Chr40
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Ich versuche mich mal kurz zu fassen.
Meine Freundin hat mich vor drei Wochen verlassen. Die ersten zwei Wochen bin ich durch die Hölle gegangen, jetzt komm ich langsam wieder auf die Beine, aber trotzdem lässt mich natürlich alles nicht los.
Die kurze Geschichte : Nach einer 4jährigen sehr toxischen Beziehung, die wohl die schönste und schrecklichsten Zeit meines Lebens war traf ich irgendwann meine jetzige Ex.
Wir verliebten uns sofort ineinander, es war wieder die "große Liebe auf den ersten Blick", wir kamen schnell zusammen etc. Klingt schon mal ungesund.
Nach einiger Zeit kamen die ersten Risse.
Ich neige zu extremer Vergesslichkeit, habe div. Macken, bin nachdenklich, quäle mich bei Entscheidungen etc.
Sie ist. Tja. Unbeirrbar, kann andere Meinungen schwer akzeptieren, kann sich nicht in andere hin ersetzen etc.
Während ich sie im Gesamtpaket annahm, wurden meine Fehler immer mehr beleuchtet. Kritik an mir war keine, sondern eher ein Draufhauen.
Ich habe in meiner Unstruktur es häufig nicht geschafft für sie da zu sein, wenn sie mich brauchte, sie wollte immer Alles für mich tun, ohne dass ich jemals wollte, dass sie sich so aufgibt.
Sie denkt häufig in schwarz und weiß und ihr Bild von mir wurde immer negativer, meine Fehler häuften sich etc.
Dann schien alles in bester Ordnung zu sein, ich kam aus dem Urlaub zurück, wir trafen uns und sie machte Schluss.
Es waren zwei Stunden, wo wir beide weinten und sie sagte, dass sie sich verändern würde und dass nicht gut sei. Dann listete sie mir auf, was eh alles nicht gepasst haette und wollte am Ende gerne, dass wir trotzdem verbunden bleiben.
Ich sagte ihr, dass ich das nicht kann, weil es für mich ja immer bedeuten würde, zu warten und zu hoffen.
Abends hab ich sie dann überall blockiert, weil ich dieses Gestarre aufs Handy sonst nicht aushalten kann.
Ich tue das nicht gegen sie, oder für sie, sondern für mich, um abschließen zu können.
Ich habe mich nicht einmal wieder bei ihr gemeldet.
Ich weiß, dass sie beleidigt ist und das unreif und kindisch findet und gar nicht begreift, warum ich das tue.
Aus ihrer Sicht ist das lächerlich und ich denke, sie hat dadurch den letzten Rest an Respekt verloren.
Das ist etwas, was mich rotieren lässt, weil ich nicht so in Erinnerung bleiben möchte und will, dass sie versteht, warum wir jetzt nicht einfach telefonieren oder ab und zu Minigolf spielen können.
Ich hatte ihr einen 6seitigen Abschiedsbrief geschrieben, ohne Anschuldigungen, ohne mich zu rechtfertigen, ohne mich klein zu machen.
Nix mehr gehört.
Mit ihrer Freundin hat sie nicht geredet. Keiner weiß, was sie denkt.
War die Blockade wirklich kindisch? Müsste man darüber stehen?
Heute erste Therapiesitzung gehabt. Themen :genereller Aufbau eines Selbstwert es, Loslassen, Beziehungsabhängigkeit etc.
Sorry für den langen Text
