Zitat von Deion:Krank sowas.
Warum krank? Anders ist nicht gleich krank. Sie spielt mit offenen Karten und sagt was sie will. Ist auch nicht meins, aber darum noch lange nicht krank.
Wenn es darum gehen würde, würde ich jeden Gläubigen als Krank bezeichnen, weil er an was glaubt, was es nicht gibt!
Aber gerade der Glaube kann die Seele bereichern.
Als Ungläubiger z.B. beneide ich manchmal die Gläubigen darum, dass sie innerlich ausgeglichener sind als ich. Ich kann nur nicht glauben, das entspricht nicht meiner Natur. Ein ehemaliger Klassenkamerad ist Priester oder Pastor geworden und er hat früher an Gott geglaubt und tut dies heute naturgemäß immernoch, obwohl er den gleichen Naturwissenschaftlichen Unterricht genossen hat wie ich.
Ich bin nicht gläubig, muss aber gestehen vermutlich auch unglücklicher wie die Gläubigen.
Das macht mir das Leben unglaublich schwer.
Ich weiß z.B. bzw. es ist logisch, dass ich irgendwann wieder eine Partnerin finden werde, auch das ich meine Scheidung überstehe und das ich mit beiden Füßen auf dem Boden lande (aufrecht). Aber daran glauben, es fühlen, verinnerlichen? Nein leider nicht.
Diese Unbeschwertheit, die manche Menchen haben und so durch das Leben gehen, die fehlt mir vollkommen.
Zu wissen, dass alles gut wird.
Zitat von Deion:Das sind aber sicherlich sehhhhhhhhhhhhhhhr wenige Personen, sowohl auf männlicher wie auch weiblicher Seite. Immer vorher den sauberen Cut machen, mit den Konsequenzen leben und gut ist. Alles andere ist Bulls. t.
So meinte ich das nicht. Ich wäre beinahe fremd gegangen. Normalerweise müsste man mich vermutlich dafür *beep*. Wenn ich dir aber die Geschichte drum herum erzähle, sieht das ganze schon ganz anders aus.
Der Mensch ist ja nicht von natur aus Böse bloß weil er mal einen Fehler macht. Die Frage ist dann eher, lernt er aus seinen Fehlern.
Dazu kommt das Alter und die Erfahrung. Als Kinder/Jugendliche und junge Erwachsene macht man häufiger und mehr Fehler. Wenn ich so auf mein Leben zurückblicke sehe ich nicht nur Mr. perfekt, der alles richtig gemacht hat. Ich habe viele Dinge getan auf die ich nicht stolz bin. Aber der Rückblick hilft mir auch anderen zu verzeihen bzw. mich in sie hineinzuversetzen und immer mehr zu begreifen, dass die Welt eben nicht nur schwarz und weiß ist.
Ich gebe mir daher mühe (und es gelingt mir auch nicht immer) niemanden vorzuverurteilen egal wie schlimm es sich zunächst anhört.
Zitat von Deion:
Wunschdenken m.E. Aber gut, jeder dreht sich die Welt so, wie sie ihm/ihr gefällt.
Warum Wunschdenken? Erfahrungswerte. Ich habe auch mal einer Jugendliebe hinterhergeweint. Lange Zeit ists her und mich hat es gar nicht mehr interessiert wärend ich verheiratet war.
Kurz nach der Trennung dachte ich auch, ich komm da nicht hinweg. Aber das bin ich doch. Und irgendwann wird sie da sein und das Vergessen beginnt.
Zitat von Deion:Die Damen, die ich kennengelernt habe, hatten alle eine faire Chance - und haben unglaublich versagt. Schon bei elementaren Grundsätzen wie Treue, nicht zweigleisig fahren, keine Ernsthaftigkeit im Sinne von ehrlichen Beziehungen usw. Ich muss daher leider konstatieren: Beziehungstaugliche Frauen sind entweder vergeben oder nicht mehr existent. Einzige "solution":
Du gibst den Damen eine Chance? Eine Chance worauf? Das Leben ist kein Spiel mit festgelegten Regeln und Statistiken.
Vielleicht strahlst du eine solche Abweisung aus, so dass Beziehungsfähige Frauen an dir vorbeigehen und du sie nicht wahr nimmst. Vielleicht sind sie aber auch ähnlich eingestellt wie du und denken es gibt keine beziehungsfähigen Männer?
Das Leben ist eine Gleichung mit einer unbekannten Anzahl an Variablen, die eine unbekannte Anzahl an Werten einnehmen können. So etwas kann man nicht berechnen.
Du hast nur die Variablen, die du kennst und ein paar Werte, aber längst nicht alle. Wie willst du so eine Entscheidung diesen Ausmaßens treffen?
Wieviele Frauen, die "schlecht" sind hast du denn getroffen? 20 oder 30? Von 3.500.000.000 die zur Verfügung stehen.
Bevor man ein Fazit ziehen kann braucht man schon eine statistisch aussagekräftige Menge.
Also in D haben wir ich glaube um die 45 Mio Wahlberechtigte. Um eine statistische Verallgemeinerung zu treffen benötigt man ca. 1.000 Wähler. Du bräuchtest also ca. 43.000 Freundinnen oder Paare, die du gut kennst um eine solche Aussage treffen zu können, die dann annähernd genau ist.
Aber um in D zu bleiben, dann brauchst du ca. 1.500 Paare. Und ich bin mir sehr sicher, dass viele der 1.500 Paare sehr glücklich sind und sich nicht besch.n.
Du hast jetzt also 20-30 Frauen getroffen, auf die das nicht zutrifft. Dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass du langsam Frauen triffst, die anders sind.
Aber erfahren, ob sie anders sind wirst du erst wenn die Beziehung krachen geht.
Und vergiss dabei eins niemals
Jede Messung beeinflusst das Messergebnis. Wenn du also mit Detektiv deiner Frau hinterherspionierst, kann das durchaus zum Ende führen.
Ich finde das macht das Leben doch erst interessant. Man kennt das Ende nicht. Und es ist jedesmal ganz anders und ganz neu.