whynot60
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Evolutionsbiologisch mag das schon richtig sein (wobei es aber auch schon darauf ankommt, welche Tierart man bei dieser Betrachtung zugrundlegt - es gibt ja auch solche, bei denen es eine auf den Rüssel gibt, wenn Führungsansprüche gezeigt werden). Aber die Menschenart hat zumindest teilweise auch ein Geistchen, das über die Evolution hinausragen kann und seine ganz eigene Evolution hat. Sonst wäre es auch nicht erklärlich, weshalb es auch Matriarchate gegeben hat und inselig sogar noch gibt.
Daß der Mann die Führung innehaben muß, scheint mir doch eher Ausdruck eines eingefahrenen Wahns zu sein als eine unbedingte natürliche Gegebenheit. Sogar in fortschrittlicheren Betrieben gibt es heutzutage keine Chefs mehr, weil das in vielen Fällen nichts als hinderlich ist. Vielmehr wird auf Synergien gesetzt, und das erscheint mir auch im Fall einer Beziehung wesentlich sinnvoller als dieses stumpfsinnige Führerdenken. Wenn ein blöder Mann eine kluge Frau führt, kann dabei ja nur ein Blödsinn herauskommen - also nicht gerade das, was erstrebenswert wäre.
Man kann doch einfach die jeweiligen Kompetenzen entscheiden lassen, und die brauchen auch keine Kapitänsmütze auf dem Kopf.
Mir persönlich war diese Führermentalität ja zeitlebens zutiefst zuwider. Ich brauche weder einen Führer, ob weiblich oder männlich, noch bin ich einer. Das heißt, die Kapitänsmütze ist mir nichts anderes als ein alter Hut.