Lieber @Svenson81 ,
Zitat von Svenson81: Es lief alles super, bis vor 3 Jahren der Vater meiner Freundin tragisch verstorben ist. Meine Freundin musste eine Therapie machen und wir haben uns gemeinsam entschieden in ihr Elternhaus zu ziehen, damit das Haus nicht verkauft werden musste und leben seit dem mit ihrer Mutter in einem Haus und in einem Haushalt. (größter Fehler, den ich je gemacht habe)
Das Haus ist verschuldet und wird so schnell auch nicht abbezahlt sein.
Was ist denn passiert, als der Vater deiner Freundin starb, waren die Umstände so tragisch? Dass ein Elternteil verstirbt, ist tragisch aber leider auch Lauf des Lebens. Was hat dazu geführt, dass deine Freundin therapiebedürftig wurde? Die Hausfinanzierung erscheint aus deinen Aussagen schlicht und ergreifend nicht klar aufgesetzt. Es ist kurz vor der Rente der Eigentümer "noch lange nicht abbezahlt", auch offensichtlich nicht durch eine LV oder ähnliches abgesichert. Du bist derjenige, der das Konstrukt lebbar macht. Mit deinem Geld. Deiner Anwesenheit. Und der Trennung von deinen Kindern. Die dich brauchen.
Zitat von Svenson81: Die Mutter hat Depressionen, ganz klar, will aber anscheinend nicht wirklich etwas dagegen unternehmen. Sie ist auch in Therapie, geht aber sehr unregelmäßig dorthin.
Zitat von Svenson81: Ursprünglich war das ganze mit zusammen in einem Haushalt leben, nur als Übergangslösung geplant. Dieser Übergang dauert jetzt 3 Jahre...
Zitat von Svenson81:Die Mutter will das Haus auch nicht verkaufen. Ich glaube sie möchte das die Wohnsituation genauso bleibt wie sie aktuell ist. Keine Verwandten, außer Schwägerin, aber hat kaum Kontakt zu jemandem, da sie den ganzen Tag vorm Fernseher sitzt.
Zitat von Svenson81: ich hab nichts gegen die Mutter, aber sie ist einfach extrem faul, macht nichts und vegetiert nur so vor sich hin.
Genau durch euer Konstrukt wird die Mutter an ihrer Lebenssituation nichts ändern wollen. Ihr haltet sie durch eure Versorgung in ihrer Passivität. Denn wenn sie wieder "gesund" wird, kann von ihr verlangt werden, sich wieder selbst -emotional und finanziell- zu versorgen. Ihr -deine Partnerin und du- sorgt dafür, dass sie den ganzen Tag ohne Kontakte vor dem TV hocken darf und kann.
Wenn du nicht selbst aktiv wirst, passiert da gar nichts. Du machst das seit drei Jahren mit. Als Hausbewohner mit Partnerin und Schwiegermutter unter einem Dach ohne getrennte Wohnbereiche. Überleg dir sehr gut, wann deine Schmerzgrenze erreicht ist. Du könntest anfangen, dir deine persönliche Agenda aufzustellen. Zum Beispiel, bis Ende Juni führst du mit deiner Partnerin -bei Bedarf auch mit Schwiegertiger- zwei Mal im Monat Gespräche, wie die Zukunft aussehen soll. Mit klar definiertem Ziel, dass du beginnst, ab 1. Juli nach Wohnmöglichkeiten in der Nähe deiner Kinder zu suchen. Du musst bis dahin wissen, ob du eine Wohnung nur für dich brauchst oder ob deine Partnerin mitgeht. Ich glaube, deine Partnerin muss jetzt sehr deutlich werden, dass du nicht mehr bereit bist, die Bedürfnisse der Schwiegermutter -sekundärer Krankheitsgewinn- über die Bedürfnisse der zwei Kinder zu stellen. Das musst du dann auch durchziehen. Sonst wird das nichts.