HeavyDreamy
Mitglied
- Beiträge:
- 9001
- Themen:
- 3
- Danke erhalten:
- 15367
- Mitglied seit:
Bei Liebeskummer vor 7 Jahren hatte ich immense körperliche Probleme. Und ja damals noch massiv lange Zeit gebraucht, um loslassen zu können.
Hier jetzt mit meiner Trauer aktuell habe ich tränenreiche Minuten, richtige Sturzbäche und dann gehts wieder etwas besser.
An den ersten Tagen, nach seinem Tod hab ich zwar gemerkt, dass ich jedes Mal, wenn ich aufgewacht bin, so ein Ziehen an meinem Herzen hatte. Das hat sich in den letzten Tagen aber soweit wieder beruhigt.
Das war son Gefühl, wie wenn seine Seele mich quasi mitnehmen möchte.
Er war auch jemand, der mich immer gerne angerufen hat, auch wenn wir sogar schon gestritten hatten.
Er kam immer wieder auf mich zu.
Und jetzt in dem letzten halben Jahr, seit seiner Diagnose war für mich klar, dass ich ihn begleiten möchte und er meinte auch, er wäre froh, dass ich einfach da bin.
Er rief jeden 2. Tag an.
Zu wissen, dass da jemand war, der einfach nicht mehr anrufen kann, weil nicht mehr lebend, das ist heftig.
Diese Trauer fühlt sich für mich so an, wie dass ich eben auch weiss, es wird nie mehr zu einem Gespräch kommen, es kann nicht mehr zu einem Gespräch kommen.
Ich bin gespannt, wie lange ich in dieser Trauerphase jetzt bleibe, die mich immer Mal wieder einholt.
Mit meiner Freundin Acid hatte ich nicht ganz so oft Kontakt, auch haben wir meist nur über WA kommuniziert.
Mit Christschn immer Telefonate. Er hasste WA und Co.
Es ist schon ein Unterschied, ob man telefoniert oder meist nur über WA kommuniziert.
Hoffe, dass ich an Silvester nicht so sehr in meiner Trauer gefangen bin und versuche mich voll und ganz auf meinen Stammchinesen zu konzentrieren.
Habe vor, ein Geschenk für sie mitzubringen, weil sie ja letztens meinten, sie würden eventuell im nächsten Jahr nicht mehr mithalten können.
Werd ich dann auch vermissen, weil immerhin fast 30 Jahre Stammkundin.
Loslassen ist immer wieder neue Arbeit an sich selber, wenn ein Mensch nicht mehr präsent ist, Veränderungen anstehen bezüglich Bekanntschaften oder eben verstirbt.
Es ist nur menschlich und natürlich einen fürsorglichen Partner haben zu wollen.