Zitat von MissLilly: welches ich nach meiner persönlichen Erfahrung als äußerst schwierige Lebensaufgabe empfinde.
Ah, jetzt verstehe ich.
Zitat von MissLilly: Ich finde es eher oberflächlich an einer Veranstaltung teilnehmen zu "müssen", indem "Wissen", das dass Interesse nicht mir und meiner Person gilt, sondern man einfach nur Mittel zum Zweck seines Gegenübers ist.
Ja, das ist eher heuchelnd, also dass deine Familie das "erwartet" und letztendlich auch, dass ihr hingeht, obwohl ihr euch nicht "gesehen" fühlt.
Zu deiner Frage noch, wie man es schafft, mental auszusteigen: Gar nicht.
Aus meiner Sicht hilft da einfach nur nen Cut, so wie @Vienne das schon mitteilte. Ob der Cut für immer ist oder nur für ne gewisse Zeit mal, das weiss dann nicht.
Fakt ist: Wenn man sich in einer Familie nicht mehr "gesehen" fühlt und sich dementsprechend dann nicht mehr wohl fühlt, ist es besser, die Karten auf den Tisch zu legen und eben einen Cut zu machen.
Klanglos würde ich das nicht machen. Das wäre Silent Threatment.
Wenn was im Raum steht, aussprechen.
Meistens ist es leider so, dass man dafür dann kein Verständnis hat, weil dann diese Menschen eher denken: Spinnt die?!
Aber es geht um dich und wenn du das Gefühl hast, nicht mehr "gesehen" zu werden, ist es Zeit, was zu ändern. Und wenn Unverständnis kommt, dann "Tschüss" "Bye Bye" "Macht es gut".
Das ist dann auch erstmal ne harte Zeit, loszulassen mit dem Gefühl, dass man nicht verstanden wird, aber da das ja schon länger so ist, ja. Es war eben nur Heuchelei.
Mit der Zeit merkt man aber dann, dass es gut ist, dieser Cut, dieser komplette Abstand. Weil man sich in der Familie ja nicht mehr wohl gefühlt hat, so eben, wie in einer Partnerschaft das auch sein kann.