avamoon
Gast
Ich habe in den letzten 6 Wochen viel nachdenken dürfen. Manchmal hätte es mich fast zerrissen. Man kann sich jede Frage, die man so hat, auch alleine beantworten. Alles irgendwie ein Spiegel. Ich habe meine (einfache) Familie geschützt - du deine Freundinnen (Y., A., keine Ahnung wen noch, mit denen du wahrscheinlich mehr geteilt hast, als mit mir - nur Annahme) und deinen Stammtisch. Nie haben wir offen geredet. Immer war ein wenig Scham dahinter. Deine Eltern waren bei dir viel zu sehr im Kopf präsent - meine sind mir räumlich zu nahe. Ich habe mich auch nach fallenlassen gesehnt, nur war es bei mir Kopfsache. Ich habe immer nur gewartet, was kommt noch. Was rückst du noch mit der Zeit raus... Ich war immer nur auf der Lauer. Und wie schütze ich mich am besten. Du konntest dich nicht körperlich fallen lassen! Du bist akademisch schlau und es nervte dich wahrscheinlich oft genug, dass ich so unpolitisch bin. Mich hat es genervt, dass du nicht weißt, wie man mit Gefühlen umgeht. Wir haben beide ein Problem mit Nähe. Ich war in deiner Wohnung immer nur Besuch, ich ließ gar nicht zu, dass du mich wirklich besuchen konntest. Du warst nie 100 % gefühlstechnich bei mir, ich konnte nie 100 % zu dir stehen, weil ich wußte, dass meine Freunde mit ganzen vielen Dingen, die du bist, einfach gar nicht klar gekommen wären. Ich konnte nicht damit, dass du nicht so handeln konntest, als wäre ich das Richtigste für dich. Ich weiß, dass du mich manchmal für meinen Vergleich mit anderen Beziehungen gehasst haben mußt. Mein Ganz-oder-gar-nicht-Denken...
So viele Sachen und noch viele mehr. Hm. Und es hilft alles nichts. Es hat eben auch nicht gereicht. Es ist eben so. Traurig. Es ist nichts mehr zu machen.
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden ... Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde <hermannhesse>.
