Zitat von bluebalu:Zitat:Ihr seid gut im Vor-VERUrteilen, deswegen gleich ne Ansage .... Könnt ihr euch sparen, erreicht mich nicht ... Aber genauso Sprüche sind es, die mir Sorge machen und wo ich mich frage, wie sinnvoll und objektiv ein Austausch ist ...
Nun ja, liebe Bella, wie es in den Wald hineinschallt....
Als kontraproduktiv erlebe ich es in solchen Foren, wie diesem hier, bislang lediglich, dass manche User, so wie es dir ebenfalls passiert ist, bereits in ihrem ersten Posting recht negativ und voreingestellt ein Thema offenkundig zur Debatte stellen, darin jedoch bereits implizit deutlich machen, dass von der eigenen Meinung abweichende Haltungen nicht wirklich toleriert werden.
Auch mir stellt sich da die Frage nach deinem "wirklichen" Anliegen.
Warum halte ich es für kontraproduktiv?
Wie du richtigerweise erwähnst, halten sich hier, in diesem Forum v.a. Menschen auf, die mitunter in ihrem schwersten und verletzlichsten Moment allen Mut zusammennehmen und über Gefühle sprechen, für die Außenstehende manchmal zu wenig Zeit, Verständnis oder Anteilnahme aufbringen. Hier gibt es traumatisierte Menschen, Menschen, die nicht mehr wissen, ob und wie es mit ihrem Leben weitergehen kann und die am Abgrund stehen. Es gibt Menschen, die den Mut haben, zu berichten, wie sie ihre größte persönliche Krise erfolgreich überstanden haben - mit allen Fehlern, Schwächen und Unzulänglichkeiten, die sie dabei gezeigt haben.
Um diesen Mut aufzubringen, braucht man v.a. Vertrauen und die Hoffnung, hier "in Sicherheit" sein zu können und von Anderen weder belächelt noch verraten zu werden. Diesem Mut zu begegnen, indem gleich im Eingangsthread der "Ernst", die Hoffnung auf Hilfe, sowie die "Sinnhaftigkeit" pauschal abgewertet wird, erachte ich als distanz- und respektlos.
Konstruktiv in Frage und zur Debatte stellen kann und darf man jedes Thema - Abwertungen basierend auf der eigenen Voreinstellung vorzunehmen hat jedoch mit konstruktiver Auseinandersetzung nicht mehr viel zu tun.
Aus diesem Grund ja -bereits im Eingangspost erwähnt - die Anmerkung, dass ich evtl krass pauschalisiere
Nix wie man in den Wald ruft - aber - ich mag s gern provokant, damit etwas in Gang kommt - aus den weiteren Posts meinerseits sieht man klar eine Differenzierung der Thematik ...
Ich kenne das Forenleben recht gut und bin da nicht so empfindlich, wenn der Wind mal etwas rauer weht ....
Ich habe einiges Kreuz und quer gelesen hier, aber natürlich nicht alles ....
Was mir aber zur Thematik Liebeskummer einfällt ....
Es geht oftmals so wertend zu .... Dass man sich ausquatschen will, sich austauschen etc . .... Versteh ich ....
Nur aus eigener Erfahrung ... Das mit den wohlwollenden Tipps ist oftmals so schwer ... Es ist sehr schwer, jemanden konstruktiv zu raten ....
Letzten Endes löste ich für mich so etwas immer in anderer Form ... Wenn ich es irgendwann schaffte, bei mir zu bleiben ... Innenschau betrieb.... Eben nicht mehr im Teufelskreis der Gedanken verharrte .... Meditierte ... Aufschrieb (für mich) .... Ruhiger wurde ....
Ich halte reden für sinnvoll, nicht falsch verstehen, aber Tipps, Ratschläge die ein System betreffen .... Also sprich , den Ex, das Objekt der Begierde, oder wie auch immer ....
Es ist sehr schwer, da als "Berater" zu fungieren ... Zumal man dann hier eh meist nur die subjektive Meinung eines Betroffenen kennt und da also 50% mal ganz ausgeblendet ist .... Der User, der hier schreibt, kann maximal beschreiben, vieles ist ja nur aus seiner Sicht, subjektiv, in den Augen seines Erlebens und aus der Summe seiner Erfahrungen aber auch Konditionierungen ....
Ich finde es ja nicht per se schlecht, dass es Plattformen gibt

im Gegenteil .... Aber immer wenn man in Resonanz mit jemand gibt, verändert man etwas , egal in welcher Hinsicht .... Das machen sich viele nicht bewusst, denk ich manchmal ....