Balu85
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Zitat von Tempest:Ich habe 3 gebraucht.
Einer für Beide gemeinsam hätte auch gereicht. Aber was soll man tun, wenn die Einen zickig sind und die anderen bockig
3? Also für eine normale Scheidung ohne Knatsch reicht ein Anwalt. Weil nur ein Anwalt die Anträge bei Gericht stellen kann. Dieser Anwalt oder Anwältin ist der rechtliche Beistand desjenigen der ihn beauftragt hat. Agiert im Falle von Unstimmigkeiten also nicht neutral.
Wenn es um den Vorsorgeausgleich geht, muss zumindest zum Gerichtstermin jede Partei einen Rechtsbeistand haben.
Wenn man es in einer Scheidungsfolgevereinbarung geklärt hat glaube nicht. Da bin ich mir aber nicht 100%ig sicher.
Zitat von Tempest:Da tritt einen aber die Rentenversichering ins Gemächt. Egal was gesagt wurde.
Ein Vertrag darüber wäre meiner Meinung nach auch jederzeit lösbar, wegen sittenwidrichkeit. Aber es ist nur meine persönliche Meinung, wie alles was ich hier schreibe
Ob es sittenwidrig ist oder nicht entscheidet im Zweifel das Gericht. Bei ähnlichen Rentenniveaus aber eher nicht. Was sehr wahrscheinlich nicht durchgeht, wenn eine Partei wegen Familie nicht oder nur eingeschränkt erwerbstätig war und dann auf den Vorsorgeausgleich "verzichtet" wird.
Zitat von alleswirdbesser:Du setzt aber quasi voraus, dass die Frau bei dir einziehen muss, während für dich sich gar nichts ändert. Mehr noch, du hättest dadurch mehr Geld in der Tasche, um das Haus abbezahlen, das nur dir gehört und nur dein Kind erben wird. Die Frau wird einiges aufgeben müssen, wenn sie bei dir einzieht, und steht später mit leeren Händen da, ihr Kind ebenfalls und muss schnell wieder ausziehen.
Also zunächst einmal würde ich dich bitten nicht davon auszugehen das es immer so bescheiden läuft wie bei dir damals. Nicht jeder Mann betreibt Futurefaking und sucht nur jemand der sich an den Kosten beteiligt.
Dann sehe ich mich weder in naher noch in ferner Zukunft in irgendeiner irgendwie gearteten Beziehung wo das Thema von Bedeutung werden könnte. Aber nehmen wird doch aus Spass mal an in 10 Jahren passiert sowas. Ob und wenn ja wie viel diese fiktive Person aufgeben würde steht nicht fest. Ich könnte auf Schackeline, wohnhaft in einer der "traumhaften" Plattenbausiedlungen, 8 Etage, treffen oder auf Mareike, lebt in einer schicken Villa. Für die eine wäre es wohl ein Gewinn für die andere vermutlich eher ein "Verlust".
Ebenso wie ich hätte auch sie mehr Geld in der Tasche, denn ich denke nicht das in der Praxis sich einer hinsetzt und ausrechnet was man Netto-Kaltmiete zahlen müsste. Also Einer bekommt etwas dazu, der andere zahlt dafür etwas weniger als für die Mietwohnung. Was jeder oder man gemeinsam mit der Ersparnis oder dem Gewinn macht kann man ja frei entscheiden.
Wenn du statt 1000Euro warm für eine 3 Zimmerwohnung 400 zahlst und ein ganzes Haus mit Garten nutzen kannst finde ich es schon irgendwie merkwürdig dem anderen anzukreiden das er ja 400Euro mehr im Monat zur Verfügung hat. Deinem Vermieter wirfst du ja auch nicht vor das er die Raten für die Immobilie dank deiner Miete zahlt.
Und ich bin ja nun langsam in einem Alter wo bei vielen die Kinder schon größer sind....welch Irrsinn müsste mich befallen um zu heiraten, meine Immobilie hälftig als Mitgift in den Ring zu werfen um dann evtl. nach 4 Jahren zu erfahren "achso Balu....öhm, ich zieh aus und trenne mich". Dann müsste ich die gute Auszahlen für etwas was ich bereits mehrheitlich OHNE sie bezahlt habe.
Anders herum würde ich auch nie voraussetzen das ich oder meine Tochter irgendwelche Rechte am Besitz meiner fiktiven zukünftigen Partnerin haben.
Und ich kenne tatsächlich ein Pärchen die das so handhaben. Sie wohnt jetzt bei ihm. Ihr Haus hat sie ihrem Kind überschrieben mit dem Zusatz "Für mich ist im Ernstfall immer ein Zimmer frei".
Was mit gemeinsamen Anschaffungen wärend der Beziehung passiert steht ja wieder auf einem anderen Blatt. Da wäre es natürlich ungerecht wenn man sich gemeinsam für 30kEuro ne Küche reintackern lässt und dann soll einer mit nichts gehen. Also entweder zahlt einer dafür und man ist sich einig darüber "Wenn es schief geht bleibt das hier/wird mitgenommen" oder man zahlt sich aus. Viele Wege führen nach Rom.
Zitat von alleswirdbesser:Und was wenn die Frau eine Immobilie hat? Würdest du deine aufgeben und bei ihr einziehen plus Miete zahlen?
Also aufgeben im Sinne von verkaufen würde ich mein Haus nicht. Das kann, wenn sie denn möchte meine Tochter machen wenn ich 6 Fuß tief verbuddelt wurde. Oder über der Ostsee verteilt. Ob ich umziehen würde kann ich pauschal nicht sagen. Kommt doch drauf an wohin. Und natürlich würde ich irgendwie Miete zahlen wenn ich da wohne.....ich wohne ja dann da.
Achso: Kosten für Anwalt, Notar und Gericht haben meine Ex und ich 50:50 geteilt. Waren in Summe irgendwas zwischen 2000 und 2500 pro Nase. Wobei die Anwaltskosten den größten Anteil hatten.