Ex-Mitglied
Gast
Seit ca 2 Wochen lese ich hier die Beiträge und habe auch schon den ein oder anderen guten Tipp gefunden.
Zu meiner speziellen Situation gibt es aber nichts, daher eröffne ich einen neuen Beitrag.
Meine Geschichte:
Vor ca 4 Monaten habe ich auf einer internen Veranstaltung zufällig einen Kollegen getroffen den ich seit 15 Jahren kenne. Wir möchten uns schon immer, hatten aber wenig Kontakt da er in Norddeutschland arbeitet und ich in Frankfurt.
An dem Tag war alles anders. Wir haben Kaffee getrunken und es funkte mit 100.000 Volt.
Er ist mittags wieder nach Hause gefahren und seitdem hatten wir jeden Tag Kontakt, der bereits schriftlich intensiv war. Wir hatten uns volle Lotte verknallt.
Das wäre ja nicht schlimm gewesen, wenn wir nicht beide verheiratet wären und jeweils Kinder im Teenager Alter hätten.
Wir haben uns über alles ausgetauscht, die Kinder, den Alltag, den Job. Wir verstanden uns blind, es war, als wären wir schon ewig zusammen. Natürlich kam es wie es kommen musste, mit einer windigen Ausrede haben wir einen gemeinsamen Termin ausgemacht und sind natürlich im Bett gelandet.
Seitdem wurde es immer intensiver. Wir haben jeden Tag geschrieben und fast täglich telefoniert. Alle zwei Wochen haben wir es geschafft, uns für eine Nacht zu treffen.
Es war unglaublich. Es war intensiv. Wir waren verliebt, es war uns aber merkwürdigerweise klar, dass wir unsere Familien nicht aufgeben. Wir planten keine Zukunft.
Dann kam es plötzlich anders. Unter Tränen hat er Schluss gemacht. Er gestand mir, dass es ihn zerreißt. Dass er jedesmal, wenn er von mir weg musste, mehr gelitten hat. Dass sein ganzes Leben, jeder einzelne Tag von den Gedanken an mich bestimmt sind.
Aber dass er nicht geht. Dass er seine Kinder nicht zu Scheidungskindern macht. Dass er seine Frau nach vielen gemeinsamen Jahren nicht verlassen kann und will.
Ich glaube ihm das alles, habe auch keinen Grund das nicht zu tun. Ich verstehe auch seine Beweggründe.
Mein Problem ist auch nicht, dass ich ihn zurückwill. Ich bin sehr in ihn verliebt, aber ich möchte meine Familie ebenfalls nicht verlassen. Ich denke, aus der Affäre wäre keine alltagstaugliche Beziehung geworden. Es war auch noch zu früh, um ernsthaft weiterzudenken.
Aber das ist mein Dilemma: ich hätte es nicht beendet. Jetzt hat er sich getrennt und jeglichen Kontakt abgebrochen. Und das tut einfach so unglaublich weh. Er hat es mir erklärt und auch viele Tränen vergossen. Aber er sagt er hält es nicht aus.
Und ich halte jetzt die Trennung nicht gut aus. Rational war es sicher richtig. Aber ich bin so traurig. Ich weine viel. Wie schaffe ich es, dass es nicht so weh tut? Wie schaffe ich es, zu verstehen? Ich möchte einfach nicht mehr leiden.
Es tut so weh! Habt Ihr Erfahrungswerte? Wie lange dauert das Leiden? Und an euch Männer da draußen: wie ist das mit der Verantwortung? Könnt ihr das nachvollziehen was er gemacht hat und wenn ihr etwas ähnliches erlebt habt: wie geht es euch damit? Konntet ihr Ehe und Familie retten? Hat diese Trennung wenigstens Sinn?
Liebe Grüße
Die Pubertät sich bemerkbar macht und sich alles ändert.
Ich sehe das sie mich brauchen und wie ich sie brauche. Das alles ist mir wichtig.