Interessanter Beitrag.
Leider habe ich nicht alle Antworten lesen können, werde es aber später nachholen.
Natürlich gibt es Eigenschaften die geschlechtsspezifisch auftreten.
Nur, was mich an deinem Eingangspost stört ist die Erklärung aus der Männersicht ebenso wie mich so eine Erklärung aus Frauensicht stören würde.
In vielen Dingen ist die Gegensätzlichkeit nunmal vorhanden, es gibt in beiden Richtungen genügend Witze über die wir alle schmunzeln.
Aber warum darin das schlechte sehen. Ich würde mich mehr über die Frage freuen, warum sieht uns das andere Geschlecht so? Und warum muss es so negativ ausgelegt werden.
Eigenschaften und unterschiedliche Sichtweisen sind negativ und positiv, warum also nicht auch das positive darin sehen. Würden beide Geschlechter mehr versuchen das andere zu verstehen, und daraus Konsequenzen ziehen könnte sich der gemeinsame Horizont erweitern.
Aber was passiert? Die Fronten verhärten sich und man wir immer engstirniger dem anderen Geschlecht gegenüber.
Zitat:Wechselseitige Übertreibungen scheinen von jeher der Soundtrack zu allen Geschlechterdiskussionen zu sein.
Soeben habe ich nachgelesen und diesen Satz gefunden. Genau das spricht mir aus dem Herzen.
Frau will den Mann umpolen, Mann will seine Ruhe.
Und trotzdem hat sich seit der Emanzipationswelle viel getan. Die Männer mutierten zu guten liebevollen Familienvätern, und Frauen stehen ihre Frauen auch in der Berufswelt.
Die Beziehungen sind partnerschaftlicher und gleichwertiger geworden.
Aber was ist dabei wenn Mann sich auch auf die Bedürnisse einer Frau einlässt und Frau die Leichtigkeit des Mannes zulässt.
Die Frau wäre dann nicht das ewig keifende Weib, der Mann nicht mehr der sture Bock.
Ich wähle mal mit Absicht ein banales Beispiel. Allan und Barbara Pease, haben in ihrem Buch "Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken" die Wahrnehmung von Mann und Frau beschrieben wenn sie eine Party betreten.
Genau kann ich es leider nicht wiedergeben. Aber der Mann erfasst die Räumlichkeiten, die Frau das soziale Geschehen. Warum dem anderen Oberflächkeit vorwerfen, wenn doch beide zusammen ein ganzes erfassen.
Würde einer von beiden die Wahrnehmung des anderen adaptieren, dann hätte man nur die hälfte erfasst.
Zum einen würde eine gute Partnerschaft darin bestehen, dem anderen in seiner Wahrnehmung zu vertrauen und sich darauf und dessen Urteil zu verlassen.
Was für ein Vorteil würde so eine banale Situation wirklich bringen? Ich übertreibe nun schamlos und nehme einen Geschäftsempfang des Gatten an.
In einer Paniksituation wüsste der Mann sofort wie er die Seinen in Sicherheit bringt wo sich der Ausgan befindet.
Die Frau allerdings hätte schnell sozialstrukturen und evt Seilschaften erfassen. Wer mit wem und warum. Wem vertrauen und wem nicht.
Natürlich kann jeder die Wahrnehmung des anderen übernehmen, aber wozu, wenn doch jeder in seiner Wahrnehmung bestens funktioniert?
ES heisst Frauen neigen bei Problemen zu Übertreibungen. Männer interessieren sich nicht dafür.
Aber heisst das nicht eigentlich, würden beide sich austauschen und den anderen besser verstehen versuchen, dass die Frau die gesamtsituation darstellt und der Mann mit seiner eigenschaft eher die Situation entkrampfen könnte? Die Lösung liegt dann wie meist in der Mitte.... und nur so könnten beide das Optimale aus einem Problem herrausholen.
Schöne Welt....nur leider neigen beide Parteien dazu den anderen in seine Grenzen zu weisen. Du hast .... du bist.... du machst immer.
Es ist also die Aufgabe jeden Geschlechts umzudenken, und den gemeinsamen Nutzen rauszufinden. Manchmal ist es entspannender, sich über die rumliegenden Socken des Gatten lustig zu machen als sich permanent zu ärgern. Sowie zuhören und mitdenken, was Frau sagen möchte ein entspanntes Gespräch zur folge haben könnte statt Streit.
Und trotzdem möchte ich die geschlechtsspezifischen Witze nicht missen. Dienen sie vielleicht nicht auch dazu, die Eigenschaften des anderen Geschlechts auf humorvolle Art und Weise zu erfassen?
Finden wir nicht alles standup Commedians witziger die sich über ihr eigenes Geschlecht lustig machen als nur über das andere?
oups war viel und vielleicht zu durcheinander.
Für die Herren sollte ich vielleicht eine aufdenpunktgebrachte Kurzfassung nachreichen.
lg sanin