2. das Erbe, wenn man Kinder hat. Null ...
Würde ich auch nie wieder machen.
Ich werde nie wieder in ein Haus einziehen, in dem ich kein Mitspracherecht habe.
Es kann noch viel passieren. Und ja, vielleicht wäre ich auch irgendwann bereit nochmal zu kaufen/bauen. Mit dem richtigen Partner. Dafür habe ich Rücklagen und lege regelmäßig was auf die Seite.
Aber Bedingung ist: ich komme dafür hälftig ins Grundbuch und habe Mitspracherecht. Es wird geteilt. Fifty-Fifty!