Zitat von Anna-isttraurig:Hinterlist finde ich ein hartes Wort - ich musste für meine Abwesenheiten nicht lügen. Ich habe lediglich verschwiegen.
Ist für mich kein Unterschied, denn die Grenzen sind fließend. Ist für mich aber ein Zeichen, dass du innerlich immer noch entschuldigst und rationalisierst was du getan hast. So wirds nix mit dem Vergessen.
Zitat von Anna-isttraurig:Und meine Frage zielte darauf, wie ich es schaffe, die Emotion zu besiegen. Da Du das ja schon geschafft zu haben scheinst - wie hast Du das getan?
Der Unterschied ist, dass
ich aus freiem Willen die Entscheidung getroffen habe, der Verliebtheit nicht nachzugehen.
Ich habe für mich entschieden, dass der Hormonfasching nicht wert ist, meine Frau zu hintergehen.
Du aber hast diese Entscheidung nicht getroffen,
du hättest weiter gemacht. Hättest Du selbst die Reißleine bei euch gezogen, würde es dir um ein Vielfaches leichter fallen, die Affäre zu vergessen (so wie es in eurem Fall deinem AM leicht fallen wird). Du wolltest aber ja gar nicht aufhören, sondern wurdest durch deinen AM (gegen deinen Willen) fremdbestimmt.
Zitat von Anna-isttraurig:Mir geht es hier darum, dass wir uns ja vernünftigerweise getrennt haben, so gut wie keinen Kontakt mehr haben und versuchen, das als Auftrag zu nehmen, an unseren Beziehungen zu arbeiten.
Von ihm kommt das von Herzen und Hirn, bei dir nur aus der Ratio. Du
willst diese Trennung nämlich nicht. Er dagegen schon. Und solange du der Affäre nachweinst und sie relativierst und verharmlost, wirst du leiden.
Ein möglicher Ansatz für die Trauerbewältigung wäre deinen Mann einzuweihen und mit ihm zusammen gemeinsame Energie in die Neugestaltung und Verbesserung eurer Ehe zu stecken. Sicherlich ein riskanter Weg, aber einer der ungemein lohnend sein kann, wenn ich die Affäre zum Anlasse nehmt, gemeinsam eure Versäumnisse der Vergangenheit aufzuarbeiten.