Golem
Mitglied
- Beiträge:
- 1130
- Themen:
- 1
- Danke erhalten:
- 2183
- Mitglied seit:
Das was sie hat ist keinesfalls etwas Erfundenes oder etwas wo man sich anstellt.
Es handelt sich um ein tief Verwurzeltes Entwicklungstrauma und Bindungstrauma.
Das weiß ich sicher und das ist auch nicht verwunderlich bei ihrer Bio.
Dazu kommen Ereignisse in ihrem Leben dazu, die eine Folge davon sind.
Man muss davon ausgehen, dass ich sie Co-Reguliert habe. Also das sie selbst auch ohne es zu wissen, bei mir die sicherste Bindung überhaupt hatte.
Ich lasse niemanden vorschnell fallen. Ich will verstehen. Erst dann lasse ich fallen oder wende ich ab.
Wenn man der Traumaforschung folgt, geht man davon aus das ein Großteil der Gesellschaft dort oft unentdeckte Traumafolgen haben.
Kann ich nachvollziehen. Denn das Verhalten einer Gesellschaft, bildet auch gern deren Werte aus.
Und jeder von uns, hat das schon erlebt und gesehen, wie zerstörerisch Menschen sein können.
Vor allem mit sich selbst.
Es ist also keinesfalls zu unterschätzen, was Eltern in der Bindungsphase ihrer Kinder für "Schaden" anrichten können.
Nicht mal absichtlich, sondern geschaffen durch teilweise Gesellschaftliche Werte.
"Lass das Kind mal schreien, brauchen die" "Wie das hat schon wieder Hunger?,Gibt nix." "Stell dich nicht so an, du bist nur gefallen" usw. Jeder kennt das, diese Gedanken nimmt jeder mit und dabei lernt man nicht unbedingt den liebevollen Umgang mit sich selbst.
Gerade in jungen Jahren ist Ablehnung einfach der falsche Weg.
Fakt ist, das gibt es. Fakt ist, es gibt Veränderungen im Gehirn, die Nachhaltig sind. Fakt ist, diese Menschen brauchen nicht mehr Härte, im Sinne von, da musste durch.
Ich halte es auch für möglich, dass auch viele Menschen hier im Forum, die harte Trennungsgeschichten durchmachen in der einen oder anderen Weise davon betroffen sein können.
Mein persönliches Motiv ist dabei, es einfach auch zu verstehen und damit besser umgehen zu können. Die Wahrscheinlichkeit ist einfach hoch, dass ich durch meine Bindungsmuster an eine neue Beziehung geraten könnte die auch sowas hat. Außerdem ist es mir im Sinne meiner Kinder wichtig, dass ich es möglichst für die ohne Folgen hin bekomme.
Ja ich muss sich schützen und auch die Kinder. Aber Schutz heißt nicht immer gleich, ich ziehe eine harte Grenze.
Schutz heißt auch, ich ziehe mir mal eine Schusssichere Weste an und gehe trotzdem rein.